Haben Sie schon einen Kalender für 2024 an der Wand hängen? Für alle, die noch keinen haben, möchte ich eine Empfehlung an Sie weiterreichen, die mir Facebook kürzlich in meine Timeline gespült hat. Es handelt sich um einen Kalender mit dem vielsagenden Titel „Dogs pooping in beautiful places“. Zu deutsch also: „Hunde, die an schönen Orten kacken“. Zum Beispiel auf einer Blumenwiese oder am Meeresufer.
Besser im Laden vor Ort einkaufen?
Von derartig erbaulichen Produkten gibt es noch mehr im Angebot, wenn man sich so durchs Internet klickt. Zum Beispiel den Bildband „Fickende Tiere“, das illustrierte Kartenspiel „Kotze-Quartett“, oder den Ratgeber „Die Kunst des Furzens“, erhältlich digital für den Kindle oder als gebundenes Buch. Nicht zu vergessen: „Das große Sperma-Kochbuch“.
Sie finden es ziemlich irre, dass es solche Produkte tatsächlich gibt? Und dass es deswegen besser wäre, nicht im Internet einzukaufen, sondern im Laden vor Ort? Das habe ich bis gestern auch gedacht. Da habe ich eingekauft. Vor Ort in einem richtigen Laden. Bei den Süßigkeiten lächelte mich ein Schoko-Osterhase in Alufolie an. Und im Ramschregal mit der reduzierten Ware kurz vor der Kasse lagen noch jede Menge Reste von Weihnachten: Lebkuchen, Zimtpralinen, Stollen.
Wenn alles gleichzeitig stattfindet
Also Konsumirrsinn auch im echten Leben. Denn dass Weihnachts- und Oster-Süßkram tatsächlich mal gleichzeitig im Laden liegen, hätte ich wirklich nicht erwartet, noch zu erleben. Aber einen Vorteil hat das Ganze dann doch. Denn wenn demnach ohnehin alles gleichzeitig stattfindet, braucht man auch keinen Kalender mehr.
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