Nichts war's mit dem zweiten Sieg in Folge für den FC Eintracht Bamberg. Beim FSV Stadeln unterlag der Regionalliga-Absteiger vor 780 Zuschauern vor allem aufgrund der ersten Halbzeit verdient mit 2:3 (1:3).
Die frühe Führung beflügelte Bamberg nicht, stattdessen schlug der Aufsteiger mehrfach nach dem selben Muster zu. Einfache Ballverluste wurden für das Team von Jan Gernlein teuer, in der guten besseren zweiten Hälfte fehlte vor dem Tor die Entschlossenheit.
Am Vorabend stellte der FC Eintracht mit Innenverteidiger Oliver Schubert seinen letzten Sommerneuzugang vor. Der 2,02-Meter-Turm wird für ein Jahr von der SpVgg Bayreuth ausgeliehen. „Nach dem erwarteten Abgang von Sebi Valdez waren wir gezwungen, auf der Position nachzulegen. Olli ist 20 Jahre alt, er hat noch viel vor sich, entschied sich aber für Spielpraxis bei uns. Das passt zu unserem Weg“, freut sich Sportchef Stefan Mohr.
Bayernliga Nord
FSV Stadeln - FC Eintracht Bamberg 3:2
Stadeln erwischte den besseren Start, kam früh zu drei Ecken. Doch mit dem ersten Torschuss gingen die Bamberger in Führung: Marc Reischmann legte zentral am Sechzehner zu Tobias Linz zurück, der zog mit Vollspann aus 20 Metern ab, unten rechts schlug der Ball im Stadelnder Tor ein (11.).
Doch der Aufsteiger schlug prompt zurück: Lukas Zieglmeier wurde per Doppelpass über rechts in die Tiefe geschickt, seine maßgenaue Flanke nickte Salim Ahmed aus zwölf Metern rechts ein - schulbuchmäßig ausgespielt von der Elf von Manfred Dedaj (12.).
FSV Stadeln dreht gegen Bamberg Rückstand
Bamberg bemühte sich um mehr Spielkontrolle, die Hausherren lauerten auf die Ballverluste, nach denen es schnell nach vorne ging. So auch in der 22. Minute, als Luca Pulkrabek nach Ballgewinn Tempo aufnahm. Im richtigen Moment steckte der Kapitän zu Leon Siefert durch, der Benedikt Willert umkurvte und Stadeln mit 2:1 in Führung schoss.
Und damit nicht genug: Marco Schmitt und Willert unterschätzten einen langen Ball auf Siefert, der nach Kontakt mit dem Schlussmann im Sechzehner zu Fall kam. Elfmeter war die logische Folge. Marco Weber trat an, verwandelte sicher im linken Eck - den Domreitern entglitt die Partie (27.).
Die Hausherren wirkten spielerisch reifer, stabil und variabel. Und sie mussten nicht viel tun, um über schnelles Umschaltspiel nach vorne zu kommen. Dem FCE fehlte in dieser Phase der Zugriff, ein links am Torwinkel vorbeifliegender Schuss von Timm Strasser blieb die einzige nennenswerte Bamberger Chance bis zur Pause (37.).
Per Elfmeter: FC Eintracht verkürzt
Mit Luis Nüßlein und Robin Zeitler brachte Gernlein frische Kräfte, doch auf dem Rasen machte sich das zunächst nicht bemerkbar. Die Gäste hatten zwar mehr Ballbesitz, fanden zwischen gut gestaffelte Hausherren aber keine Lücken.
Aber nach 56 Minuten brachte eine Standardsituation die Domreiter zurück. Nüßlein ging links im Sechzehner nach Kontakt mit Max Hering zu Boden, wieder zeigte der Schiri auf den Punkt, Proteste blieben aus. Luca Ljevsic übernahm Verantwortung, schob flach links zum 2:3 aus Bamberger Sicht ein (56.).
Die Hoffnung war wieder da und allmählich bekam der FC Eintracht auch Sicherheit in den Aufbau. Stadeln wirkte müde, kam nicht mehr strukturiert nach vorne. Was auch an nun cleverer verteidigenden, besser in die Tiefe kommenden Bambergern lag.
Einzig die Torgelegenheiten fehlten dem FCE weiterhin. Die Zeit spielte für die Hausherren, deren Entlastung nicht mehr existierte. Doch die Leidenschaft stimmte beim Neuling.
Bamberger Schlussoffensive versiegt
Und das reichte den Hausherren, um auch die Nachspielzeit unbeschadet zu überstehen. Eine Flanke nach der anderen segelte in den Strafraum, halten musste FSV-Ersatzkeeper Manuel Döllfelder aber keinen Ball mehr.
Stadeln gewann sein Kärwaspiel, steht mit 15 Punkten ganz vorne in der Tabelle. Der FC Eintracht bleibt mit neun Punkten im unteren Mittelfeld der Bayernliga Nord.
Die Statistik zum Spiel
FSV Stadeln: Döllfelder – Siefert, Ahmed (80. Köstler), Koch (72. Hahn), Pulkrabek (80. Xygas), Weber (88. Kaiser), Zieglmeier, Rukiqi (58. Perst), Hering, Stöß, Höhenberger
FC Eintracht Bamberg: Willert – Auer (83. Schneider), M. Schmitt (46. Zeitler), Strasser (46. Nüßlein), Kraußold (87. Zietsch), Linz, V. Schmitt (65. Lang), Reischmann, Kettler, Ljevsic, Hartwig / Schiedsrichter: Jonas Kohn (Amberg) / Zuschauer: 780 / Tore: 0:1 Linz (11.), 1:1 Pulkrabek (12., 2:1 Siefert (22.), 3:1 Weber (27., Foulelfmeter), 3:2 Ljevsic (54., Foulelfmeter)












