Stand heute sind es noch gut vier Monate bis das beliebteste Volksfest der Region startet, das Annafest.
Schon jetzt laufen die Planungen für das Fest auf Hochtouren. Vor allem nach den coronabedingten Ausfalljahren sind die Leute hungrig auf „ihr“ Annafest.
Das ist im 183. Jahr des Festes bisher geplant.
1. Wann steigt das Annafest?
Los geht es offiziell mit dem Bieranstich des Oberbürgermeisters auf dem Schindlerkeller am 21. Juli, 17 Uhr.
Bis zum 31. Juli sind die 23 Bierkeller im Kellerwald dann zwischen circa 11 und circa 23.30 Uhr geöffnet, täglich ab 13 Uhr herrscht Festbetrieb. Bereits am Donnerstag, 20. Juli, 11 Uhr, wird das Annafest mit der traditionellen Schlachtschüssel informell eröffnet.
Waren es im vergangenen Jahr an den elf Annafesttagen laut Schätzungen der Stadt etwa 250.000 Besucher, erhofft sich Forchheims Bürgermeister Udo Schönfelder in diesem Jahr wieder das Reißen der Marke von 300.000.
Aber so oder so: „Ich brauche kein spektakuläres Annafest; ein normales und ruhiges wäre auch schon perfekt“, sagt er.
2. Was wird in diesem Jahr alles geboten?
Besucher können sich im Großen und Ganzen auf ein Annafest wie 2022 einstellen, erklärt Schönfelder. Etwa 60 Schausteller werden einen oder mehrere Stände sowie Fahrgeschäfte betreiben, unter anderem das beliebte Riesenrad.
Am Samstag, 22. Juli, startet ab 15.30 Uhr der sogenannte kleine Annafestzug in diesem Jahr wieder vom Rathaus aus in den Kellerwald. Den großen Zug mit etwa 3000 Teilnehmern gibt es das nächste Mal erst wieder 2025 zu erleben.
Natürlich dürfen darüber hinaus auch die ermäßigten Kindertage (Dienstag und Donnerstag) sowie der Firmentag (Mittwoch) nicht fehlen.
3. Gibt es bereits ein fertiges Musikprogramm?
Wie einige Wirte bestätigen, feile man derzeit an den letzten Programmpunkten für die sieben Musikbühnen. Das detaillierte Programm soll laut Veranstalter erst im Juni bekanntgegeben werden.
Laut Udo Schönfelder wolle die Stadt bis dahin noch etwas mehr unterstützend eingreifen, auch weil es in der Vergangenheit wohl an der einen oder anderen Stelle zu Unmut zwischen den Wirten geführt hatte.
4. Wie komme ich in diesem Jahr hin?
Bahn und Stadt gehen einhellig davon aus, dass die Piastenbrücke bis zum Annafest fertiggestellt sein wird.
„Dann wäre die Situation vor allem für Fußgänger und Radler wieder einfacher“, so Schönfelder. Überdies soll auch der Busfahrplan wieder angepasst werden, verspricht der Kellerwald-Bürgermeister und verweist auf das Landratsamt.
Und: Neben dem Großparkplatz (mit Park & Ride) im Forchheimer Süden wird auch der Parkplatz am Schloss Jägersburg bleiben – unabhängig von der Piastenbrücke.
5. Wird es wieder Sicherheitszäune auf den Kellern geben?
Zum Ärger mancher werden die Wirte auch in diesem Jahr wieder die umstrittenen Sicherheitsauflagen erfüllen müssen (Sicherheitsstreifen an maroden Geländern etwa, wegen denen manche Wirte weniger Tische aufstellen können).
Das im Stadtrat beschlossene Umwehrungskonzept sei bis zum Festbeginn nicht komplett realisierbar, so Schönfelder.
Das Sicherheitskonzept lehnt sich seiner Aussage nach stark an das von 2022 an, für nächstes Jahr wolle man aber einen zweiten Rettungsweg an den unteren Kellern installieren.
6. Was gibt es Neues in diesem Jahr?
Laut Bürgermeister Udo Schönfelder soll der neue Spielplatz, der die unteren Keller am Rappenkeller mit den oberen Kellern am Glockenkeller verbindet, bis Ende Juni fertig werden. Außerdem solle die Toilettenanlage am Weinstadel noch vor dem Fest erneuert werden.
7. Was wird das Bier kosten?
Beim Bierpreis halten sich die Festbierlieferanten und Wirte aktuell noch mit Aussagen zurück. Bürgermeister Schönfelder geht aber davon aus, dass eine Maß auch in diesem Jahr wieder mehr kosten wird. „Ich hoffe natürlich, dass der Preissprung beim Bier nicht so hoch ausfällt wie im letzten Jahr.“
Im Jahr 2022 hatte ein Liter Festbier schon beinahe elf Euro gekostet, diese Marke dürfte sehr wahrscheinlich in diesem Jahr gerissen werden.
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