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Stadtrat und OB: Wer in Forchheim am 8. März zur Wahl steht
Gibt es einen neuen Oberbürgermeister in Forchheim und falls ja, wen? Wie setzt sich der Stadtrat neu zusammen? Diese Fragen werden im März beantwortet. Wir beantworten schon jetzt die wichtigsten Fragen rund um die Wahl.
Gibt es einen neuen Oberbürgermeister in Forchheim und falls ja, wen? Wie setzt sich der Stadtrat neu zusammen? Diese Fragen werden im März beantwortet. Wir beantworten schon jetzt die wichtigsten Fragen rund um die Wahl. // Illustration: Franziska Schäfer
Forchheim – Acht Menschen kämpfen um das Amt des Forchheimer Oberbürgermeisters – die Stadtratswahl verspricht ebenso Spannung. Alle Kandidatinnen und Kandidaten sowie Stadtratslisten im Überblick.

Am 8. März ist es so weit: Dann wählen die Menschen in Bayerns 71 Landkreisen und 2056 Kommunen neue Stadt- und Gemeinderäte sowie Landrätinnen und Landräte und Rathaus-Chefs beziehungsweise Rathaus-Chefinnen. So auch in Forchheim.

OB-Wahl Forchheim: So viele Bewerbungen wie nie

Seit 2016 ist der SPD-Politiker Uwe Kirschstein am Ruder. Nach zehn Jahren im Amt möchte er gern weitere sechs Jahre Forchheims Stadtoberhaupt bleiben. Bei der anstehenden Wahl muss sich der 48-Jährige jedoch gegen sechs Kandidatinnen und Kandidaten durchsetzen (eigentlich wolle Matthias Machts noch für Die Republikaner antreten, aber er hatte nicht die notwendigen Unterschriften erreicht).

So viele wie noch nie. Neben Uwe Kirschstein (SPD) stehen zur Wahl: Martina Hebendanz (CSU), Markus Dietz (Grüne/FGL), Manfred Hümmer (Freie Wähler), Tino Reichardt (FDP), Viktor Naumann (parteilos) und Linnéa Hümmer (Die Linke). Lesen Sie hier alles Wissenswerte über die einzelnen Kandidatinnen und Kandidaten. 

Stadtrat Forchheim: Acht Listen treten an

Im Stadtrat und seinen Fachausschüssen kümmern sich die gewählten Vertreterinnen und Vertreter um viele Themen, insbesondere die Stadtentwicklung, die Versorgung mit Trinkwasser, Strom und Gas, den Unterhalt von Straßen, Wegen und Plätzen sowie die Arbeit der Feuerwehr. Hinzu kommen freiwillige Leistungen wie das Königsbad, andere Freizeiteinrichtungen und Unterstützung für Vereine. 

Aktuell sind im Forchheimer Stadtrat sieben Parteien beziehungsweise Gruppen vertreten. Die 40 Sitze teilen sich die CSU (13), Grüne/FGL (9), SPD (7), Junge Bürger (4), Freie Wähler (4), FDP (2) und Republikaner (1). 

Bei der kommenden Wahl haben bis dato neun Listen ihre Wahlvorschläge eingereicht: CSU, Grüne/FGL, SPD, Freie Wähler, Junge Bürger, FDP, Linke, Junge Liste und Republikaner. Letztere habe im Gegensatz zur Neuen Liste die notwendigen Unterschriften nicht erreicht.

Landratswahl Forchheim: Ebenfalls so viele Bewerber wie nie

Amtsinhaber Hermann Ulm (CSU) wird am 8. März nicht wieder zur Wahl antreten. Das heißt, es wird auf jeden Fall einen Wechsel geben. 

Zur Wahl stellen sich fünf Menschen aus dem Landkreis Forchheim: Oliver Flake (CSU), Alexandra Prechtel (SPD), Martin Distler (Grüne), Hanngörg Zimmermann (Freie Wähler) und Niklas Ott (Die Linke). 

Die wichtigsten Fragen zur Kommunalwahl 2026 in Forchheim

Ein FAQ zur Stadtratswahl, zusammengefasst nach Informationen des Bayerischen Innenministeriums

Wann wird gewählt?

