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Gewerbeparkfest Kirchehrenbach
Podiumsdiskussion: So steht es um Klimaschutz und Fachkräfte
Bürgermeisterin Anja Gebhardt begrüßte vor der Podiumsdiskussion die Gäste.Hofleben: Der Hof der Familie Galster in Gosberg
Bürgermeisterin Anja Gebhardt begrüßte vor der Podiumsdiskussion die Gäste. // Foto: Thomas Weichert
Signet des Fränkischen Tags von Thomas Weichert
Kirchehrenbach – Prominente Politiker aus der Region diskutieren am Sonntag unter dem Festzeltdach. Klimaschutz und Fachkräftemangel standen dabei im Fokus. Moderiert wurde von FT-Chefreporter Stephan Großmann.

„Ohne uns passiert nix.“ Das steht auf den T-Shirts der beiden Vorsitzenden Mario Jungnickel und Konrad Sponsel von der Interessengemeinschaft (IG) Kirchehrenbach, die das Gewerbeparkfest und am Sonntagmittag auch die Podiumsdiskussion im Festzelt mit Umweltminister Thorsten Glauber (FW), Bundestagsabgeordneter Lisa Badum (Bündnis 90/Grüne) und den Landtagsabgeordneten Michael Hofmann (CSU) und Sabine Gross (SPD) organisiert haben. Die Diskussion der Politiker moderiert Stefan Großmann, Chefreporter bei fraenkischertag.de, der die Diskussionsschwerpunkte „Fachkräftemangel“ und „Naturschutz“ gesetzt hat. 

Bei der Podiumsdiskussion ging es vor allem um Fachkräftemangel und Naturschutz.Forchheim & Fränkische Schweiz
Bei der Podiumsdiskussion ging es vor allem um Fachkräftemangel und Naturschutz. // Foto: Thomas Weichert

Bürgermeisterin Anja Gebhardt (SPD) hält die Begrüßungsansprache. Sie freut sich über so viel „Politikerpräsenz“ und darüber, dass so viele gekommen waren. Großmann gibt einen kurzen Vorspann, um ins Thema einzusteigen. Die Probleme unserer Zeit werden immer komplexer. Dramatische Folge habe der Fachkräftemangel. Und lässt sich die Klimakrise noch abwenden? Für Thorsten Glauber steht fest, dass man es schaffen werde, dass unser Planet lebenswert bleibt. Dafür werde er als Umweltminister alles tun. Die wirtschaftliche Situation sei herausfordernd. Die Krise dürfe man nicht nur verwalten, sondern müsse sie selbst gestalten.

Landkreis Forchheim: In Sachen Klimaschutz hat sich schon viel getan

Sabine Gross erklärt, dass man den Klimawandel nicht aufhalten werden könne. Daher müsse man jetzt schon Maßnahmen zum Schutz des Klimas einleiten, auch wenn diese weh tun. Stichwort „Klimaresilienz“. Für Lisa Badum, Tochter eines Stuckateurs, müsse man den Klimaschutz mit dem Handwerk verbinden. Im Landkreis Forchheim tue sich in Sachen Klimaschutz schon viel. Kommunen taten sich zusammen, um Windparks (auf der Langen Meile) zu errichten und Kirchehrenbach hat eine Wärmeplanung in Auftrag gegeben.

Für Badum ist klar, dass Kommunen Unterstützung auf allen Ebenen bekommen müssen. Bayern habe jedoch das Klimaziel für 2040 abgeschwächt. Die Prioritäten von Söder und Aiwanger seien nun andere. Hier kontert Glauber später. Er rechnet vor, dass Bayern mit 73 Prozent erneuerbarer Energien auf Platz 1 in Deutschland liegt. Oberfranken sei inzwischen mit 42 Prozent an Windrädern Spitzenreiter in Bayern. 2030 werde man eine komplett andere Stromversorgung in Bayern haben.

Viele waren gekommen, um der Podiumsdiskussion mit FT-Chefreporter Stephan Großmann zu folgen.Forchheim & Fränkische Schweiz
Viele waren gekommen, um der Podiumsdiskussion mit FT-Chefreporter Stephan Großmann zu folgen. // Foto: Thomas Weichert

Für Michael Hofmann ist es entscheidend, mit welchen Fragen man der Klimakrise begegne und was die richtigen Maßnahmen dafür sind. Alleine in Deutschland werde man die Problemfälle nicht lösen können. Innovation und Forschung müssen laut Hofmann gefördert werden. Dazu brauche man als Partner die Wirtschaft. Deutschland müsse Motivation und Anreize schaffen, damit andere Länder mitgehen und nachziehen.

Einig waren sich alle vier Politiker, dass der Bürokratieabbau in allen Bereichen angegangen und schnell erfolgen müsse. Gerade das Handwerk sei die tragende Säule der Wirtschaft in Deutschland. Wobei man wieder bei dem Slogan der beiden Kirchehrenbacher IG-Chefs wäre: „Ohne uns passiert nix.“

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