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Wintersemester 2026/27
Bayerns Hochschulen freuen sich über großen Zulauf
Einführungsveranstaltung der Ludwig-Maximilians-Universität
Mehr als 403.000 Studierende starten im Wintersemester 2026/2027 an den Hochschulen im Freistaat. (Archivbild) // Peter Kneffel/dpa
Haupteingang der Technischen Universität München
Die bayerischen Hochschulen starten mit mehr Studienanfängern ins anstehende Wintersemester. (Archivbild) // Sven Hoppe/dpa
von dpa
München – Erstmals sind unter den Studierenden in Bayern genauso viele Frauen wie Männer. Und der Anteil an Erstsemestern steigt deutlich an. Was der Semesterstart sonst noch bereithält.
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Jeder 33. Mensch in Bayern studiert derzeit an einer Hochschule im Freistaat. Zum Start des Wintersemesters 2026/2027 sind mehr als 403.000 Studierende an einer bayerischen Hochschule eingeschrieben - das ist die zweithöchste Zahl, die jemals im Freistaat registriert wurde, wie Wissenschaftsminister Markus Blume (CSU) nach einer Sitzung des Kabinetts in München mitteilte. «Das ist nicht irgendeine Zahl aus der Hochschulstatistik - das ist Bayerns größtes Zukunftsversprechen», sagte er. 

Deutlich gestiegen ist die Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger: Im Vergleich zum Wintersemester 2025/2026 legte sie um 18,8 Prozent auf rund 68.000 zu. «Woanders sinken die Studierendenzahlen zum Teil deutlich. Bei uns in Bayern sind sie auf höchstem Niveau nach wie vor konstant», sagte Blume. Dies sei ein Beleg für die Attraktivität des bayerischen Hochschulsystems.

Blume: Erstmals Geschlechterparität

Bemerkenswert ist Blume zufolge auch, dass man zum ersten Mal Geschlechterparität erreicht habe. Demnach ist die Hälfte der Studierenden auf Basis von Schnellmeldungen im neuen Semester weiblich, unter den Erstsemestern liegt der Anteil bei 51,3 Prozent. 

Von den insgesamt 403.333 Studierenden sind rund 63 Prozent an Universitäten und etwa 37 Prozent an Hochschulen für angewandte Wissenschaften eingeschrieben. Im vergangenen Wintersemester waren es insgesamt 401.154 Studierende. Und es war den Angaben zufolge das erste Mal seit zehn Jahren, dass die Zahlen zurückgingen (um 2,1 Prozent). Grund dafür war, dass sich durch die Umstellung auf das neunjährige Gymnasium weniger Erstsemester eingeschrieben hatten.

Neue Studiengänge zu Bevölkerungsschutz und KI 

Dass Gesellschaft und Technologie im Wandel sind, zeigt auch das Angebot an neuen Studiengängen. Zum Wintersemester 2026/2027 kann man beispielsweise «Computational Economics and Politics» an der Universität Bamberg, «KI und Robotik» an der TH Augsburg oder den gemeinsamen Studiengang «AI in Biomedicine» der TU München und FAU Erlangen-Nürnberg studieren. 

Wie der Wissenschaftsminister mitteilte, findet auch die «Zeitenwende» im Studienangebot statt: An der TH Deggendorf gibt es ab diesem Semester einen Master in «Bevölkerungsschutz und Katastrophenmanagement». 

Milliarden-Investitionen in moderne Hochschulen

Im Rahmen einer milliardenschweren Sanierungsoffensive, die im Juli 2026 auf den Weg gebracht wurde, soll auch im Wintersemester in die Infrastruktur für Forschung und Lehre investiert werden. An der Universität Bayreuth soll etwa das neue «Institute for Entrepreneurship & Innovation» entstehen, am TUM Campus Ottobrunn-Taufkirchen soll der zweite Bauabschnitt des Interimsgebäudes fertiggestellt werden und am Flughafen München soll die TUM im Oktober 2026 mit dem «RoboGym» einen neuen Standort in Betrieb nehmen. 

Mit dem Start des Wintersemesters biege auch die Überarbeitung des Hochschulinnovationsgesetzes auf die Zielgerade ein, wie das Wissenschaftsministerium mitteilte. Während die Hochschulen für angewandte Wissenschaften bereits das neue Semester begonnen haben, starten die Universitäten dann Mitte Oktober in den Vorlesungsbetrieb.

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