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Nicht geeignetes Material
Hangrutsch sorgt für Mehrkosten
Im Hintergrund mit Folie abgedeckt ist die neue Hangbefestigung zu sehen. Im Vordergrund die Gestaltung der Hangbefestigung an der oberen Seite des Kindergartens mit neu eingebrachter Drainage.Forchheim & Fränkische Schweiz
Im Hintergrund mit Folie abgedeckt ist die neue Hangbefestigung zu sehen. Im Vordergrund die Gestaltung der Hangbefestigung an der oberen Seite des Kindergartens mit neu eingebrachter Drainage. // Johannes Theiler
Signet des Fränkischen Tags von Johannes Theiler
Weilersbach – Wie es zum Hangrutsch kommen konnte und welcher Teil der Kindertageseinrichtung dennoch in diesem Jahr noch fertig wird. Die neue Leiterin will ein transparentes Ampelsystem für Eltern einführen.

Wegen eines teilweisen Hangrutsches an der gemeindlichen Kindertageseinrichtung in Weilersbach entstanden erhebliche Mehrkosten. Der Inhaber der Landschaftsarchitektur GbR aus Nürnberg, Bernd Kounovsky erklärte den Gemeinderäten ausführlich die Gründe und getroffenen Maßnahmen zur Befestigung.

Nicht geeignetes Material

„Der Hang ist vermutlich durch nicht geeignetes Material aufgefüllt worden“ und sei so stark durchnässt gewesen, dass dieser „teilweise abrutschte“, erklärte Kounovsky in seiner Stellungnahme. An dieser problematischen Stelle sei der Hang nun nochmals ausgebaggert und neu befestigt worden.

Um das Gebäude vor Wasser zu schützen, wurde eine zusätzliche Drainage eingezogen. Um die Böschung zu stabilisieren, wurde nun Recycling-Schotter eingebaut und verdichtet. Das alte Material des Hangs sei, um Kosten zu sparen, an einer anderen unproblematischen Stelle auf dem Gelände wieder verbaut worden, fügte der Bürgermeister hinzu.

Trotz aller Einsparungen würden sich die Mehrkosten auf 28 000 Euro belaufen. „War die bestehende Drainage nach Vorgabe von der Baufirma des Anbaus richtig ausgeführt?“, fragte Johannes Götz (CSU/Aktive Bürger) nach. Wir werden überprüfen, ob der Einbau der bestehenden Drainage so eingebaut worden sei, wie im Leistungsverzeichnis aufgeführt, erklärte Friepes.

Neue Leiterin ist 36 Jahre und studierte Grundschullehrerin

Trotz der Schwierigkeiten mit dem Hang und dem damit verbundenen Mehraufwand werde der untere Teil der Spielfläche noch in diesem Jahr fertig gestellt, versicherte der Planer. Anschließend werde die oberhalb des Gebäude liegende Bauzufahrt zurückgebaut und der behindertengerechte Parkplatz angelegt. Mit der Fertigstellung des oberen Spielbereichs würden sie im Frühjahr mit Beginn der warmen Temperaturen fertig werden, erklärte Kounovsky.

Die neue Leiterin der gemeindlichen Kindertageseinrichtung Katharina Demirci, stellte sich persönlich vor und berichtete dem Gemeinderat über die aktuelle Situation in der Kita. Die aus Thüringen stammende 36-jährige studierte Grundschullehrerin dankte für die Chance in einem super engagiertem Team und tollen Eltern zu arbeiten. Es gebe noch vakante Stellen, „den Fachkräftemangel spüren auch wir“, aber die Nachbesetzungen laufen. „Wir wollen nicht nur Löcher stopfen, sondern langfristig besetzen“, sicherte sie dem Gemeinderat zu.

Bei „rot“ gilt Notbetreuung

Aktuell gebe es noch keine Notsituation wegen Unterbesetzung oder Krankheit von Personal, aber sie wolle ein Ampelsystem einführen, um den Eltern die Lage transparent darzustellen erklärte die neue Leiterin. Bei „gelb“ sei die Kindertageseinrichtung auf die Unterstützung der Eltern angewiesen. Wenn die Ampel auf „rot“ stehe, könne nur noch eine Notbetreuung für Kinder, deren Eltern keine Möglichkeit hätten sie selbst zu betreuen.

