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Glasfaserausbau
Schnelles Internet für rund 450 Haushalte in Leutenbach
Breitbandausbau
Ein Bündel mit Umhüllungen für Glasfaserkabel // Uwe Anspach/dpa/Symbolbild
Signet des Fränkischen Tags von Thomas Weichert
Dietzhof – Zahlreiche Bewohner in Leutenbach haben Grund, sich zu freuen. Künftig soll auch bei ihnen daheim schnelles Surfen im Netz möglich sein. Was Interessenten der Spaß kostet.

Während der Gemeinderatssitzung in Leutenbach haben Andreas Zapf von der Deutschen Telekom und Zweiter Bürgermeister Roland Schmitt eine gemeinsame Erklärung zum Projektstart des Glasfaserausbaus für rund 450 Haushalte in Leutenbach und Dietzhof durch die Firma Glasfaser-Plus unterzeichnet.

Da es sich um einen eigenwirtschaftlichen Ausbau für schnelles Internet handelt, müssen sich weder die Gemeinde noch die Nutzer an den Ausbau- und Anschlusskosten beteiligen. Bei einer Tarifbuchung mit der Telekom ist der Hausanschluss ebenfalls kostenfrei. Es sind dann Geschwindigkeiten bis zu einem Gigabit/Sek. möglich. Bucht jemand erst nach der Ausbauphase, werden nach aktuellem Stand rund 800 Euro für den Hausanschluss fällig.

Größte Infrastrukturmaßnahme des kommenden Jahres

Glasfaser-Plus ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Deutschen Telekom und von IFM-Investors, einem australischen Fondsverwalter, der im Eigentum von Pensionskassen steht und global Pensionsgelder in Infrastrukturunternehmen steckt. Wie Zapf erklärte, werde der komplette neue Netzausbau in den nächsten Jahren die größte Infrastrukturmaßnahme sein, die Leutenbach und Dietzhof zu erwarten hätten.

Im Rathaus von Leutenbach unterzeichnen Andreas Zapf (l.) von der Deutschen Telekom und Zweiter Bürgermeister Roland Schmitt eine Erklärung zum Projektstart.Forchheim & Fränkische Schweiz
Im Rathaus von Leutenbach unterzeichnen Andreas Zapf (l.) von der Deutschen Telekom und Zweiter Bürgermeister Roland Schmitt eine Erklärung zum Projektstart. // Thomas Weichert

Wann genau der Baubeginn sein wird, konnte Zapf noch nicht sagen. Vielleicht schon nächstes Jahr, übernächstes oder in drei Jahren werde der Ausbau fertig sein, so der Kommunalberater der Telekom. Denn es gebe aktuell große Probleme, Tiefbaufirmen zu finden. Zudem seien die Baukosten innerhalb des letzten Jahres um 40 Prozent gestiegen. Die Telekom baue trotzdem aus, sagte Zapf. Die weiteren Ortsteile der Gemeinde Leutenbach könnten eigenwirtschaftlich nicht ausgebaut werden.

Fördermittel bis zu 90 Prozent 

Hier werde die Gemeinde in die Bundesförderung einsteigen müssen. Er riet dazu, diese Fördermaßnahmen mit den Gemeinden Kirchehrenbach und Weilersbach der Verwaltungsgemeinschaft abzustimmen. Denn je größer das Gebiet sei, desto besser seien die Chancen, hohe Fördermittel bis zu 90 Prozent zu bekommen.

„Wir sollten diesen Schritt jetzt gehen, um auch für die anderen Ortschaften den Glasfaserausbau hinzubekommen“, sagte Zweiter Bürgermeister Schmitt. Der Beschluss der Ratsrunde war einstimmig in beiderlei Hinsicht.

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