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Kritik am Schotter
Walberlafest: Gemeinde will Weg dauerhaft befestigen
So war das Walberlafest 2024Forchheim & Fränkische Schweiz
So war das Walberlafest 2024 // Klupp
Signet des Fränkischen Tags von Thomas Weichert
Kirchehrenbach – Der Zufahrtsweg von Kirchehrenbach aufs Walberla steht in der Kritik. Der Schotter könnte beim nächsten Starkregen wieder nach unten gespült werden. Es wäre nicht das erste Mal.

Das Walberlafest vom Wochenende hatte prompt am Montagabend ein Nachspiel in der Gemeinderatssitzung in Kirchehrenbach. „Ich habe mich sehr gefreut, dass wir das familienfreundliche Walberlafest wieder feiern konnten“, sagte Anja Gebhardt (SPD) am Ende ihres Bürgermeisterberichts. Ihr Stellvertreter Michael Knörlein (CSU) nahm dies zum Anlass, auf den seiner Meinung nach schlechten Zustand im oberen Zufahrtsweg von Kirchehrenbach aus kommend hinzuweisen.

Vor dem Walberlafest wurde dieser steile Streckenabschnitt zum Walberla-Plateau von der Gemeinde mit Schotter mehr oder weniger befestigt und begradigt. Dadurch sei laut Knörlein den Umständen entsprechend eine relativ gute Zufahrt auf den Berg möglich gewesen. Dennoch sei dies unbefriedigend, da alle wüssten, dass diese Lösung nicht von Dauer sein werde. Denn schon beim nächsten Starkregen werde es die losen Schottermassen wie in der Vergangenheit auch schon nach unten ins Tal in den Trockenrasen schwemmen.

Den Minister darauf hingewiesen

Knörlein und seine Mitstreiter von der CSU hatten beim Walberlafest auch den bayerischen Umweltminister Thorsten Glauber (FW) und den Forchheimer Landrat Hermann Ulm (CSU) sowie weitere überörtliche Mandatsträger auf diesen unguten Umstand hingewiesen. „In den Gesprächen konnten wir heraushören, dass sie persönlich einer grundsätzlichen Befestigung positiv gegenüberstehen“, erklärte Knörlein.

Alle wüssten aber auch, dass es dazu massive Gegenströmungen von Umweltverbänden und ähnlichen Organisationen gebe, die dies verhindern wollten. Diese würden nur das Walberlafest sehen, aber den ganzjährigen Besucherzustrom auf den Berg ignorieren, meinte Knörlein. „Das Walberla ist aber ein viel genutztes und ich denke auch von uns gewolltes Naherholungsgebiet und kein Museum“, betonte der Kirchehrenbacher CSU-Chef.

Rettungswege auf den Hausberg seien nötig

Zudem werde von den Rettungsdiensten immer wieder eine ordentliche Befestigung der Zufahrt angemahnt, denn diese müssten ganzjährig bereit sein, das Plateau erreichen zu können. Deshalb solle der Gemeinderat trotz aller Widerstände weiterhin versuchen, eine dauerhafte Wegebefestigung mit einer Asphaltschicht oder Ähnlichem zu erreichen. Damit sei der Natur mehr gedient, weil dann die Besucher auch auf den befestigten Wegen bleiben würden.

Johannes Schnitzerlein (CSU) informierte dazu, dass Asphalt im Naturschutzgebiet sowohl für den Minister als auch den Landrat keinesfalls infrage käme. Schnitzerlein will bei den Gesprächen aber erfahren haben, dass Glauber und Ulm mit Betonpflaster gut leben könnten, vorzugsweise wasserdurchlässigen Rasengittersteinen.

Vizebürgermeister Knörlein: Naturschutz ja – aber der Mensch geht vor

Knörlein berichtete auch von seiner Wahrnehmung, dass man im „steinernen Gässchen“ wieder gut beobachten konnte, wie schwierig das Gehen da rauf für die Besucher schon bei Tageslicht sei, wenn der asphaltierte Weg endet. „Sollte die Genehmigung einer dauerhaften Befestigung weiterhin verhindert werden, so sollte unser Gemeinderat jegliche Verantwortung ablehnen, die aus Unfällen oder wegen Nichterreichbarkeit der Rettungsdienste entstehen“, appellierte Knörlein an seine Kollegen im Ratsgremium. „Naturschutz ja – aber der Mensch geht vor“, betonte der Vizebürgermeister.

Wie Bürgermeisterin Gebhardt dazu informierte, sei sie deshalb auch schon länger im Gespräch mit Vertretern der oberen Naturschutzbehörde bei der Bezirksregierung von Oberfranken.

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