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Millionenkredit und Breitband
Leutenbach: Offener Schlagabtausch zwischen Kraft und Weber
Das Rathaus in LeutenbachForchheim & Fränkische Schweiz
Das Rathaus in Leutenbach // Thomas Weichert
Leutenbach – Unter dem letzten Tagesordnungspunkt „Anfragen“ der jüngsten Sitzung ist es zu einem Schlagabtausch zwischen Bürgermeister Florian Kraft (FW) und Gemeinderat Reinhardt Weber (WVE) gekommen.

Zunächst informierte Bürgermeister Florian Kraft, dass die Gemeinde Leutenbach Mitglied im Förderverein des Wildparks Hundshaupten werde, was der Gemeinderat schon vor einiger Zeit beschlossen hatte. Der jährliche Mitgliedsbeitrag belaufe sich auf 96 Euro. Weiter informierte Kraft, dass am 21. März eine digitale Info-Veranstaltung der Telekom zum eigenwirtschaftlichen Breitbandausbau für Leutenbach und Dietzhof stattfinde und am 23. März eine Aktion für eine saubere Umwelt.

Karsten Römer (FWG) monierte sodann, dass der Radweg zum Sportplatz in Dietzhof inzwischen als „Autobahn“ genutzt werde. Besonders Fahrer von Paketdiensten sollen dort regelrecht durchrasen. Dies, so Römer, sollte unterbunden werden. Er schlug einen Absperrpfosten vor.

Straße zwischen Leutenbach und Hundsboden

Danach legte Gemeinderat Reinhardt Weber (WVE) mit seinen Fragen los. Wann zum Beispiel werde die Staatsstraße zwischen Hundsboden und Leutenbach saniert? Denn auf dieser maroden „Buckelpiste“ sei es schon zu tödlichen Verkehrsunfällen gekommen.

Dazu erklärte Kraft, dass an der Staatsstraße eventuell etwas verbessert werden soll, wenn bald in Leutenbach die Wasserleitung neu verlegt wird. Allerdings soll es sich dann nur um punktuelle Ausbesserungen auf der Staatsstraße handeln.

Dann forderte Weber einen Breitbandpaten zum Glasfaserausbau für die restlichen Leutenbacher Ortsteile.

Dazu erklärte der Rathauschef, dass man bereits in der Antragsstellung für einen Zuschuss für die Beratung durch einen externen Fachmann sei.

Nun wollte Weber wissen, wie das Ergebnis der Prüfung zum Bau des Pumptracks ausgefallen sei.

Kraft verwies dazu auf den Teil der folgenden nichtöffentlichen Sitzung, erklärte aber auch, dass die Prüfung für infrage kommende Grundstücke noch nicht abgeschlossen sei.

Kredit von 2,1 Millionen Euro

Zudem wollte Weber wissen, wie Kraft in seiner Antwort zur Gründung der Interessengemeinschaft „Aufbruch“ (wir berichteten) zu der Aussage kam, dass Leutenbach heuer 2,1 Millionen Euro als Kredit für den Bau von Wasser- und Abwasserleitungen aufnehmen müsse. Dies seien doch kostendeckende Einrichtungen, die nicht die Gemeinde, sondern die Anschlussteilnehmer bezahlen müssten.

Dazu erklärte Kraft, dass die Gemeinde diese Summen zwischenfinanzieren müsse. „Bis wir die Förderung bekommen, müssen wir den Kredit aufnehmen“, so Kraft. Wenn man alles in diesen Bereichen machen wolle, habe man ein Volumen von knapp fünf Millionen Euro. Dem entgegnete Weber, dass die Zwischenfinanzierung ja keine große Belastung für die Gemeinde darstelle.

Kraft verwies nun auf die übernächste Gemeinderatssitzung, in der die Haushaltsberatungen beginnen würden.

Wie hoch ist der Zeitaufwand?

Schließlich wollte Weber von Kraft auch noch wissen, wie viele Stunden er als ehrenamtlicher Bürgermeister für die Gemeinde tätig sei. „Wie ist konkret der Zeitaufwand dafür?“, fragte Weber.

Die Antwort gab Vizebürgermeister Roland Schmitt (WVO): „Wenn du alle Themen wahrnehmen willst, ist die halbe Woche weg.“

Der Tagesordnungspunkt zu den Themen „Energie und Klimaschutz“ bezüglich der Erstellung eines integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (Isek) für die Gesamtgemeinde wurde einstimmig abgesetzt. Dafür soll nun ein Fachbüro gesucht werden.

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