Die Schulstraße in Ebermannstadt, also die Straße zwischen der B 470 und der Grund- und Mittelschule ist in schlechtem Zustand und außerdem vor allem wegen der Schule sehr stark frequentiert. Deshalb sieht der Stadtrat dringenden Handlungsbedarf und hatte bereits im letzten Jahr eine Grobplanung für eine Straßensanierung beim Büro Schlothauer und Wauer in Auftrag gegeben.
Herausgekommen waren neun verschiedene Varianten, von denen drei vom Rat in die engere Auswahl kamen. Nun fand eine Bürgerbeteiligung mit drei Workshops statt und das Interesse der Anlieger der Schulstraße selbst und darum herum war groß.
Sanierung Schulstraße Ebermannstadt: Bürger diskutieren
Verkehrsplanerin Carolin Jilg vom Büro Schlothauer und Wauer stellte zunächst die drei Varianten zur Schulstraßensanierung vor. Als Moderator fungierte Roland Wölfel vom Forchheimer Beratungsbüro Cima. Keine der drei vorgestellten Varianten wurde von den Bürgern favorisiert. Große Einigkeit herrschte, dass der Verkehr beruhigt und somit langsamer gefahren werden sollte.
„Elterntaxis“ vor der Schule Ebermannstadt
Probleme sahen die Bürger darin, wie man die Parkplätze für die Beschäftigten unterbringen könne. Sehr einig war man sich dagegen darin, dass man das „Elternparken“ vor der Schule mehr in die Randbereiche verlagern wolle. Die Frage bei einer Einbahnregelung war, ob die Feuersteinstraße dann den Verkehr aufnehmen könne. Zudem sollen die Anwohner gut aus ihren Anwesen kommen − und der Radverkehr sollte in beiden Richtungen möglich sein.
Bei der ersten Variante handelt es sich um eine kleinräumige Einbahnstraße. Diese hätte den Vorteil, dass man den Gehweg verbreitern könne und die direkte Zufahrt zu den Stellplätzen der hier befindlichen Einzelhändler erhalten bliebe. Entschärft würde dadurch auch der Hotspot des Hol- und Bringverkehrs. Eine Verbesserung der Leistungsfähigkeit des Knotenpunkts Breitenbacher Straße (B 470) und der Schulstraße sei so möglich.
Ausfahrt in den Leinengraben entschärfen
Auch würde damit die Gefahrenstelle zur Ausfahrt in den Leinengraben entschärft. Nachteile bei der Einbahnstraßenregelung seien zusätzliche Umwege für die Anwohner der Schul- und Kirchenstraße und des Leinengrabens und für „Elterntaxis“ für den Schulweg oder die Kunden und Beschäftigten der Gewerbetreibenden. Nächste Variante ist eine Stichstraße. Von Vorteil hier sind: keine Umwege, der Hol- und Bringverkehr zur Schule könnte durch bauliche Maßnahmen geordnet werden und es entstünde eine Möglichkeit zur Umgestaltung des Straßenraums.
Nachteile wären bei Verbreiterung des Gehwegs ein Wegfall der Längsparkplätze, die Engstelle Kirchenweg/Leinengraben würde nicht wesentlich entschärft und es bestünde das Risiko, dass Fahrzeuge innerhalb des Wendekreises parken. Eine weitere Möglichkeit wäre eine Stichstraße, jedoch als verkehrsberuhigter Bereich. Also eine Art „Spielstraße“.
Damit könnte auch ein Großteil der Längsparkplätze erhalten bleiben und die Verkehrsberuhigung mit Schrittgeschwindigkeit würde zur Verbesserung der Verkehrssicherheit beitragen. Die Anregungen der Bürger werden nun im Stadtrat diskutiert, der sich noch dieses Jahr für eine finale Planung entscheiden wird. Gebaut werden kann dann ab nächstem Jahr, sofern es die Haushaltsmittel der Stadt zulassen.
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