Die Pressemeldung der Stadt Forchheim überrascht am Donnerstagnachmittag alle: Forchheim hat endlich wieder eine City-Managerin. Das ist mal wirklich eine gute Nachricht.
Vor allem für Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (SPD). In Sachen Forchheimer Innenstadt stand er die letzten Monate im Dauerfeuer der Kritik - auch weil es nicht gelang, das City-Management neu zu besetzen.
Der Stadtrat konnte sich lange nicht einigen, jetzt hat man sich zusammengerauft
In nicht-öffentlichen Personalsenatssitzungen muss es immer wieder hoch hergegangen sein. Einig wurden sich die Fraktionen bei der Besetzung der Stelle nie. Sogar Bewerber für die Stelle kamen aus der Deckung und kritisierten Stadtverwaltung und Stadtrat für ihr halbherziges Vorgehen. Dabei liege Forchheims City doch im Sterben.
Nun ist endlich eine Einigung gelungen. Für den Patienten Innenstadt bringt sie hoffentlich die dringend nötige Medizin.
Über die neue City-Managerin Susanne Winter ist freilich bislang wenig bekannt. Doch die wenigen Eckdaten überzeugen schon mal: Sie kommt aus der Region und weiß, wie die Menschen hier ticken. Die letzten Jahre hat sie in Berlin gearbeitet. Das gibt ihr einen frischen Blick von außen auf Forchheims City. Das kann nur von Vorteil sein.
Die Herausforderungen für Winter werden groß sein, doch die City braucht jetzt dringend Hilfe
Leicht wird die Aufgabe sicher nicht. Schließlich wird Winter immer wieder zwischen allen Stühlen sitzen. Schon die Fraktionen im Stadtrat sind sich selten einig, wenn es um die Entwicklung der Innenstadt geht. Und auch die Interessen von Gastronomen, Einzelhändlern und Anwohnern sind nur selten deckungsgleich, wie die Erfahrung zeigt. Winter wird Brücken bauen müssen, wenn sie die Wunden in Forchheims Innenstadt heilen will.
Dabei kann man ihr nur viel Erfolg und eine ruhige Hand wünschen. Denn Forchheims City zu revitalisieren, gleicht einer Operation am lebendigen Herzen.
Lesen Sie auch:












