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Für Bayreuth in den Bundestag
Grünen-Kandidatin Inken Bößert wirbt für Mut zur Veränderung
Inken BößertForchheim & Fränkische Schweiz
Inken Bößert ist Kandidatin von Bündnis 90/Die Grünen zur Bundestagswahl im Wahlkreis 236 (Bayreuth/Forchheim). // (c) Molders
Bayreuth/Forchheim – Innerhalb nur eines Jahres vom Mitglied zur Direktkandidatin: Inken Bößert tritt für Bündnis 90/Die Grünen bei der Bundestagswahl an. Was sie motiviert und welche Themen ihr besonders wichtig sind.

Bei Inken Bößert gibt es keine halben Sachen. Erst seit dem vergangenen Jahr ist sie Mitglied bei Bündnis 90/Die Grünen. Im Sommer wurde sie zur Kreisvorsitzenden des Kreisverbandes Bayreuth-Stadt gewählt. Jetzt tritt sie als Direktkandidatin zur Bundestagswahl an. Damit ist sie auch für Teile des Landkreises Forchheim zuständig.

1970 in Wuppertal geboren und aufgewachsen im bergischen Land, hat Bößert viele berufliche Stationen hinter sich. Sie studierte BWL mit dem Schwerpunkt Non-Profit-Organisation in Trier und war anschließend für verschiedene kulturelle Einrichtungen tätig, unter anderem in Völklingen, Dresden und Darmstadt. Die Kultur war schon immer ihre Leidenschaft. 2008 verschlug es Bößert und ihren Lebensgefährten nach Bayreuth. Dort lebt das Paar zusammen mit seinen drei Kindern.

Bößert ist als selbstständige Beraterin tätig und unterstützt kulturelle Einrichtungen im Bereich Management und Marketing. Zusätzlich arbeitet sie in Teilzeit am Iwalewahaus der Universität Bayreuth, eine Einrichtung, die sich afrikanischer Kunst widmet. Auch wenn die 54-Jährige ihre politische Karriere erst 2024 gestartet hat, spielte gesellschaftliches Engagement schon immer eine große Rolle in ihrem Leben. Während des Studiums half sie bei der Gründung einer Partei und war Vorsitzende der Fachschaft Kunstgeschichte. Heute engagiert Bößert sich im Elternbeirat und ist Vorsitzende des Fördervereins am Mark­gräfin-Wilhel­mine-Gym­n­asium Bay­reuth. Darüber entstand auch der Kontakt zu Ulf Boderius, ebenfalls Kreisvorsitzender bei den Grünen in Bayreuth-Stadt. 

Inken Bößert: Klimawandel und Gleichberechtigung

„Die Grünen vertreten für mich alle Werte, die für mich in einer Demokratie und für ein funktionierendes Land wichtig sind“, erklärt Bößert. Der Klimawandel sei nach wie vor eines der größten Probleme, daher sei es wichtig, den Fokus daraufzulegen. Ein Thema, das, wenn man es richtig angehe, Deutschland auch wirtschaftlich wieder nach Vorne bringen könne. 

Die Gleichberechtigung steht bei Bößert ebenfalls ganz oben auf der Liste. „Man muss Strukturen schaffen, damit Frauen beruflich tätig sein können, wenn Sie möchten.“ Dazu brauche es unter anderem ausreichend Kindergartenplätze und Pflegeangebote. 


 +++ Am 23. Februar wählt Deutschland einen neuen Bundestag. Wenn um 18 Uhr die Wahllokale schließen, beginnt die Auszählung. Hier finden Sie immer aktuell den Stand der Auszählung für den gesamten Wahlkreis Bayreuth und alle Gemeinden einzeln. +++


 

Grünen-Kandidatin fordert Mut für Neues

Ansonsten ist der Politikerin für den Wahlkampf etwas ganz anderes besonders wichtig: Zuversicht vermitteln, zuhören, Zusammenhalt stärken.  „Ich weiß, wie schwierig es ist, sich von alten Konzepten zu verabschieden und neue zuzulassen“. Trotzdem sei es an der Zeit, mutig neue Lösungen für Probleme zu wagen. 

Vom Bashing seitens CSU und Co. gegen ihre Partei lässt sich Bößert nicht aus der Ruhe bringen. Derartiges Verhalten sage viel über die aus, die es betreiben. „Das ist manchmal so substanzlos, dass es weh tut. Und es ist vor allem respektlos“, findet Bößert. Im Gegenzug schwärmt sie vom wertschätzenden Umgang in der eigenen Partei: „Ich liebe es, dass da ein offenes Ohr ist, dass da diskutiert wird, dass Meinung ausgetauscht wird und dass das aber mit einer unglaublichen Wertschätzung stattfindet.“ All das seien Werte, die auch in der Gesellschaft als Ganzes enorm wichtig seien. 

Mit Kanzlerkandidat Robert Habeck ist Bößert mehr als zufrieden: „Da passt einfach sehr, sehr viel –vom fachlichen, vom inhaltlichen, wie er Sachen umsetzt bis hin zum menschlichen.“ Bößert brennt für ihre Partei. Daher kann sie sich eine Regierungsbeteiligung der Grünen für die kommende Wahlperiode vorstellen. Die Grünen seien eine mutige Partei, die in vielen Dingen zu den Vorreitern gehöre. 

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