Im Keller gefunden
Mistelbach: Ehepaar durch Stiche getötet
Doppelmord Mistelbach
Ein Ehepaar ist in Mistelbach durch Stichverletzungen zu Tode gekommen. Die Polizei ermittelt.
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Mistelbach – Eine 47-jährige Frau und ihr 51-jähriger Ehemann sind in der Nacht zum Sonntag gewaltsam zu Tode gekommen. Nachbarn hatten zuvor Hilferufe gehört.

Ein junger Mann soll ein Ehepaar in dessen Haus in Oberfranken getötet haben. Er stellte sich der Polizei. In welchem Verhältnis er zu der 47-Jährigen und dem 51-Jährigen stehe, werde zurzeit ermittelt, sagte ein Polizeisprecher am Sonntagmittag. Es handele sich bei ihm nicht um ein Familienmitglied.

Der 18-Jährige kommt heute vor einen Ermittlungsrichter. Der Richter prüft am Montag, ob der Verdächtige in Untersuchungshaft kommen soll, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Das Motiv und die Hintergründe der Tat sind nach Angaben der Polizei noch unklar.

Die vier minderjährigen Kinder des Paares waren während der Tat im Haus. Wie viel sie mitbekommen haben, konnte der Polizeisprecher nicht sagen. Die Ermittler konnten diese aber schon befragen. Nun kümmert sich das Jugendamt um die vier Kinder.

Anwohner hören Hilferufe

Anwohner hatten am Sonntag kurz nach Mitternacht Hilferufe vom Nachbaranwesen in Mistelbach (Landkreis Bayreuth) gehört und den Notruf gewählt, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Einsatzkräfte fanden im Keller das leblose Paar.

Beide wiesen Stichverletzungen auf. Ein Großaufgebot fahndete nach dem Verdächtigen. Er stellte sich schließlich gegen 4 Uhr in Bayreuth der Polizei. Diese nahmen ihn fest.

Tatverdächtiger ist nicht eingebrochen

Bei den Toten soll es sich laut Recherchen des "Nordbayerischen Kurier" um ein Ärzteehepaar handeln. Der getötete Familienvater soll in einer Praxis im Landkreis tätig gewesen sein. Seine Ehefrau soll als Ärztin im Klinikum Bayreuth gearbeitet haben. 

Nach ersten Erkenntnisse hatte der 18-Jährige die Nacht bei dem Ehepaar verbracht. «Er ist nicht eingebrochen. Er wurde hereingelassen», sagte der Polizeisprecher. Weitere Details konnte er zunächst nicht nennen.

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