Es ist ein kleines, gut gehütetes Geheimnis.
Kaum einer weiß es bisher. Er hat erst mit ganz wenigen Leuten darüber gesprochen, sagt Florian Lochner.
Für den Gründer und Inhaber des beliebten „Schnapsstodl“ in Kirchehrenbach und neuerdings auch Betreiber der „Event-Villa“ in der Hornschuch-Villa in Forchheim geht jetzt ein kleiner Traum in Erfüllung, den er dem Fränkischen Tag nun exklusiv verrät.
Denn ab Herbst wartet eine neue spannende Aufgabe auf ihn. Fast direkt vor der eigenen Haustür.
Anfang des Jahres gab Familie Trautner bekannt, dass sie ihre beliebte Gaststätte „Zum Walberla“ in Kirchehrenbach aufgeben werden. Die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Für viele war es ein Schock. Nicht nur Einheimische, sondern auch viele Auswärtige kehrten hier ein, nachdem sie vom Walberla zurück gepilgert kamen. Der Unternehmer Lorenz Schneider aus Poxdorf kaufte das Gasthaus. Lochner wird nun der neue Pächter.
Eine Gaststätte, wie sie bisher von den Trautners betrieben wird, wird es allerdings künftig nicht mehr geben. „Wenn die Trautners schließen, ist das natürlich ein Verlust. Es war aber kein Gastronom zu finden, der es übernehmen wollte, geschweige denn ausreichend Personal“, erklärt Schneider im Interview. Er wollte dennoch das Beste draus machen. Und es war ihm wichtig, dass das Gasthaus weiter regional geführt wird. „Die Lage ist einfach einzigartig und es ist ein echter Glücksfall, dass Florian sich gleich dazu bereit erklärt hat“, sagt Schneider.
Im Oktober geht das Gasthaus in den Besitz von Schneider über. Die Trautners haben ihre Gaststätte voraussichtlich bis in den Sommer geöffnet. Sie wollten sich gegenüber dem FT nicht näher äußern. Das Ehepaar, das aktuell noch über der Gaststätte wohnt, baut jetzt ein neues Haus in unmittelbarer Nähe, in das sie nach der Übernahme dann einziehen werden.
Ab 60 Personen buchbar
Einen dauerhaften Gastronomie-Betrieb wird es dann nicht mehr geben. Statt täglich Bier und Schäuferla für Wanderer bietet Florian Lochner ab Herbst Eventgastronomie. Ob Hochzeiten oder Firmenfeiern – ab 60 Personen kann die „Walberla Eventstube“, wie das Gasthaus künftig heißen wird, direkt unterhalb des fränkischen Hausbergs gebucht werden.
Vor allem an den Wochenenden, aber genauso unter der Woche kann dann vor der Kulisse des berühmten Berges gefeiert werden. Auch für Tagungen soll das Haus zur Verfügung stehen. „Ich kann mir auch gut vorstellen, öffentliche Feste wie ein Bockbier- oder Weinfest zu machen. Genauso sind monatliche Themenabende vorstellbar“, erklärt Lochner.
Team von 17 Leuten
Buchbar sind auch Lochners Whisky-, Rum- und Gin-Tastings, die er im Schnapsstodl und in der Event-Villa bereits anbietet. In Sachen Catering arbeitet Lochner bereits seit Monaten mit Marcus Müller vom Landgasthof Lahner aus Veilbronn zusammen. Auch ein DJ oder eine Dekorateurin können über den 30-Jährigen gebucht werden. „Ich habe mittlerweile ein Team von 17 Leuten. Wer uns unterstützen und mitmachen möchte, kann sich gerne bei mir melden“, sagt der zweifache Familienvater.
Die Bestuhlung und Raumaufteilung im Gasthaus wird bis zur Übernahme noch geändert. „Wir werden dann je nach Event verschiedene Bestuhlungskonzepte anbieten. Auch die Toiletten und die Terrasse werden erneuert“, erklärt Investor Lorenz Schneider.
Eigene Cocktailbar am Walberlafest
Florian Lochner hatte in der Vergangenheit lange versucht, eine Gaststättenkonzession für seinen „Schnapsstodl“ zu bekommen. Diese wurde ihm aber nicht bewilligt. Im Herbst vergangenen Jahres ergab sich dann die Gelegenheit, in der Hornschuch-Villa in Forchheim Events zu organisieren und Tastings für größere Gruppen anzubieten. In der neuen Eventstube ist Platz für bis zu 140 Personen.
Lochner ist ein Tausendsassa. Auch auf dem Walberla-Fest wird er mit einer eigenen Cocktailbar vor Ort sein.
Und zum Schluss noch eine gute Nachricht für alle Tagestouristen und Spaziergänger: Der Eis- und Getränkeautomat neben dem Gasthaus bleiben bestehen. „Wenn es sich ergibt, stellen wir vielleicht auch noch einen Wurstautomaten dazu“, kündigt Lochner an.
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