„Bei der Junior-Ranger-Ausbildung waren wir unterwegs im …“ Erwartungsvoll schaut Rangerin Christine Berner die Kinder an, die dann im Chor antworten: „Naturpark Fränkische Schweiz – Frankenjura.“
Die jungen Menschen im Alter von neun bis zwölf Jahren haben ihre halbjährige Ausbildung fast abgeschlossen. Sie müssen nur noch ein Referat am Naturparkzentrum in Muggendorf vor großem Publikum abhalten, denn die Familienangehörigen waren gekommen, um dabei zu sein, wenn die Kleinen ihre Urkunde und ihre Uniform als Junior-Ranger erhalten.
Stefanie und Bernd Endres haben Sohn Ben nach Muggendorf gefahren. Die Eltern sind aufgeregt, der Junior ganz entspannt, denn er hat sein Referat gut vorbereitet. Die Kinder besprechen sich noch mit Christine Berner, nehmen auf roten Bänken Platz und los geht die Veranstaltung.
Mit Polizei und Bergwacht unterwegs im Landkreis Forchheim
Stefanie Endres erzählt noch schnell, dass Ben mit seiner Tante das Kintopp in Hollfeld besucht hatte, um einen Film über den Bayerischen Wald zu sehen. Danach waren Ranger auf die Bühne gekommen und hatten die Kinder im Saal befragt.
„Ben interessiert sich schon immer für die Natur, den Wald, die Bäume und Vögel“, verrät Stefanie Endres. Er kam also mit einem Flyer heim, der über die Ausbildung zum Junior-Ranger informierte. Da Ben eine Geh-Einschränkung hat, nahm Stefanie Endres Kontakt zu Christine Berner auf, für die das kein Problem ist.
Ben nahm an der Ausbildung teil. Beim Besuch am Walberla wurde er von der Polizei gefahren, in Pottenstein von der Bergwacht. „Er möchte einmal Förster werden“, flüstert Stefanie Endres, denn Ranger Florian Essel begrüßt mittlerweile die Gäste.
16 Kinder im Naturpark ausgebildet
Dann moderiert Christine Berner die Veranstaltung und erklärt, dass die Gruppe von 16 Kindern während der Ausbildung im Naturpark Entdeckungstouren gemacht haben, verschiedene Lebensräume von Pflanzen und Tieren kennengelernt haben, die Besonderheiten jeder Region checken konnten und aktiv im Natur- und Artenschutz und bei Pflegeeinsätzen mitgeholfen haben.
„Weder Heuschnupfen noch Höhenangst oder Familienfeiern konnten sie von den Treffen abhalten. Es ging nach oben und unten, bei Nässe und Kälte“, erzählt Berner und holt die ersten Referenten nach vorn.
Johanna und Theresa informieren anhand ihres Schaubildes über die Aufgaben von Rangern. Maja und Morgan sprechen über Wölfe.
Hannas Thema sind Falken. Alle staunen als sie erfahren, dass der Falke im Sturzflug das schnellste Tier der Welt ist.
Emil und Max berichten von der Ausbildung am Walberla mit Unterstützung der Polizei. Jona und Joshua informieren über den Naturpark. Ben hat einen Eichelhäher dabei und erzählt Wissenswertes über das Tier.
Tara und Paula stellen Umwelt- und Naturschutz vor, Frederike und Mina informieren über den Feuersalamander und Aaron und Cornelius haben sich das Thema Luchs ausgesucht.
Landrat Hermann Ulm überreicht Urkunde und Uniform für neue Ranger
Die letzte Prüfung ist damit überstanden.
Erst bekommen die Kinder Applaus, dann vom Forchheimer Landrat Hermann Ulm eine Urkunde und von Florian Essel eine Tasche mit ihrer Uniform überreicht, die sie dann auch gleich ausprobieren.
Im Naturpark Fränkische Schweiz – Frankenjura gibt es jetzt also 16 Junior-Ranger, die auf Ordnung achten.
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