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Immer mehr Sonnenenergie
Überblick über die größten Solarparks im Kreis Forchheim
Solarpark BräuningshofForchheim & Fränkische Schweiz
Der Solarpark Bräuningshof von oben // Greenovative
Forchheim – Allein in diesem Jahr sind drei große Photovoltaikanlagen im Landkreis Forchheim ans Netz gegangen. Ein Überblick über die leistungsstärksten Solarparks und wie es um den Ausbau in der Region steht.

Fast zwölf Fußballfelder voller Solar-Module –  so groß ist der neue Solarpark Bräuningshof in Langensendelbach. Die Anlage erstreckt sich über eine Fläche von 8,5 Hektar. Mitte September ist sie ans Netz gegangen. Am Mittwoch lädt der Betreiber Greenovative noch zur offiziellen Eröffnung ein. 

Die Bruttoleistung der Solaranlage beträgt 9490 kWp. Die Einheit Kilowatt-Peak (kWp) gibt an, welche Leistung eine Photovoltaikanlage unter standardisierten Bedingungen erbringen kann. Da diese in der Realität meist nicht so gegeben sind, liegt die Nettoleistung einer Anlage darunter.

Mit seiner Fläche und Leistung gehört der neue Solarpark zu einem der größten im Landkreis Forchheim. Mit dem erzeugten Strom können laut Betreiber um die 2800 Vier-Personen-Haushalte versorgt werden. 

Größter Solarpark in Poxstall

Eine weitere Photovoltaikanlage mit ähnlicher Leistung ist bereits im Augst bei Langensendelbach gestartet. Außerdem ist in diesem Jahr
auch der größte Solarpark des Landkreises in Poxstall oberhalb von Ebermannstadt eröffnet worden. Mit einer Nettoleistung von 18.725 Kilowatt soll die Anlage um die 7000 Haushalte versorgen. Sie erstreckt sich über eine Fläche von 19,5 Hektar. Rechnet man die Leistung der drei Solarparks in Walkersbrunn bei Gräfenberg zusammen, dann wird hier sogar noch mehr Solarenergie hergestellt. 

Obertrubach: Neue PV-Anlage geplant

Weitere Anlagen im Landkreis sind geplant, unter anderem in Obertrubach. Der Solarpark ist fertiggestellt und wird laut Bürgermeister Markus Grüner gegen Ende des Jahres beziehungsweise Anfang kommenden Jahres ans Stromnetz angeschlossen. Dann könne der Park bei gutem Wetter um die 1069 Vier-Personen-Haushalte versorgen. „Das heißt unsere gesamte Gemeinde“, erklärt Grüner.

Bei dem Solarpark handle es sich um ein Projekt eines Investors. Die Gemeinde habe dem Vorhaben zugestimmt, um ihren Beitrag zur erfolgreichen Energiewende zu leisten. Über ein Nachrangdarlehen können sich die Bürger an dem Projekt beteiligen. Dabei handelt es sich laut der Webseite von Greenovative um eine Art Bürgerbeteiligung. Teilhabe sei ab 1000 Euro möglich und werde mit einer Rendite von vier Prozent vergütet.

Solche Beteiligungsmodelle seien ein guter Ansatz, erklärt Dominik Bigge, Klimaschutzmanager am Landratsamt in Forchheim. Wenn sich die Bürger beteiligen könnten, würde das die Akzeptanz der Anlage vor Ort erhöhen. In den vergangenen Monaten sei wieder kontrovers darüber diskutiert worden, was Solarparks für das Landschaftsbild und die Flächennutzung bedeuten würden.

Forchheim bei Photovoltaik im Durchschnitt

Der Landkreis liege beim Ausbau von Photovoltaik in Oberfranken im Durchschnitt. „Wo wir schon relativ stark sind im regionalen Vergleich, ist das Thema Wärme“, sagt Bigge. Forchheim habe mehr Nahwärmenetze als andere Landkreise ähnlicher Größe.

Bei der Windkraft sei Forchheim dagegen unterrepräsentiert. Bisher steht nur eins von 306 oberfränkischen Windrädern im Landkreis.

Klima-Allianz fordert mehr Tempo

Der Ausbau sei auf einem guten Weg, müsse aber dringend anhalten und sogar beschleunigt werden, schreibt Barbara Cunningham, Vorsitzende der Energie- und Klima-Allianz Forchheim e.V. Entsprechende politische Rahmenbedingungen und die einsetzende Erkenntnis, in welchem Maß wir bei der Energieversorgung abhängig seien, hätten zu einem „Schub für den solaren Ausbau“ geführt. „Dies darf allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir auch im Landkreis Forchheim weit davon entfernt sind, die Ziele des Klimaschutzgesetzes einzuhalten“, so Cunningham. 

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