Langanhaltender Beifall brandete heute um kurz nach zwölf Uhr im vollbesetzten Dom auf, als Domdekan Hubert Schiepek den Namen des neuen Erzbischofs von Bamberg bekanntgab: Herwig Gössl, bisher Weihbischof und Diözesanadministrator. Erst gestern sei das entscheidende römische Schreiben aus der Nuntiatur auf dem Domberg eingegangen, erklärte Schiepek.
Gössl: "Ich sage Ja zum Amt als Erzbischof von Bamberg"
„Ich habe mich nicht um dieses Amt beworben und auch nicht danach gedrängt“, betonte Gössl in seiner kurzen Ansprache. Im Vertrauen darauf, dass „der Herr mir Kraft, Weisheit und Geduld gibt, nehme ich das Amt als Erzbischof von Bamberg an und sage Ja dazu, obwohl die Messlatte nach 20 Jahren nicht nur sportlicher Höchstleistungen durch Erzbischof Ludwig Schick hoch liegt“.
Herwig Gössl: "Glaubensverkündigung in Wort und Tat bleibt wichtig"
Dessen Nachfolger dankte allen, die mithelfen, dass der Glaube an den liebenden Jesus Christus im Erzbistum verkündet und gelebt wird: „Der Dienst der Glaubensverkündigung in Wort und Tat bleibt wichtig.“
Der neue Erzbischof kniete vor dem Altar nieder und betete
Herwig Gössl setzte in einer symbolischen Geste ein starkes Zeichen zu seinem Dienstverständnis: Er kniete sich auf die blanken Steinstufen vor dem Altar nieder und sprach ein Gebet: „Nimm meine bescheidenden Fähigkeiten und meinen guten Willen an“, bat der neue Erzbischof „um Gnade und Segen für meinen Dienst“.
Nach dem Schlusssegen strömten die Dombesucher zu Herwig Gössl
Während die Domglocken läuteten, stimmte der Organist das „Te Deum“ an: „Großer Gott, wir loben Dich…“ brauste durch die Kathedrale. Nach dem Schlusssegen durch Gössl strömten die Besucher der Feierstunde zu ihm. Zu den ersten Gratulanten gehörten Oberbürgermeister Andreas Starke, Zweiter Bürgermeister Jonas Glüsenkamp und Landtagsabgeordnete Melanie Huml sowie zahlreiche Priester und Diakone.













