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Kandidat Bundestagswahl 2025
Migration und Energie: Jens Herzog tritt für Freie Wähler an
Jens Herzog, Freie WählerForchheim & Fränkische Schweiz
Jens Herzog, Kandidat der Freien Wähler zur Bundestagswahl 2025 // Katharina Steinhäuser
Effeltrich – Jens Herzog aus Effeltrich geht zum zweiten Mal in der Region Forchheim für die Freien Wähler ins Rennen. Was seine Ziele sind und warum die Freien Wähler aus seiner Sicht dringend nach Berlin müssen.

Jens Herzog ist seit 2015 in Effeltrich zu Hause, seit 2018 hat er bei den Freien Wählern seine politische Heimat gefunden. In diesem Jahr tritt er zum zweiten Mal für seine Partei als Direktkandidat zur Bundestagswahl an.

Herzog ist 42 Jahre alt und in Hildesheim geboren. Als er etwa fünf Jahre alt war, sind seine Eltern aus beruflichen Gründen nach Franken gezogen. Genauer gesagt in den Landkreis Erlangen-Höchstadt. Heute hat Herzog mit seiner Frau und seinem Sohn in Effeltrich Wurzeln geschlagen – perfekt gelegen zwischen Forchheim und Erlangen, wie er findet. Der 42-Jährige ist gelernter Fachinformatiker und hat in Nürnberg Informatik studiert. Seit mehreren Jahren arbeitet er als Softwareentwickler im Bereich Medizintechnik und Computertomografie in Forchheim.

Jens Herzog setzt sich für Energiepolitik ein

Sein erstes politisches Mandat hat Herzog 2020 als Gemeinderat in Effeltrich angetreten. Darüber hinaus ist er unter anderem Schulbeauftragter und Energiebeauftragter der Gemeinde und Mitglied im Freie Wähler-Landesarbeitskreis Energie – Bayern. Das Thema Energie liegt ihm sehr am Herzen. „Wenn man sich unsere heutige Welt so anschaut, ohne Energie funktioniert unser Leben eigentlich nicht“, erklärt Herzog. 

Der wichtige Sektor Energie befinde sich zudem gerade im Umbau, deshalb müsse dort ein besonderes Augenmerk liegen. „Und ich denke, auch aus meiner beruflichen Sicht, dass da die Digitalisierung natürlich einen großen Beitrag leisten kann, das Ganze sinnvoll und wirtschaftlich möglich zu machen.“ Erneuerbare Energien seien unbeständig, daher müsse man den Verbrauch genau analysieren und entsprechende Speichermöglichkeiten schaffen. 

Den Atomausstieg sieht Herzog kritisch: „Wir haben uns quasi den Ast, auf dem wir sitzen, abgesägt, noch bevor der neue gewachsen ist.“ Steigende Strompreise würden auch der Wirtschaft schaden. Hier müsse gegengesteuert werden, um unter anderem Arbeitsplätze zu erhalten. Die Atomkraftwerke wieder anzuschalten, davon hält Herzog nichts. Stattdessen müsse unter anderem darin investiert werden, Gaskraftwerke auszubauen, die später auch wasserstofffähig sein sollen. 

Freie Wähler-Kandidat fordert anderen Umgang mit Migration

Ein anderes Thema, das aus Herzogs Sicht der Mehrheit „der Bevölkerung unter den Nägeln brennt“, ist die Migration. Viele Bürger hätten den Wunsch geäußert, dass dieses Thema bearbeitet werde, „was aber leider von unserer aktuellen gescheiterten Regierung maximal unzureichend stattgefunden hat.“ Die Freien Wähler würden sich schon seit Jahren für ein Modell nach kanadischem Vorbild aussprechen. Das bedeute: Wer Kenntnisse oder einen Beruf mitbringe, der bei uns fehle, der dürfe gerne kommen.

Davon zu unterscheiden sei das Asylrecht. „Politisch Verfolgte et cetera, natürlich müssen wir da helfen. Natürlich müssen wir da unterstützen“, erklärt Herzog. Hier fordert der 42-Jährige aber eine bessere Lösung und Verteilung auf europäischer Ebene. 

Freie Wähler wollen Sprung nach Berlin schaffen

In den vergangenen Jahren sei politisch viel in die falsche Richtung gelaufen. „Offenbar sind die etablierten Parteien nicht in der Lage, diese Probleme in ausreichender Weise zu lösen“, schlussfolgert Herzog. Die Freien Wähler sieht er als „eine sinnvolle Alternative aus der bürgerlichen Mitte heraus“.

Was ihn persönlich motiviert, ist der Erfolg seiner Partei in Bayern. Bei der Landtagswahl habe man zuletzt über 15 Prozent der Stimmen erhalten. Bisher sind die Freien Wähler bei der Bundestagswahl an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert. Über drei Direktmandate könnte diesmal der Sprung nach Berlin gelingen. „Ich denke, dass wir da ganz gute Aussichten haben“, zeigt sich Herzog optimistisch. 

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