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Regional und Bio
Neues Leben in alter Bäckerei: Pralinen aus Wannbach
Konditormeisterin Angelika Pieger freut sich über die neuen Produktionsräume im Pretzfelder Ortssteil Wannbach.Forchheim & Fränkische Schweiz
Konditormeisterin Angelika Pieger freut sich über die neuen Produktionsräume im Pretzfelder Ortssteil Wannbach. // Carmen Schwind
Signet des Fränkischen Tags von Carmen Schwind
Pretzfeld – Konditormeisterin Angelika Pieger hat ihre exklusiven Süßwaren bisher in einem Keller produziert. Nun hat sie sich einen Traum erfüllt und belebt gleichzeitig eine alte Bäckerei wieder.

„Genuss macht nicht dick“, stellt Konditormeisterin Angelika Pieger fest und fügt hinzu: „Wenn man hin und wieder eine hochwertige Praline langsam und bewusst genießt, dann ist das gut für die Seele und erzeugt Freude und einen Glücksmoment. Und genau diese Genießer sind meine Kunden.“ Angelika Pieger stellt seit mehr als 20 Jahren Pralinen, Torten oder Gebäck her, bisher im Keller in Schlaifhausen. Doch der wurde einfach zu klein.

Piegers Traum waren Räume, in denen mehr Platz ist für die Produktion. Die hat sie im Pretzfelder Ortsteil Wannbach gefunden. „Ich bin super glücklich, denn hier haben wir Platz und es ist durch die Fenster schön hell“, freut sich die Konditormeisterin und zeigt stolz die neue Produktionsstätte. „Genuss passt auch sehr gut in unsere Marktgemeinde, denn wir sind eine von 100 bayerischen Genussorten“, sagt Bürgermeister Steffen Lipfert. Er freue sich, dass in der früheren Bäckerei in Wannbach wieder Leben eingekehrt ist: „Wir wollen so wenig wie möglich Leerstände in der Marktgemeinde haben.“

Ein eigener Schokoladenraum

Stolz und mit viel Begeisterung führt Angelika Pieger den Bürgermeister durch die neue Produktionsstätte. „Hier sind die Backöfen, die mehr Strom brauchen als ein normaler Ofen“, erklärt sie und zeigt, wo zukünftig Torten gebacken werden: „Mein Traum war ja, dass ich einen Raum zum Backen und einen Schokoladenraum habe. Und das geht hier.“

Während sie zeigt, wo zukünftig Teige angerührt oder gerollt werden können, erzählt sie, dass ihr von Anfang an Qualität wichtig war. „Ich nutze nur Bio-Ware und so viel wie möglich aus der Region“, erklärt sie.

Ohne Konservierungsstoffe

Ihre Pralinen werden nicht nach und nach gefertigt, sondern auf einmal. Denn so kann sie genau sagen, wann sie fertig wurden und wie lange sie haltbar sind. Da keine Frischhaltemittel oder Zusatzstoffe verwendet werden, sind die Pralinen nicht jahrelang haltbar. Sie verwendet auch so wenig Zucker wie möglich. „Die Pralinen sind dann wohl ein wenig teurer, aber sie sind von höchster Qualität. Dafür arbeite ich sehr viel, aber die Gewinnmarge ist trotzdem nicht sehr hoch“, erklärt Angelika Pieger. Dann erzählt sie, dass sie schon während der Ausbildung angefangen habe, jede übrige Mark zu sparen, um sich davon ein neues Gerät anzuschaffen.

Der Traum wurde wahr

„Am Anfang habe ich erst im Wohnzimmer meiner Oma die Sachen verkauft“, erinnert sie sich und lacht. Wieder stellt sie fest: „Aber jetzt ist mein Traum wahrgeworden. Ich kann es noch gar nicht glauben.“ Ihr zur Seite stehen mehrere Aushilfen, die jetzt ebenfalls mehr Platz an unterschiedlich hohen Tischen haben.

„Hier habe ich mir eine tolle Maschine gegönnt, die die Schokolade erwärmt.“ Stolz zeigt Angelika Pieger die Neuanschaffung im klimatisierten Schokoladenraum. Daneben ist der Verpackungsraum. Sie zeigt die große Tür, durch die Lieferungen einfach gebracht werden können. Aber auch fertige Torten oder Buffets können hier ohne Probleme und ohne Unterbrechung der Kühlkette abtransportiert werden. „Ich habe so lange über das Konzept nachgedacht. Und jetzt ist es endlich in Erfüllung gegangen. Ich kann es noch gar nicht glauben“, schwärmt die Konditormeisterin.

Tag der offenen Tür

Weiter geht es in den früheren Verkaufsraum, der gerade für Palmsonntag, 2. April, hergerichtet wird. Denn da können Besucher von 12 bis 17 Uhr in kleinen Gruppen die Produktionsräume anschauen und Pieger verkauft an diesem Tag auch Ware im Laden. „Wir freuen uns, dass sie hier sind, und dass das alles so gut geklappt hat“, sagt Steffen Lipfert und verabschiedet sich gut gelaunt von der Konditormeisterin. Die Begeisterung und Freude von Angelika Pieger scheint ansteckend zu sein.

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