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Unmut in Behringersmühle
Wann ist die Straße nach Gößweinstein wieder befahrbar?
Die Straße zwischen Behringersmühle und Gößweinstein als Baustelle.Forchheim & Fränkische Schweiz
Die Straße zwischen Behringersmühle und Gößweinstein als Baustelle. // T. Weichert/Archiv
Signet des Fränkischen Tags von Thomas Weichert
Behringersmühle – Den Menschen in Behringersmühle brennen etliche Themen unter den Nägeln. Vor allem die Verbindung nach Gößweinstein beschäftigt sie: Die Straße ist seit dem Unwetter im August noch immer gesperrt.

„Wie sind Sie denn hier runtergekommen?“, wollte Uwe Karlisch während der Bürgerversammlung im Gasthof „Zur Behringersmühle“ in Behringersmühle von Bürgermeister Hanngörg Zimmermann (FW) wissen. Natürlich über den Sachsenmühler Berg, da ja der Behringersmühler Berg nach wie vor gesperrt ist.

„Können Sie sich mal kundig machen, ob diese Straße erneuert wird?“, legte Karlisch nach. Denn er sei da kürzlich mit dem Fahrrad heruntergefahren und dabei sei ihm himmelangst geworden: Ein Schlagloch nach dem anderen, eines größer als das andere. Es sei verwunderlich, dass diese Straße aufgrund des äußerst maroden Zustands überhaupt noch befahren werden dürfe. Wie Zimmermann erklärte, handele es sich um eine Staatsstraße.

Für jede Zitrone müssen die Menschen lange Umwege in Kauf nehmen

Mehrfach sei er schon an die Verantwortlichen beim Staatlichen Bauamt Bamberg herangetreten. Zuletzt vor einer Woche. Aktueller Sachstand sei, dass auf der Straße demnächst Bodenuntersuchungen stattfänden. Wann die Beprobung des Berges genau stattfinde, könne er aber nicht sagen.

Edith Schmitt fragte, wie lange der Behringersmühler Berg noch gesperrt bleibt. Die Behringersmühler hätten im Ort keine Einkaufsmöglichkeit, außer für Fleisch und Wurst. Sie müssten also wegen jeder Zitrone den langen Umweg über Sachsenmühle zu den Einkaufsmärkten in Gößweinstein fahren. Und der Metzger habe jetzt auch noch Urlaub.

Zimmermann konnte kein genaues Datum nennen, wann der Behringersmühler Berg wieder befahrbar sein wird. Es werde aber mit Hochdruck daran gearbeitet, die Straße nach dem verheerenden Unwetter vom 17. August wieder herzustellen.

Erst Ostern fertig?

Mirko Winkler von Hotel Behringers spricht täglich mit den Arbeitern vor Ort. Von einem habe er kurz vor der Bürgerversammlung erfahren, dass die Bergstraße heuer definitiv nicht mehr fertig wird − eher zu Ostern nächstes Jahr.

Susanne Dufey beschwerte sich, dass über ihrem Haus ein 40 Meter hoher Mobilfunkmast gebaut wurde und das mitten im FFH-Gebiet, also einer Zone für Natur – und Landschaftsschutz. Sie hat auch Angst vor der Strahlung. Ein Wölmer sah das anders. Durch den Mast habe er endlich in Wölm Handyempfang und die Strahlung am Handy sei nun viel geringer.

Auch weitere Anlieger beschwerten sich, dass sie die Gemeinde über den Funkmastbau nicht vorher informiert habe. „Wir bekamen vom Betreiber nur einen Brief und sollten unterschreiben“, sagte Carola Kuhn. Dazu erklärte Zimmermann, dass ein Funkmast ein privilegiertes Bauvorhaben sei und die Gemeinde darauf keinen Einfluss habe. Zehn neue Funkmasten wurden im Gemeindegebiet errichtet.

Chaoten treiben ihr Unwesen am Ailsbach

Der Fischwasserberechtigte Ferdinand Heinlein setzte ein weiteres Thema auf die Agenda: Vor eineinhalb Jahren etwa hätten Chaoten eine Ruhebank in den Ailsbach geworfen. Dort liegt sie immer noch, und ist schon eingewachsen. Heinlein beklagte auch, dass er schon einige Schwarzfischer aus der Flüchtlingsunterkunft des ehemaligen BRK-Heims erwischt habe.

Es sollen fünf Ukrainer mit Angelruten gewesen sein. Die hätten ihn beschimpft und bedroht und nach seinem Hund getreten. Erst als er das Wort „Polizei“ sagte, seien sie verschwunden.

„In der Püttlach kann kein Fliegenfischer mehr fischen, weil die Uferstreifen alle verbuscht sind“, klagte Edith Schmitt. Sie war lange für die Ausgabe der Fischereischeine zuständig.

Einst Perle der Gemeinde

Das Fischwasser hat die Gemeinde vom Baron von Trockau gepachtet und sei daher dafür zuständig. „Das war eine Perle für die Gemeinde, nun aber bleibt die Rute in den Ästen hängen. Ich bin entsetzt, wie das Fischwasser nach einem Jahr aussieht“, so Schmitt.

Kritisiert wurde zudem, dass die Gemeindeverbindungsstraße hoch zum Schweigelberg zuwächst. Auch stehe am dortigen Wanderweg keine einzige Bank mehr. Für das Lichtraumprofil dieser Straße sei die Gemeinde zuständig. „Warum wird hier der Bauhof nicht tätig?“, war die Frage aus der Versammlung.

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