„Es macht mich glücklich, wenn ich durchs Wiesenttal zur Arbeit fahre und schon von weitem den Turm der Burg Feuerstein sehe. Für mich ist es nicht negativ, sondern es freut mich, dass ich zur Arbeit gehen kann“, sagt die 47-jährige Pädagogin Sabine Grüner. Sie ist die Nachfolgerin von Hans-Peter Kaulen und somit die neue Leiterin des Jugendhauses Burg Feuerstein.
Bereits 1997 hatte sie während ihres Studiums ein erstes Praktikum am Feuerstein gemacht. „Ich muss gestehen, dass ich als Kind nie am Feuerstein war“, verrät die gebürtige Fürtherin. Ihre Mutter fand den Feuerstein allerdings toll. „Das bedeutete damals für meinen Bruder und mich, dass das nichts für uns sein kann“, erzählt Sabine Grüner und lacht.
Während des Studiums machte sie ein Praktikum auf Burg Feuerstein
Während des Studiums machte sie dann 2002 aber doch ein Praktikum am Jugendhaus und arbeitete danach weiter ehrenamtlich hier: „Das hat mich so gefesselt und einfach nicht mehr losgelassen. Das Jugendhaus wurde meine zweite und auch spirituelle Heimat. Denn es ist ein Ort, wo christliche Werte gelebt und umgesetzt werden.“
Nach ihrem Studium begann sie hier im pädagogischen Bereich zu arbeiten. Schwerpunkt war die Erlebnispädagogik mit dem Hochseilgarten. Und sie kümmerte sich um die Trainerausbildung und die seelsorgerischen und spirituellen Angebote im Haus.
Das Haus macht Erlebnisse für Jugendliche möglich
„Ich finde es toll, dass wir solche Erfahrungen und Erlebnisse für die Jugendlichen möglich machen können, die diese weiterbringen. Sie können sich selbst reflektieren und dazu beitragen, die Welt zu verbessern“, erklärt Sabine Grüner und gesteht, dass sie eigentlich auch mal in die Erwachsenenbildung wechseln wollte: „Aber der Ort hier lässt mich einfach nicht los.“ Als dann Hans-Peter Kaulen in den Ruhestand ging, war seine Nachfolge für sie der nächste Schritt.
Zum 1. Juli hat sie die Leitung übernommen. Anders als sie und ihr Bruder sind ihre eigenen Kinder fasziniert vom Feuerstein und oft hier. „Gut, sie haben mich von klein auf hierher begleitet“, wendet Grüner ein und erklärt, dass man sich hier gut erden könne, gut zu sich selbst finde und in der Ruhe erkennen könne, wohin man im Leben wolle.
Nach Sanierung ist die Burg gut ausgebucht
Das Jugendhaus Burg Feuerstein ist gut ausgebucht und wurde in den letzten Jahren saniert. Es gibt ein umfangreiches Kursangebot. „Besonders ist hier die Lage mit der Klimastation, dem Zukunftswald oder dem Waldklimapfad“, sagt Grüner und zählt auf, dass es Ferien- und Wochenendkurse gebe, Pflanztage, erlebnispädagogische oder spirituelle Angebote.
„Die Jugendlichen lernen Ökologie, Nachhaltigkeit oder ihren ökologischen Fußabdruck kennen“, meint Grüner. Das Jugendhaus sei aber auch ein Beleghaus vorwiegend für Jugendgruppen und Schulklassen.
Hinter der anerkannten Jugendbildungsstätte steht die katholische Kirche. Die Einrichtung erhält auch Zuschüsse vom Jugendring und wird von der Arbeitsgemeinschaft katholisch-sozialer Bildungswerke unterstützt.
„Jedes Jahr gibt es auch einen Jugendaustausch mit dem Senegal“, berichtet Grüner. Jugendliche von hier können das Leben im Senegal kennenlernen und junge Senegalesen kommen an den Feuerstein. „Sie sammeln dabei wichtige Erfahrungen, die sie auch prägen“, stellt Sabine Grüner fest und schwärmt noch einmal von der tollen Lage am Feuerstein: „Hier hat man die beste Möglichkeit, Nachhaltigkeit in die Bildung einzubringen und die Schöpfung und den Umgang mit der Natur kennenzulernen.“
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