Für Demokratie und Klimaschutz auf die Straße gehen. So lautete der Aufruf am Freitag an die Menschen in Forchheim. Gegen Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus sollten die Menschen der Königsstadt wieder auf die Straße gehen. Der Aufruf bleibt nicht ungehört. Insgesamt rund 800 Teilnehmer zählten Veranstalter und Polizei am Höhepunkt der Veranstaltung auf dem Paradeplatz. Mit bunten, selbst gebastelten und meist sehr kreativen Demo-Plakaten zogen sie alle vom Forchheimer Le Perreux-Park über die Hauptstraße zum frisch sanierten Paradeplatz im Herzen der Innenstadt.
Klicken Sie sich hier durch die Bildergalerie der Demonstration in Forchheim:
Neben den vielen engagierten Forchheimer Vereinen, die in Teilen auch an der Organisation des Demozugs beteiligt waren, nahmen auch einige Forchheimer Politiker teil. Während die Stadt- und Landkreisoberhäupter Uwe Kirschstein (SPD) und Hermann Ulm (CSU) jeweils mit Redebeiträgen an der Veranstaltung teilnahmen, schlossen sich einige Stadt- und Kreisräte solidarisch dem Demozug an, unter anderem vertreten waren Mandatsträger der SPD, Grünen und Freien Wähler. Auch Bundestagsabgeordnete und -kandidatin Lisa Badum (Grüne) war vor Ort.
Forchheims OB Kirschstein: „Berlin sollte sich Beispiel an den Kommunen nehmen“
Vor dem eigentlichen Demozug in Richtung Paradeplatz erhalten OB Kirschstein und Landrat Ulm das Wort. Beide erinnern an den gestrigen Anschlag bei einer Verdi-Demonstration in München, beide mahnen unter diesen Umständen vor einer weiteren Spaltung der Gesellschaft und beide Lokalpolitiker sehen toxische Diskussionen und Wortgefechte im politischen Berlin als eine der Hauptgründe. „Während in Berlin große Worte gesprochen werden, machen wir in den Kommunen miteinander etwas für den Klimaschutz“, erzählt Oberbürgermeister Kirschstein vor der Menschenmenge.
Dass es in den Kommunen auch demokratisch und miteinander funktioniert, sieht Landrat Ulm auch anhand des Beispiels dieser Veranstaltung: „Der Aufruf dieser Veranstaltung ist richtig und wichtig, sie bringt alle demokratischen Kräfte hier zusammen“, so der Landrat in seinem Redebeitrag. Besonders während einer so krisenreichen Zeit wie derzeit sei ein solcher Zusammenhalt unglaublich wichtig, mahnt Landrat Ulm.
Demokratie-Demo Forchheim: Erneuter Aufruf zur Wahl
Gleichzeitig warben viele der Redner nochmals für die Wichtigkeit der kommenden Bundestagswahl. „Wir dürfen uns nicht von Nationalisten spalten lassen, deshalb ist diese Wahl auch so wichtig“, erinnert etwa Pfarrer Knut Cramer im Auftrag der katholischen und evangelischen Kirchen Forchheims. „Das effektivste Werkzeug, um dem Ausbreiten des politischen Extremismus entgegenzutreten, ist der Gang zur Wahlurne“, sagt Redner Felix Mönius vom Bündnis gegen Extremismus jeder Art (BügEx).
Dafür haben die Menschen aus Forchheim demonstriert
Weg zum Paradeplatz
Friedlich, ruhig und mit guter Stimmung verlief die Demonstration auf dem Weg zum Paradeplatz. Trotz des gestrigen Anschlags in München. Während sich die einzelnen Redebeiträge im Rahmen der Veranstaltung mehr auf den Demokratie-Aspekt der Demonstration konzentrieren, gingen die immer wieder angestimmten Demorufe eher in die Klimaschutz-Richtung. So erklingen etwa Rufe wie „Wenn wir weiter pennen, wird die Erde brennen“ und „Billigflüge sind eine Lüge“, bei dem Gruppenmarsch durch die Forchheimer Hauptstraße.





























