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Coronazahlen steigen
Forchheimer Klinikum erreicht Belastungsgrenze
34 Patienten liegen gerade in Isolation im Forchheimer Klinikum – ein absoluter Höchstwert.
34 Patienten liegen gerade auf der Isolationsstation im Forchheimer Klinikum – ein absoluter Höchstwert. // Niklas Schmitt
Forchheim – Herbstwelle in Forchheim? Noch nie verzeichnete die Isolierstation so viele Coronafälle. Die Behörden sehen noch keinen Grund, Alarm zu schlagen.

Im Klinikum Forchheim – Fränkische Schweiz ist die Situation angespannt – die hohen Inzidenzen sind hier deutlich zu spüren. „Auf unserer Isolierstation sind 34 corona-positiv-getestete Patienten, ein absoluter Höchststand“, sagt Franka Struve, Pressesprecherin des Klinikums.

„Die Lage ist alles andere als einfach. Wir müssen eine Pflegestation umverlegen, um die Versorgung der Patienten zu gewährleisten. Die bewährten Ausfallkonzepte der letzten Wellen kommen jetzt wieder zur Anwendung. Planbare Operationen haben wir bereits verschoben.“

Neun von zehn Intensivbetten belegt

Die Inzidenzen steigen überall wieder rasant an. Auf der Website des Landratsamtes Forchheim wird die 7-Tage-Inzidenz weiterhin täglich aktualisiert. 928,5 hat sie inzwischen erreicht – ein Spitzenwert im Vergleich zur vergangenen Woche, in der die Inzidenzen noch kurz unter der 700er-Marke lagen.

Intensivbetten fast alle belegt

Wie überall in Forchheim würden auch im Krankenhaus die Krankheitsfälle durch Corona und Grippe zunehmen, weswegen Dienstpläne umdisponiert und Teams neu organisiert werden müssten, teilt Struve weiter mit.

Aufgrund von Personalengpässen seien derzeit nur zehn von zwölf möglichen Intensivbetten in Betrieb. Von diesen zehn Intensivbetten seien neun belegt, davon zwei von corona-positiv-getesteten Patienten.

Das sagt das Landratsamt

Etwas entspannter sehen die Behörden die Lage: „Solange der Katastrophenfall nicht mehr gilt, ist das Landratsamt nicht mehr die höchste Dienststelle“, sagt Kathrin Schürr, Pressesprecherin des Forchheimer Landratsamtes. Somit seien derzeit keine Überlegungen für eventuelle Coronamaßnahmen nötig.

Erstmal keine Corona-Beschränkungen

„Ja, die Inzidenzen sind hoch“, sagt Schürr. „Aber es gibt derzeit keine inzidenzgebunden Beschränkungen oder Regelungen.“

Sollte sich das ändern, könne das Landratsamt jederzeit auf bestehende Strukturen wie ein Corona-Krisenteam zurückgreifen – auch kurzfristig. „Wir hoffen jedoch, dass die Beschränkungen sehr gemäßigt bleiben“, sagt die Pressesprecherin.

Impfzentrum weiterhin gut besucht

„Die Impfbereitschaft ist seit dem angepassten Impfstoff gestiegen“, sagt Laura Drummer vom Forchheimer Impfzentrum. Viele hätten auf den Impfstoff gegen die neue Omikronvariante gewartet.

Hauptsächlich Dritt- und Viertimpfungen würden nachgefragt werden. „Im März waren viele an Covid erkrankt, jetzt ist der Abstand von sechs Monaten erreicht und sie können alle die nächste Impfung bekommen“, sagt Drummer.

Nach ihrer Einschätzungen könnten die steigenden Inzidenzen die Impfbereitschaft bald wieder dämmen, da die Menschen vorsichtiger würden und Wartezimmersituationen vermeiden wollten.

Schulen: Durchschnittliche Ausfälle

„Da hatten wir bei Magen-Darm schon deutlich höhere Krankheitszahlen“, sagt Heike Wentzel, Schulleiterin der Anna-Grundschule Forchheim. Die Krankheitsfälle an ihrer Schule hielten sich in Grenzen, auch wenn man von einer Dunkelziffer unter den Kindern ausgehe. „Vielen Kindern merkt man die Infektion nicht an“, sagt Wentzel.

Sie rechnet zu den Herbstferien mit neuen Informationen seitens des Kultusministeriums. „Da wird sicherlich geprüft, ob das Tragen der Maske freiwillig bleibt und wie es mit dem Testen weitergeht“, sagt sie.

Gymnasium Ebermannstadt: „Die zwei Wochen schaffen wir locker noch“

Eine ähnliche Einschätzung gibt Siegfried Reck ab, Schulleiter des Gymnasiums Fränkische Schweiz in Ebermannstadt. „Entweder ist Corona bei uns noch nicht angekommen, oder es läuft unter einem Deckmantel durch die Reihen“, sagt er. Bei Krankheit müssten Eltern keinen Grund angeben. Daher sei es unmöglich, konkrete Fallzahlen zu nennen.

Reck sieht zuversichtlich in die Zukunft: „Die zwei Wochen bis zu den Herbstferien schaffen wir locker noch.“ Was danach käme, wisse niemand. Der Schulleiter gehe davon aus, dass man auch bis Weihnachten mit durchschnittlichen Ausfällen gut durch das Schuljahr käme.

 

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