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Reise zum Nachdenken
Lernen, lachen und leben in Kenia
Blick in ein Klassenzimmer der St.-Claire-Schule in Kiirua/KeniaForchheim & Fränkische Schweiz
Blick in ein Klassenzimmer der St.-Claire-Schule in Kiirua/Kenia // Pfarrer Muttam
Fröhliche Kinder in der St.-Claire-SchuleForchheim & Fränkische Schweiz
Fröhliche Kinder in der St.-Claire-Schule // Pfarrer Muttam
Signet des Fränkischen Tags von Heidi Amon
Weilersbach – Eine Reisegruppe um Pfarrer Muttam vergewisserte sich vor Ort, wie Spenden in Afrika eingesetzt werden. Zurück in Franken schildern die Teilnehmenden überwältigende Eindrücke.

Pfarrer Thomas Muttam weiß: Bildung ist das A und O für junge Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, deren Leben von Armut und Perspektivlosigkeit geprägt ist und die täglich um ihr Dasein und Durchkommen kämpfen. „Für sie ist Bildung der Wegweiser, der ihnen trotz oft schwieriger Umstände ein normales Leben ermöglicht.“ Vor acht Jahren, 2016, hat der Geistliche, der im Seelsorgebereich Fränkische Schweiz (auch Pfarrei St. Anna Weilersbach) tätig ist, die Kinderstiftung „Hoffnungsstrahl“ gegründet, die sich für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen einsetzt. Die Stiftung fördert Bildung, Erziehung, Berufsbildung sowie Jugend- und Behindertenhilfe weltweit. So wie in Kenia, in Kiirua, die St.-Claire-Schule.

Atemberaubende Reise

Nun hatte Pfarrer Muttam jüngst eine Stiftungsreise organisiert und sich mit einer elfköpfigen Reisegruppe auf den Weg in das afrikanische Land gemacht, um das Spendenprojekt zu besuchen und sich vor Ort ein Bild von der direkten Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern, den Ordensschwestern und Lehrkräften zu machen. Voller positiver und überwältigender Eindrücke erzählte Muttam nach seiner Rückkehr nicht nur von dem Besuch der Schule, sondern auch von einer „atemberaubenden Reise durch Kenia“. So war die Reisegruppe tief berührt über den herzlichen Empfang durch die 600 Schulkinder in der St.-Claire-Schule, der von Gesang und Jubel begleitet war. Es wurden die Klassenzimmer besichtigt, die Kinder präsentierten stolz ihre Lernerfolge, und es gab gegenseitige Fragen und Antworten.

Auch die mitreißende Atmosphäre beim Sonntagsgottesdienst und das Morgenritual der Kinder zeugten von der starken Gemeinschaft der Schule. Ein Highlight für die Kinder ist jedoch der von der Kinderstiftung finanzierte Spielplatz mit Rutschen, Hüpfburg und Sonnenschutz. Beim gemeinsamen Rutschen mit den Kindern erlebte die Reisegruppe aus Franken hautnah, wie viel Freude und Lebensqualität durch das Spendenprojekt ermöglicht wird. Und wie die Tage an der Schule deutlich zeigten und bestätigten, ist Bildung ein wichtiger Schlüssel, der das Leben junger Menschen besonders in einem Land wie Kenia verändern kann. Der Abschied von der Schule fiel dann allen schwer, denn „die Herzlichkeit und Dankbarkeit waren überwältigend“, so die einhellige Meinung.

Ein Land voller Kontraste

Doch nicht nur der Schulbesuch stand auf dem gut gefüllten Reiseplan, zu dem auch ein Treffen mit dem kenianischen Bischof John Oballa der Diözese Ngong gehörte. Die Gruppe erlebte ein Land voller Kontraste, Sehenswürdigkeiten und eine faszinierende Natur. Außerdem eine eindrucksvolle Gastfreundschaft der Menschen. Sie lernte bei einer Safari die Vielfalt der Tierwelt kennen, bekam Einblicke in die Kultur- und Handwerkskunst des Landes und lernte ein paar Worte der Landessprache Kisuaheli bei einem Aufenthalt in der „Sacred Heart Catholic Primary School“ in Kirima Kwa Wangu kennen, wo die Teilnehmenden mit den Schulkindern Volleyball und Fußball spielten und die Schule besichtigten. In der Hauptstadt Nairobi standen schließlich noch die Besuche des Nationalmuseums sowie des Don-Bosco-Wallfahrtsortes „Upper Hill“ an.

Aber auch ein Blick auf Kibera, den größten Slum Nairobis, hinterließ bleibende Eindrücke. Der letzte Tag führte ins Nyumbani-Heim für HIV-infizierte Kinder. Von der dort geleisteten Arbeit war man zutiefst beeindruckt, so Pfarrer Muttam. Mit unvergesslichen Erinnerungen im Gepäck trat die Reisegruppe aus dem Frankenland ihre Heimreise an. So mancher wird auch die Menschen nicht vergessen, die tagtäglich dafür eintreten, den jungen Leuten in Kenia Bildung und ein normales Leben zu ermöglichen.

Dankbarkeit überwältigend

Wie sagte doch nach Pfarrer Muttams Erzählung der Mitreisende Felix: „Die Offenheit und Dankbarkeit aller Menschen war für mich überwältigend.“ Oder Teilnehmerin Marita: „Die Reise hat mich auch nachdenklich gemacht. Wir sollten viel bewusster leben, dankbar sein und all das schätzen, was wir haben.“ Um die Projekte weiter unterstützen zu können, freut sich Pfarrer Muttam über jede Spende (Spendenkonto: DE09 7602 0070 0029 6411 61).

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