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Nach Winterzauber-Ansturm
Neue Pläne für Forchheims Kellerwald
Anfang Februar gab einen regelrechten Besuchersturm, auf den keiner vorbereitet war: Der Winterzauber füllte den Kellerwald.Forchheim & Fränkische Schweiz
Anfang Februar gab einen regelrechten Besuchersturm, auf den keiner vorbereitet war: Der Winterzauber füllte den Kellerwald. // Barbara Herbst
Forchheim – Mit dem Forchheimer Winterzauber hat die Stadt etwas ganz Neues gestartet. Nächstes Jahr soll es eine Fortsetzung geben. Aber Forchheim hat noch viel mehr vor im Kellerwald.

Mit dem bevorstehenden Kellerwald-Auftakt am 22. April erwacht die Kellersaison zum Leben. Doch schon im Februar wurde hier ordentlich gefeiert. Der erste Winterzauber im Kellerwald lockte zahlreiche Besucher, musste aber auch viel Kritik einstecken unteranderem wegen zu langer Wartezeiten. Wir sprechen mit Bürgermeister Udo Schönfelder über die Kritiker und was im nächsten Jahr anders gemacht wird.

Der Frühling steht in den Startlöchern. Als erstes wollen wir aber wissen: Wird es einen zweiten Winterzauber im Kellerwald geben?

Udo Schönfelder: Ja, auf jeden Fall. Und wenn möglich soll es eine regelmäßige Veranstaltung werden. Wir wurden förmlich überrannt.

Nach dem ersten Winterzauber gab es teilweise Kritik: Zu wenig geboten, zu lange Warteschlangen, zu schlecht organisiert. Was antworten Sie Ihren Kritikern?

Die Probleme gab’s. Da gibt es auch nichts schön zu reden oder zu verheimlichen. Natürlich ist es uncool, wenn man teilweise eine dreiviertel Stunde auf sein Essen warten musste. Die Logistik brach teilweise zusammen, es gab viel Unmut. Es war der erste Winterzauber, da weiß man erstmal nicht, worauf man sich einlässt. Zudem wären es ja eigentlich sieben statt fünf Keller gewesen. Zwei Keller mussten allerdings aus persönlichen Gründen kurzfristig absagen. Das haben wir natürlich gemerkt. Aber das Allerwichtigste für uns ist, welcher Zuspruch vorhanden war und welche Anziehungskraft der Kellerwald hatte.

Immer wieder bekommt man zu hören, dass in Forchheim zu wenig geboten ist. Mit der Idee des Winterzaubers stampften Sie etwas komplett Neues aus dem Boden. Und trotzdem gab es viele Nörgler. Wie gehen Sie damit um?

Wir hatten null Erfahrung. Es hat niemand damit gerechnet, dass die Leute in diesen Massen kommen. Natürlich muss man beispielsweise auch auf den Kellern nachmobilisieren und mehr Aushilfen zur Verfügung haben. Wofür ich allerdings überhaupt kein Verständnis habe ist, wenn Bedienungen angeraunzt und runtergeputzt werden. Manche Gäste waren da nicht nur unfreundlich, sondern hatten richtige emotionale Ausbrüche. Das geht gar nicht. Viele Bedienungen waren deshalb richtig geknickt. Diese Kritik am Bedienungspersonal kritisiere ich erheblich und weise ich zurück. Kritik, die Gehalt hat, nehme ich dagegen gerne an.

Was wird nächstes Jahr anders sein?

Dieses Jahr waren es fünf Keller, im kommenden Jahr ist unser Ziel, dass zehn Keller teilnehmen werden. Damit es sich einfach besser verteilt. Wir überlegen außerdem, ein paar Stehbuden aufzubauen, um das Ganze zu entzerren, mit beispielsweise Bratwurst oder Fischbrötchen. Aber das muss man genau überlegen, weil wir den Gastwirten auch den Umsatz nicht nehmen wollen. Und es sollte insgesamt auch ein breiteres Rahmenprogramm seitens der Stadt geben.

Plant Forchheim weitere Veranstaltungen, um den Kellerwald noch attraktiver zu machen?

Tatsächich ja. Neben dem Kellerwaldauftakt am 22. April und dem Annafest ab 21. Juli wird das Stück „Tod im Kellerwald“ des Statttheaters Forchheim am 17., 18., 24. und 25. Juni im Kellerwald aufgeführt.Unter dem Motto „Kultur im Kellerwald“ soll es künftig außerdem in jedem Quartal eine besondere kulturelle Veranstaltung geben. Lesungen, Aufführungen oder auch mal was für Kinder und Jugendliche. Da bin ich gerade dabei das mit Kulturamtsleiter Lorenz Deutsch und Annette Prechtel zu organisieren.

Was sind für Sie die Veranstaltungs-Highlights in diesem Jahr in Forchheim?

Natürlich das Annafest. Und ich freue mich, wenn der Festumzug in diesem Jahr auch wieder über die Piastenbrücke verläuft.

Das Gespräch führte Sabine Memmel

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