Gewählt wird am 8. März, die Wahlräume sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

Grundsätzlich muss in dem Raum gewählt werden, der auf der Wahlbenachrichtigung steht. Allerdings darf jeder auch per Briefwahl teilnehmen. Dafür muss ein Wahlschein beim Wahlamt der Stadt Forchheim beantragt werden.

Wer darf wählen?

Wahlberechtigt sind alle Staatsangehörigen eines EU-Mitgliedstaates, die am Wahltag mindestens 18 Jahre alt sind, sich mit ihrem Lebensschwerpunkt seit mindestens zwei Monaten in Forchheim aufhalten und nicht infolge einer Gerichtsentscheidung vom Wahlrecht ausgeschlossen sind. Seit 2019 dürfen auch Menschen, für die ein Betreuer in allen Angelegenheiten bestellt ist, an den Wahlen teilnehmen.

Wie viele Kreuze darf ich machen?

Bei den allgemeinen Gemeinde- und Landkreiswahlen gibt es bis zu vier Stimmzettel, nämlich zur Wahl der Oberbürgermeisterin oder des Oberbürgermeisters, der Landrätin oder des Landrats, der Stadtratsmitglieder und der Kreistagsmitglieder.

Jede Wählerin und jeder Wähler hat zur Oberbürgermeister- sowie zur Landratswahl je eine Stimme. Für die Wahl der Gremien hat jede wahlberechtigte Person grundsätzlich so viele Stimmen, wie in den Stadt- und Kreistag zu wählen sind. Im Falle Forchheims sind es 40 Plätze für den Stadtrat und 60 für den Kreistag.

Was bedeuten die Begriffe Listenkreuz, Panaschieren und Kumulieren?

Eine Liste kann über das Listenkreuz als Ganzes gewählt werden. Dann erhält jede Person darauf eine Stimme. Panaschieren heißt, Personen auf verschiedenen Listen eine Stimme zu geben. Beim Kumulieren kann eine Person bis zu drei Stimmen bekommen.  

Kann sich eine Bewerberin oder ein Bewerber selbst zur Wahl vorschlagen?

Nein. Die Wahl der Bewerberinnen und Bewerber erfolgt aufgrund von Wahlvorschlägen der politischen Parteien und Wählergruppen.

Wer braucht Unterstützerunterschriften?

Grundsätzlich muss jeder Wahlvorschlag von zehn wahlberechtigten Personen unterschrieben sein, die selbst nicht Kandidatinnen und Kandidaten sein dürfen.

Wahlvorschläge von neuen Wahlvorschlagsträgern müssen darüber hinaus von weiteren Wahlberechtigten unterstützt werden, deren Anzahl sich nach Einwohnerzahl richtet. Im Falle Forchheims sind das 125.

Keine Unterstützerunterschriften braucht, wessen Partei/Gruppierung bei der letzten Landtagswahl/Europawahl mindestens fünf Prozent der in Bayern abgegebenen gültigen Stimmen oder bei der letzten Bundestagswahl mindestens fünf Prozent der in Bayern abgegebenen gültigen Zweitstimmen erhalten hatte.

Wie werden die Sitze dann verteilt?

Die Sitze werden nach dem Rechenverfahren Sainte-Laguë/Schepers verteilt. Zuerst schaut man, wie viele Stimmen jede Liste (jeder Wahlvorschlag) bekommen hat. Dann werden diese Stimmen nacheinander durch 1, 3, 5, 7 geteilt und so weiter. So lange, bis man so viele Ergebnisse (Zahlen) hat, wie es Sitze gibt.

Danach ordnet man alle diese Ergebnisse der Größe nach. Die größten Zahlen bekommen zuerst einen Sitz. Jede Liste bekommt so viele Sitze, wie sie von diesen größten Zahlen hat. Wenn zwei oder mehr Listen den gleichen Anspruch auf einen Sitz haben, schaut man zuerst, wer bei der betroffenen Person mehr Stimmen hat. Diese Liste bekommt den Sitz. Wenn auch das gleich ist, entscheidet das Los.

 

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