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Mit großer Mehrheit gewählt
Neuer Posten für Forchheims OB bei der SPD in Bayern
Uwe Kirschstein (SPD), Oberbürgermeister ForchheimForchheim & Fränkische Schweiz
Uwe Kirschstein (SPD), Oberbürgermeister der Stadt Forchheim, hegt weitere politische Ambitionen: Er will stellvertretender Generalsekretär seiner Partei in Bayern werden. // Foto: Stephan Großmann
Forchheim – Forchheims Oberbürgermeister Uwe Kirschstein ist neuer stellvertretender Generalsekretär der SPD in Bayern. So geht es jetzt für mitten im Kommunalwahlkampf jetzt in Doppelrolle weiter.

Update vom 29. September, 8.34 Uhr

Die SPD in Bayern hat zwei neue Generalsekretäre gewählt. Kathrin Pollack aus Ansbach und Forchheims Oberbürgermeister Uwe Kirschstein sollen dem Vorstand helfen, die Partei wieder zurück in die richtige Spur zu führen, wie es die wiedergewählte Landeschefin Ronja Endres ausdrückte. Pollack erhielt in der Abstimmung auf dem Landesparteitag in Landshut laut Angaben der Deutschen Presseagentur 86 Prozent, Kirschstein sogar 90 Prozent der Stimmen, wie eine Parteisprecherin sagte.

Die Neubesetzung war notwendig geworden, weil die amtierende Generalsekretärin Ruth Müller ebenso wie ihr Stellvertreter Nasser Ahmed nicht mehr kandidierten. Am Vortag hatte der Landesparteitag Ronja Endres und Sebastian Roloff als neues Vorsitzenden-Duo gewählt. 


Ursprünglicher Artikel vom 23. September, 14.37 Uhr

SPD Bayern: Forchheims OB soll Vize-Generalsekretär werden

Die Nachricht überrascht in Forchheim. Am frühen Dienstagnachmittag macht Forchheims Oberbürgermeister Uwe Kirschstein offiziell, was bislang wohl allenfalls seine Genossinnen und Genossen geahnt haben: Der 48-jährige SPD-Politiker will stellvertretender Generalsekretär seiner Partei in Bayern werden.

Bayern SPD nominiert Uwe Kirschstein als Vize der Generalsekretärin

Dienstag, 13 Uhr, das Panorama Hotel in Schweinfurt: Die SPD-Landesvorsitzende Ronja Endres spricht während einer Pressekonferenz über den am Wochenende in Landshut stattfindenden Landesparteitag der SPD. Dort wird voraussichtlich nicht nur Endres als Landesvorsitzende wiedergewählt und bildet mit dem Münchner Bundestagsabgeordneten Sebastian Roloff wohl eine Doppelspitze. Auch wird es beim Posten der Generalsekretäre Neuerungen geben, weil sowohl Ruth Müller als auch ihr Stellvertreter laut Medienberichten wohl nicht mehr antreten wollen.

Die neuen Gesichter hinter der Parteispitze sind in Franken keine Unbekannten: Die 48-jährige Ansbacherin Kathrin Pollack soll neue Generalsekretärin werden. Seit 2021 ist sie Personalratsvorsitzende der Regierung von Mittelfranken, darüber hinaus ist sie Stadträtin in Ansbach.

Kathrin Pollack, designierte Generalsekretärin der SPD in Bayern
Kathrin Pollack, designierte Generalsekretärin der SPD in Bayern // Foto: Pollack/privat

Kirschstein zum Landesparteitag: „Nicht im Masterplan“

Ihre Stellvertretung soll Forchheims Oberbürgermeister Uwe Kirschstein übernehmen. „Ich freue mich, gefragt worden zu sein“, sagt er. Und auch wenn das Amt des Vize-Generalsekretärs nicht zum „Masterplan“ seines Lebens gehört habe, werde er sich dieser Herausforderung gerne stellen. Sein Anliegen sei es, die kommunale Sicht noch weiter in den Parteivorstand zu tragen. Zu oft würden Kommunen vor vollendete Tatsachen gestellt, die auf anderen Ebenen entschieden würden. „Das möchte ich ändern.“

In Bayern sei die SPD kommunal noch immer erfolgreich, so Kirschstein. „Wir brauchen diesen Blickwinkel aber auch in den höchsten Gremien der Partei. Die Kommunen tragen die Hauptlast politischer Entscheidungen. Umso wichtiger ist es, dass sie dort mitreden, wo diese Entscheidungen getroffen werden. Als amtierender Oberbürgermeister möchte ich die kommunale Perspektive in unsere Partei tragen."

Wie beeinflusst mögliche Wahl Kirschsteins OB-Amt in Forchheim?

Die Wahl Pollacks und Kirschsteins auf dem Landesparteitag gilt als Formsache. Auf Nachfrage von fraenkischertag.de, ob das wahrscheinlich baldige Amt des bayerischen Generalsekretär-Vizes seine Arbeit in Forchheim beziehungsweise den anstehenden Kommunalwahlkampf beeinflussen könnte, winkt Kirschstein ab. „Ich bin OB und möchte das auch sein und bleiben. In Forchheim sehe ich meine Zukunft.“

Als stellvertretender Generalsekretär seiner Partei sehe sich Kirschstein als Dienstleister seiner Partei. Er habe laut eigener Aussage bereits seit vier Jahren als Beisitzer des Landesvorstands die kommunale Stimme erhoben. „Weil ich keine eigenen landespolitischen Ambitionen hege, sehe ich mich weiterhin in der Kommune. Das ist mein Steckenpferd in der politischen Arbeit.“

OB-Wahl in Forchheim 2026: Spannend wie nie

Kirschstein wurde 2016 zum ersten Mal zum Oberbürgermeister der Stadt Forchheim gewählt. 2020 verteidigte er sein Amt. Seinen Platz sähe er selbst dann weiterhin in Forchheim, wie er auf Nachfrage bestätigt, wenn er die kommenden Kommunalwahlen am 8. März verlieren sollte. Das Rennen um Forchheims Oberbürgermeisteramt wird wohl so spannend wie nie werden. Schon allein deshalb, weil mit CSU, Grünen, FDP und Freien Wählern so viele Kandidatinnen und Kandidaten wie noch nie auf dem Zettel stehen. Weitere Parteien könnten noch folgen.

 

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