0
Gemeinde sucht nach Arealen
Wo wird der neue Mobilfunkmast in Gößweinstein gebaut?
Auf dieser Hangwiese oberhalb der gerade im Neubau befindlichen Behringersmühler Straße und unterhalb des ehemaligen Hallenbads könnten in Gößweinstein drei Bauparzellen zur Wohnbebauung auf Gemeindegrund entstehen.
Auf dieser Hangwiese oberhalb der gerade im Neubau befindlichen Behringersmühler Straße und unterhalb des ehemaligen Hallenbads könnten in Gößweinstein drei Bauparzellen zur Wohnbebauung auf Gemeindegrund entstehen. // Thomas Weichert
Gößweinstein – Ein umstrittener Mobilfunkmast löst eine Diskussion im Gemeinderat Gößweinstein aus. Die Politiker räumen mit einem Gerücht auf. Wo soll der Mast nun gebaut werden?

Während in Obertrubach ein Streit um den Bau eines Sendemasts im Ortsteil Geschwand voll entbrannt ist (wir berichteten) und der dortige Gemeinderat den Standort einstimmig ablehnte, sind ähnliche geplante Bauvorhaben in den Marktgemeinden Wiesenttal und Gößweinstein kein Problem. In der jüngsten Gößweinsteiner Marktgemeinderatssitzung in Morschreuth ging es nun um eine Anfrage der Deutschen Telekom, die einen Standort zur Errichtung einer neuen Mobilfunksendeanlage im Bereich der Gößweinsteiner Ortsteile Wölm und Moschendorf und des Wiesenttaler Ortsteils Engelhardsberg sucht. An dieser Standortsuche im vorgegeben Suchkreis will sich der Gößweinsteiner Gemeinderat mit eigenen Vorschlägen möglicherweise geeigneter Grundstücke in Gemeindebesitz aktiv beteiligen. Nach einem entsprechenden Gesetz und bestehenden Vereinbarungen über den Informationsaustausch und die Beteiligung von Kommunen beim Ausbau der Mobilfunknetze nehme man gerne die Möglichkeit zur Stellungnahme und zur Erörterung geplanter Standorte an, hieß es.

Gößweinstein sucht Grundstück für neuen Mobilfunkmast

Denn die Gemeinde ist selbst Eigentümer mehrerer Grundstücke im Suchkreis, wie Bürgermeister Hanngörg Zimmermann (FW/BMG) ausführte. Zum einen handelt es sich um das Waldgrundstück mit der Flurnummer 1050 der Gemarkung Behringersmühle. Dieses wird von der Rechtlergemeinschaft Wölm bewirtschaftet und ist mindestens 350 Meter von der nächsten Wohnbebauung entfernt. Weitere Waldgrundstücke werden von den Moschendorfer Rechtlern bewirtschaftet, so etwa das Grundstück mit der Flurnummer 745 der Gemarkung Unterailsfeld, 550 Meter entfernt von der nächsten Wohnbebauung. Das Grundstück mit der Flurnummer 752 der Gemarkung Unterailsfeld liegt 300 Meter von der nächsten Wohnbebauung entfernt. Dann die Grundstücke mit den Flurnummer 758, 764 und 772: ebenfalls alle auf der Gemarkung Unterailsfeld und 290 bis 550 Meter von der nächsten Wohnbebauung weg. Der Rat beschloss einstimmig, alle seine Grundstücke für einen möglichen Mobilfunkstandort vorzuschlagen.

Dietmar Winkler (CSU/JuF) hatte von einem Gerücht gehört, das in der Bevölkerung umgeht und besagt, dass zwischen Wölm und Engelhardsberg noch ein weiterer Funkmast geplant sei. Geschäftsstellenleiter Peter Thiem gab zurück, dass es sich dabei um den gleichen Suchkreis handelt. Laut Zimmermann gebe es dann im gesamten Gemeindegebiet bis zu 16 Mobilfunkmasten. Gößweinstein sei aber auch die flächengrößte Gemeinde im Landkreis Forchheim mit den größten Höhenunterschieden. Ein weiteres Thema war die künftige Nutzung von den bisher unbebauten gemeindlichen Grundstücken unterhalb des ehemaligen Hallenbads hin zur Behringersmühler Straße. Diese sollen, falls möglich, privates Wohnbauland und somit verkauft werden. Das Landratsamt hat bereits mitgeteilt, dass es für die drei Bauparzellen zum Zwecke der Wohnbebauung aufgrund der schon vorhandenen Siedlungsstruktur eine Bauleitplanung für nicht zwingend erforderlich hält. 

Neues Mitglied im Bauausschuss des Gemeinderats Gößweinstein

Der Bauamtschef des Landratsamtes hält es jedoch für sinnvoll, dies vorher mit dem Staatlichen Bauamt Bamberg abzuklären, da die Behringersmühler Straße eine Staatsstraße ist. Nach Abklärung der weiteren Modalitäten und nach positiver Signalisierung durch das Staatliche Bauamt soll das Vorhaben dem Marktgemeinderat erneut zur Abstimmung vorgelegt werden. Nach dem Ausscheiden von Daniela Körber (CSU/JuF) und dem Nachrücken von Mario Friede (FW/BMG) mussten auch die Ausschüsse neu besetzt werden. Mario Friede wird Mitglied im Bau- und Umweltausschuss, sein Stellvertreter ist Marco Brendel. Mitglied im Rechnungsprüfungsausschuss wird Markus Neuner, Stellvertreterin ist Carolin Keller. Neues Mitglied im Tourismus- und Kulturausschuss ist Mario Friede, Stellvertreter Markus Neuner.

Inhalt teilen
  • kopiert!