Der Tradition folgend, lud die Stadt Forchheim auch in diesem Jahr die aktiven Feuerwehrleute aller fünf Freiwilligen Wehren der Stadt zu einem Ehrungsabend in den Gemeindesaal Don Bosco ein.
Oberbürgermeister Uwe Kirschstein eröffnete die Veranstaltung und begrüßte laut einer Pressemitteilung neben den zahlreich erschienenen Aktiven besonders Landrat Hermann Ulm, Bürgermeister Udo Schönfelder, Kreisbrandrat Oliver Flake, den Vorsitzenden der Feuerwehr Forchheim Josua Flierl und Stadtbrandinspektor Jürgen Mittermeier.
Mit einem Dank an die Feuerwehrkapelle begann der Oberbürgermeister seine kurze Ansprache. Er dankte zunächst allen Aktiven der Wehren für ihre geleistete Arbeit. Er wies weiter darauf hin, dass auch bei der derzeit knappen Haushaltslage die finanzielle Unterstützung der Feuerwehren im Stadtgebiet weiterhin gesichert bleibe. Weiter erklärte Kirschstein, dass im Frühjahr 2025 definitiv mit dem Bau des neuen Gerätehauses neben dem Gelände des SV Buckenhofen begonnen werde.
Die Rede von Stadtbrandinspektor Jürgen Mittermeier
In seinem Grußwort erklärte Stadtbrandinspektor Jürgen Mittermeier, dass die Feuerwehr für die meisten kein Beruf, sondern eine Berufung sei. Man merke dies an der unermüdlichen Bereitschaft der Feuerwehrkameraden, an Übungs- und Einsatzdiensten teilzunehmen.
„Menschen, die bereit sind, ihre Zeit und Energie zu opfern, um anderen in Not zu helfen. Ihr Mut, ihre Entschlossenheit und ihre Bereitschaft, in gefährlichen Situationen zu handeln, sind einfach bewundernswert“, sagte Mittermeier. Tag und Nacht einsatzbereit zu sein, werde als selbstverständlich bei den meisten Mitbürgern angesehen. Das dürfe aber nicht sein.
Feuerwehr eine Pflichtaufgabe
Auch wenn es bei den Finanzen der Stadt Forchheim im Moment nicht besonders rosig aussehe, solle nicht vergessen werden, dass im Gegensatz zu manch anderen Projekten, die in Forchheim gestartet worden seien, die Feuerwehren eine Pflichtaufgabe der Gemeinden darstellten.
Kritik: 23 Millionen für das Königsbad Forchheim
Gerätehäuser, die ins Alter gekommen seien und ein nicht unterschätzbares Sicherheitsrisiko darstellten, müssten erneuert und auf den Stand der Technik gebracht werden beziehungsweise neu erstellt werden. Wenn man erfahre, dass das Königsbad für geschätzte 23 Millionen Euro instandgesetzt werde, müsse man sich fragen, mit welchen Prioritäten in Forchheim gearbeitet werde.
„Ich gehe davon aus, dass − wenn die Politik weiter so agiert − sich der ein oder andere Kamerad frühzeitig aus dem aktiven Dienst verabschiedet“, so der Stadtbrandinspektor. Wertschätzung sehe anders aus. Wie könne es sonst sein, dass „von 40 Stadträten ganze zwölf am heutigen Ehrungsabend aller fünf Forchheimer Feuerwehren ihr Interesse an der städtischen Institution zeigen?“ Die Feuerwehr Forchheim-Stadt sei bereits an der Belastungsgrenze angekommen − mit bisher 270 Einsätzen in 2024.
Mittermeier: „Den heute Geehrten gilt mein persönlicher Dank für die vielen Jahre Feuerwehrdienst, die sie geleistet haben. Ich darf aber auch den Familien und Partnern danken, die oft im Hintergrund stehen und die Feuerwehrleute unterstützen. Ihr Verständnis und ihre Geduld sind von unschätzbarem Wert.“
Feuerwehr Forchheim an Leistungsgrenze
Auch Kreisbrandrat Oliver Flake bat den Stadtrat eindringlich, abgegebene Versprechen und Zeitlinien einzuhalten. Verzögerungen brächten Unzufriedenheit bei den Betroffenen. Die kommenden Jahre würden finanziell nicht einfacher, nicht nur in Forchheim, sondern auch im Landkreis. Gerade die Feuerwehr Forchheim sei mittlerweile bei ihrer Leistungsgrenze angekommen.
Die Feuerwehren der Stadt Forchheim absolvierten bereits jetzt einen Großteil aller Einsätze im gesamten Landkreis. Noch stärkere Herausforderungen, beispielsweise aufgrund des Klimawandels, könnten nur gemeinsam gemeistert werden.
Das sind die geehrten Feuerwehrler
Landrat Hermann Ulm, Oberbürgermeister Kirschstein, Flake sowie SBI Mittermeier verliehen anschließend die Auszeichnungen an die verdienten Feuerwehrler.
Das Feuerwehr-Ehrenzeichen des Bayerischen Staatsministers des Inneren erhielten für 25 Jahre aktiven Dienst in der FFW Buckenhofen Manuel Mickan, in der FFW Burk Michael Ackermann, Stefan Müller, Florian Weber und Tobias Posmek, in der FFW Forchheim Meike Szemeitat, Dennis Friedrich und Peter Becker.
Für 40 Jahre aktiven Dienst geehrt wurden von der FFW Kersbach Bernhard Wagner, Stephan Kern und KBR Oliver Flake, von der FFW Buckenhofen Roland Zocher, von der FFW Forchheim Heinz Bedürftig und von der Feuerwehr Reuth Armin Klaus.
Eine besondere Ehre wurde Ludwig Gügel von der FFW Burk zuteil, der 50 Jahre in seiner Feuerwehr aktiven Dienst leistete und mit dem großen Ehrenzeichen des Innenministers ausgezeichnet wurde.
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