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Fensterbrettla
Innovation auf Gottes Acker
Andreas Wolfger
Andreas Wolfger // Stefan Grossmann
Signet des Fränkischen Tags
Forchheim – Die Stadt Forchheim plant, die städtischen Friedhofsgebühren zu erhöhen. Unser Autor beschäftigt sich seit neuestem in seiner Freizeit auch damit, wie man derartige Stätten finanziert.

Seit Jüngstem habe ich ein neues Hobby: Wenn die Arbeit getan ist und die Kinder im Bett liegen, betätige ich mich, bevor ich mich selbst ins Land der Träume verabschiede, noch als Friedhofsgärtner und Totengräber. Möglich ist dies dank des Computerspiels "Graveyard Keeper" von 2018, welches ich mir zugegebenermaßen aus morbider Neugier als Sonderangebot gekauft habe.

In diesem Spiel übernimmt man die Rolle einer armen Seele, die aus ungeklärten Gründen dazu verdammt ist, sich um den Friedhof eines Ortes zu kümmern. Selbstverständlich ohne Bezahlung. Eine Friedhofssatzung gibt es in dem Spiel nicht. Und auch keine Gebühren. Dennoch kommt regelmäßig der Vorgesetzte vorbei, um zu kontrollieren, dass der Spieler seine Arbeit gewissenhaft erledigt und die Gräber ordentlich gepflegt sind.

Gärtnern auf dem Friedhof

Dummerweise kosten die Materialien, die man hierfür benötigt, jede Menge Geld. Es obliegt folglich dem Spieler, Innovationsgeist zu zeigen und neben seiner eigentlichen Aufgabe weitere Geschäftsfelder zu erschließen, um den Unterhalt des Friedhofs zu finanzieren.

Eine Option, die sich bereits recht früh anbietet, ist der Anbau von Gemüsesorten wie Karotten, Rüben und Kohl, die man im Anschluss zur Zufriedenheit aller an die Bewohner des Ortes verkauft. Auf die Forchheimer Realität lässt sich dieses Modell der Friedhofsfinanzierung vermutlich jedoch wohl eher nicht übertragen. Zum Glück können Kommunen hier ja aber Friedhofsgebühren erheben. Radieschen gibt es in dem Spiel übrigens merkwürdigerweise nicht. 

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