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Resolution des Gemeinderat
Eggolsheim positioniert sich gegen Rechtsextremismus
Demo für Demokratie in ForchheimDemo für Demokratie in Forchheim
Demo gegen Rechtsextremismus - hier in Forchheim am 2. Februar 2024 // Stephan Großmann
Signet des Fränkischen Tags von Johannes Theiler
Eggolsheim – Auf Anregung des Gemeinderats Hans-Jürgen Dittmann (CSU) beschloss der Marktgemeinderat Eggolsheim angesichts der aktuellen Entwicklungen und Trends, ein Statement gegen Rechtsextremismus, Populismus und Rassismus abzugeben.

„Die Resolution soll uns im Alltag Rückhalt geben“, formulierte Dittmann seine Intention. Rückhalt, dass sich der Marktgemeinderat mit weniger Scheu und weniger Ängstlichkeit der drohenden Veränderung im Weltgeschehen aktiv gegen „rechts“ entgegenstellen könne.

Auch wenn die Unterbringung von Asylanten in Eggolsheim nicht wirklich ein Problem sei, „gab es auch in Eggolsheim Vorfälle in dieser Richtung“, bedauerte Bürgermeister Claus Schwarzmann (BB). Es seien Aufkleber und sogar Exkremente an Wohnungen von Asylbewerbern geschmiert worden, dies sei „Warnung genug“. Es liege im Bereich der örtlichen Verantwortlichen, dies zu bewerten.

Einstimmiger Beschluss

Der Marktgemeinderat beschloss einstimmig, das Engagement für die Förderung von Vielfalt, Toleranz, Menschenrechten und Inklusion in der Marktgemeinde zu bekräftigen und zu erneuern. Bürgermeister Schwarzmann verlas die Resolution.

Der Markt Eggolsheim sei eine weltoffene Gemeinschaft, die aus Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religionen, Geschlechter, sexueller Orientierung und Lebensweisen bestehe und danach strebe, ein Umfeld aufrechtzuerhalten, das die Einzigartigkeit und Vielfalt jedes Einzelnen respektiere und wertschätze.

Es würde jegliche Form von Extremismus verurteilt, sei es politischer, religiöser, ethnischer oder ideologischer Natur. Extremistische Ideologien würden die Grundwerte der Gesellschaft bedrohen und könnten potenziell zu Gewalt und Spaltung führen, weshalb hiergegen klar Stellung bezogen werde.

Brücken bauen

Der Marktgemeinderat werde sich dafür einsetzen, Brücken zwischen verschiedenen Gruppen zu bauen, Dialog und Verständnis fördern und gemeinsame Werte zu betonen, welche die Gesellschaft verbinden.

Man wolle wachsam sein, hinschauen, aufklären, Zivilcourage zeigen und öffentlich Stellung beziehen, immer dann, wenn es erforderlich sei. Jeder Bürger des Marktes Eggolsheim sei aufgefordert, es gleichzutun.

Bereits 2011 hatte der damalige Marktgemeinderat eine Resolution auf den Weg gebracht. Zudem ist Eggolsheim seitdem Mitglied bei der Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg.

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