„Es gibt kein Gut, es gibt kein Böse, es gibt kein Schwarz, es gibt kein Weiß, es gibt Zahnlücken. Statt zu unterdrücken, gibt’s Erdbeereis auf Lebenszeit.“
Natürlich brauche ich Ihnen nicht zu erklären, dass diese weisen Worte aus dem nicht immer einfach zu verstehendem Munde Herbert Arthur Wiglev Clamor Grönemeyers stammen.
„Kinder an die Macht“: Rocksongoffenbarung aus dem Jahr 1986
Musiklegende, Stilikone, Generationenguru: „Kinder an die Macht“ heißt es in seinem erfolgreichen Rocksong aus dem Jahr 1986. Und es stimmt, „die Welt gehört in Kinderhände“.
Es stimmte damals und es stimmt heute. Was aber auch stimmt: Kinder sind nicht an der Macht, leider ganz im Gegenteil.
Kinder weltweit gefährdet und von Armut bedroht
In Deutschland sind aktuell 2,2 Millionen Kinder und Jugendliche von Armut bedroht, weltweit leben derzeit 449 Millionen Kinder in Konfliktgebieten.
Diese erschreckende Aufzählung ließe sich fortführen. Um den gesellschaftlichen Wert unseres Nachwuchses im Alltag zu bemessen, reichen aber schon
- eine Bahnfahrt durch Franken („Können Sie dafür sorgen, dass ihre Kinder nicht so laut reden?“),
- eine Radtour (Da wird schnell einmal gehupt und gemotzt, wenn das Kind – ob des fehlenden Gehwegs auf der Straße strampelnd – etwas länger braucht, um den Hügel hinauf zu schnaufen.)
- oder ein Gang in den Supermarkt, wo panische Mütter ihre Kinder lieber festgeklammert an der Hand durch die Gänge schleifen, um bloß kein Aufsehen zu erregen.
Das ist traurig.
Aber, und das können wir wie so vieles von unseren Kindern lernen, ganz oft sind die Gläser halbvoll statt halbleer.
Persönliche Entscheidung: Optimist oder Pessimist?
Es gibt sie nämlich doch überall, die Nichtnörgler, die Ich-lasse-jeden-sein-Ding-Macher, die Verständnisvollen, die Hilfsbereiten, die Kinderlieben.
Und der motzende Rest? „Wird in Grund und Boden gelacht.“
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