Es hätten sich Eltern angeboten bei einer gelben Ampel in der Betreuung zu unterstützen, aber „selbstverständlich nur mit entsprechenden zusätzlichen Schulungen“, sicherte Bürgermeister Friepes zu.

Neue App und Telefon für jede Gruppe

Durch das große Angebot auf dem Arbeitsmarkt, verursacht durch den Fachkräftemangel, werde es in Zukunft häufigere Wechsel geben, prognostizierte Friepes. „Wir setzen zudem auf emotionale Bindung in einer tollen Arbeitsatmosphäre“, so die Leiterin, da für viele Geld nicht mehr alles sei. Als Neuerung solle bald eine Kita-App mit zusätzlichen Informationen für die Eltern die Arbeit unterstützen. Marco Friepes kündigte eine weitere Neuerung an: „Zukünftig wird es in jeder Gruppe der Einrichtung ein eigenes Telefon geben“, welches auch durch die Eltern direkt erreichbar sein wird.

Einen Disput zwischen Norbert Sebald (BRW) und Bürgermeister Friepes entstand durch die Nachfrage von Bettina Drummer (BRW), wie die Beschlüsse zu den Wohnmobilstellplätzen in Reifenberg am Wanderparkplatz zu deuten seien, da sie Unmut von den Reifenbergern dazu mitbekomme.

Antrag: Anwohner von Reifenberg befragen

Marco Friepes erklärte, dass der Antrag der ILE für Wohnmobilstellplätze, die zwei Nächte genutzt werden dürfen, vom Gemeinderat abgelehnt worden seien. Ein anderer Beschluss aber das kostenpflichtige Parken von Wohnmobilen der Bürger von Reifenberg auf der rechten Seite des Parkplatzes erlaube. Die linke Seite des Platzes würde den Wanderern als Parkplatz zur Verfügung stehen.

Norbert Sebald war in diesem Punkt jedoch anderer Meinung und interpretierte die Beschlüsse nicht so. Wenn das nun nicht abschließend geklärt sei, „dann müssen wir das nochmals angehen“, erklärte Friepes. Bettina Drummer stellte den Antrag, dass die Anwohner von Reifenberg dazu befragt werden sollen, ob sie es wollen, dass Wohnmobile dort kostenpflichtig abgestellt werden dürfen.

Rainstraße für Schulkinder beleuchten

Verschiedene Anträge aus der Bürgerversammlung wurden im Gemeinderat besprochen und zur Abstimmung gebracht. Darunter ein Antrag die Hohe Rainstraße zu beleuchten, um sie für die Schulkinder sicherer zu machen. Die Kosten würden sich auf der 350 Meter langen Straße mit zehn Brennstellen auf etwa 40 000 Euro belaufen. Würde man Solarbrennstellen verwenden, wären die Kosten bei 25 000 Euro.

Hier gab Friepes aber zu bedenken, dass die Solarbrennstellen mit Akkubetrieb gerade in der Winterzeit, wenn sie gebraucht würden, problematisch seien. Der Vorschlag von Alfons Roppelt (BRW), zumindest die Ecke der Einfahrt zu beleuchten fand auch bei den Räten Zustimmung und es sollte die Machbarkeit geprüft werden.

Wer pflegt die Bordsteine und Gehwege

Weitere Anträge wie die Pflege der Bordsteine und Gehwegen, das Verfugen von Rinnensteinen, die Pflege von Pflanzflächen waren weitere Anträge von Bürgern. Marco Friepes erklärte, dass gravierende Stellen von Bordsteinen von der Gemeinde verfugt werden würden. Aber die Gemeinde sei auf die Mithilfe der Bürger angewiesen und habe nichts dagegen, wenn Kleinigkeiten selbst gemacht werden würden. So sei es auch mit der Pflege der Pflanzflächen.

Die Pflege der Gehwege und Rinnsteine sei nur auf der Seite der Zufahrt zum Grundstück notwendig, erklärte der Bürgermeister. Norbert Sebald fragte nach, ob es eine Räumpflicht für die Wege an den Grundstücken gebe. Dies wollte Friepes klären lassen, er forderte aber alle Anwohner auf, ihre Wege auch freiwillig entsprechend im Winter räumen würden.

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