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Diskussion um Förderantrag
Wird Sanierung der Realschul-Turnhalle Forchheim gefördert?
So könnte die generalsanierte Turnhalle der Georg-Hartmann-Realschule aussehen. Viele Detailfragen sind aber noch offen.Forchheim & Fränkische Schweiz
So könnte die generalsanierte Turnhalle der Georg-Hartmann-Realschule aussehen. Viele Detailfragen sind aber noch offen. // Visualisierung: Architektur- und Sachverständigenbüro Schwarzmann
Signet des Fränkischen Tags von Sandra Kupfer
Forchheim – Die Sanierung der in die Jahre gekommenen Turnhalle der Georg-Hartmann-Realschule könnte bald starten. Der Antrag auf Fördermittel verspricht nicht nur finanzielle Unterstützung.

Die Dreifachturnhalle der Georg-Hartmann-Realschule in Forchheim ist längst in die Jahre gekommen. Abhilfe könnte nun die Teilnahme am Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ schaffen. Tanja Schmidt, Geschäftsbereichsleiterin des Amts für Hochbau und Bauunterhalt, erklärte in der letzten Sitzung des Jahres im Kreistag: „Wir müssen unseren Antrag bis zum 15. Januar einreichen.“ Es liege bereits eine Kostenschätzung aus dem Jahr 2023 vor. Demnach sind 9,1 Millionen Euro nötig, um die Halle zu ertüchtigen.

Schmidt führte aus: „55 Prozent der Fördermittel könnten vom Bund kommen, und eine Kombination mit weiteren Förderungen zum Beispiel vom Land wäre möglich.“ Jedoch gebe es auch ein paar Auflagen, die erfüllt werden müssten, um bei der Vergabe der Zuwendungen berücksichtigt zu werden: „Voraussetzung für die Zuwendung ist, dass die Halle auch einen bedeutenden Beitrag für die Allgemeinheit darstellt, also zum Beispiel die Nutzung für den Vereinssport.“

Kosten in Ebermannstadt

Dies führte zu Diskussionen. „Man denkt ja immer, je mehr Menschen eine Halle nutzen, umso günstiger wird es. Allerdings haben wir in Ebermannstadt genau das Gegenteil festgestellt: Je mehr Leute und Vereine die Halle nutzen, umso höher werden die Kosten“, gab Christiane Meyer (Neue Liste Ebermannstadt), dortige Bürgermeisterin, zu bedenken.

Peter Münch (Freie Wähler) wollte wissen: „Wurden bereits alle Alternativen bedacht? Wäre ein Neubau nicht vielleicht günstiger als die Sanierung?“ Tanja Schmidt antwortete: „Ja. Das wurde alles geprüft. Die Kostenschätzung für den Neubau lag bei rund 13 Millionen Euro.“ Eduard Nöth (CSU) erkundigte sich: „Wäre es möglich, in dieser Halle die Abschlussbälle der Schulen stattfinden zu lassen?“ Tanja Schmidt bestätigte: Dies sei vorgesehen.

Edwin Dippacher (CSU) forderte: „Wichtig ist, dass wir den Antrag rechtzeitig stellen und dann auch ausgewählt werden.“ Beim Votum gingen dann auch alle Hände nach oben und so kann der Antrag fristgerecht eingereicht werden.

Weitere Themen der Versammlung waren die Anschaffung neuer digitaler Endgeräte für die Berufsschulen sowie eine Änderung im Jugendhilfeausschuss: Anstelle von Susan Dörfler wird künftig Silke Schneider als beratendes Mitglied in den Ausschuss bestellt.

Landrat Hermann Ulm mit Dank und Rückblick

Zum Ende hin dankte der Landrat Hermann Ulm allen für die gute Zusammenarbeit. „Wir haben im vergangenen Jahr viel geschafft. Manche Projekte haben wir abgeschlossen, manche begonnen“, blickte er zurück. „Drei Bereiche, in denen wir wirklich viel erreicht haben, sind der öffentliche Personennahverkehr, das Gesundheitswesen und der Bereich Bildung“, hob Hermann Ulm hervor und fuhr fort: „Ein wirklicher Höhepunkt war die Fertigstellung des neuen Fachtrakts mit Mensa an der Realschule in Gräfenberg.“

Erweiterung des Klinikums Forchheim als Meilenstein

Weitere Meilensteine waren demnach der Erweiterungsbau des Klinikums, in den gerade die Kardiologie einziehe, die Digitalisierung, „die uns alle immer nebenbei begleitet“, sowie die Schaffung des neuen Wissenschaftszentrums für Robotik, das zusammen mit der Sparkasse realisiert wird. Den großen Rückblick möchte sich der Landrat jedoch bis April aufheben, wenn er sein Amt offiziell an seinen Nachfolger übergeben wird.

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