Nach zwei Jahren Pause wird das Annafest vermutlich gut besucht sein. Nach der Erlanger Bergkirchweih schossen die Infektionszahlen im Landkreis Erlangen Höchstadt in die Höhe.
Das Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz kämpft schon jetzt wie viele Krankenhäuser mit großem Personalausfall. Das Annafest könnte dieses Problem noch verstärken: „Auf Basis der Erfahrungen der Bergkirchweih in Erlangen müssen wir mit einer höheren Inzidenz und damit verbunden natürlich auch mit einem höheren Ausfall von unseren Mitarbeitern rechnen“, sagt Franka Struv, Pressesprecherin des Klinikums Forchheim-Fränkische Schweiz.
Das Gesundheitsamt Forchheim gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Infektionsrisiko auf dem Annafest.
Wie können Besucher sich vor einer Infektion schützen?
Menschenansammlungen vermeiden und Abstand halten. Ein Besuch auf dem Annafest außerhalb der Stoßzeiten kann hier helfen.
Auch eine Maske ist nach wie vor ein guter Schutz vor den Viren. Eine Testpflicht gibt es nicht, wer aber auf Nummer sicher gehen möchte, kann sich trotzdem testen. Wirklich minimiert wäre das Infektionsrisiko jedoch nur, wenn sich alle Besucher vor dem Besuch testen würden.
Gute Handhygiene reduziert ebenfalls die Ansteckungsgefahr: Gründliches Händewaschen, Desinfektion und nicht mit den Händen ins Gesicht fassen.
Welche Corona-Auflagen gelten für die Festwirte?
Derzeit bestehen keinerlei Einschränkungen oder Auflagen für den Festbetrieb.
Das Gesundheitsamt empfiehlt, sich an die gängigen Hygieneregeln zu halten.
Welches Risiko geht von den Bierkrügen aus?
Am Ausschank müssen aus lebensmittelrechtlichen Gründen Spüleinrichtungen vorhanden sein.
Hier müssen stets frisches Wasser mit geeignetem Reinigungsmittel und einwandfreie Spülbürsten verwendet werden.
Wenn die Krüge und Gläser gründlich gereinigt, der Thekenbereich sauber gehalten und die Personalhygiene befolgt wird, gibt es laut Gesundheitsamt kaum Grund zur Sorge.
Laut einer Studie des Bundesinstituts für Risikobewertung können die meisten handelsüblichen Spülmittel die Coronaviren in Spülwasser mit einer Temperatur von 23 Grad Celsius innerhalb von 15 Sekunden ausreichend inaktivieren.
Noch sicherer sei das Spülen in einer Gläserspülmaschine, da hier die hohe Temperatur von 65 Grad Celsius die thermische Desinfektion übernehme.
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