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Schweres Unwetter
Gößweinstein überschwemmt
Geröll auf den Straßen.Forchheim & Fränkische Schweiz
Geröll auf den Straßen. // Christina Weichert
Starkregen in Gößweinstein.Forchheim & Fränkische Schweiz
Starkregen in Gößweinstein. // Christina Weichert
Signet des Fränkischen Tags von Redaktion
Gößweinstein – Das Unwetter hat am Donnerstagabend auch den Wallfahrtsort in der Fränkischen Schweiz getroffen.

Update, 18. August, 13:30

Zuerst traf Gößweinstein der Blitz, dann kam die große Flut. Am Donnerstagabend wurden der Wallfahrtsort und die Außenorte Behringersmühle und Leutzdorf regelrecht überschwemmt. Leutzdorf glich einer Seenlandschaft und auf der Staatsstraße am Behringersmühler Berg wurde die Straßendecke durch die Wassermassen unterspült und die Asphaltbrocken und das Geröll vor das Hotel Behringers gespült. Der Behringersmühler Berg bleibt voraussichtlich für Wochen gesperrt.

Die Gößweinsteiner Pezoldstraße, der Hauptstraße die durch den Ort führt, glich einem reißendem Wildwasserfluss. „Man hätte Kajak fahren können“, sagt eine Anliegerin. Im griechischen Restaurant Nostimo in der Pezoldstraße schießt das Wasser aus der Dunstabzugshaube in der Gastroküche.  Das Lokal ist zu dieser Zeit gut besucht, die Küche bleibt dann aber kalt. Die meisten Gäste haben da aber schon gegessen. Land unter hieß es auch an der Martinswand und in die Gartenstraße wurde der Schotter vom Kreuzberg über die Wickersleite hinuntergespült. Besonders schwer getroffen hat es die Gärtnerei Wiedow. Im Lagerkeller stand das Wasser eineinhalb Meter hoch. 

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Unsere Erstmeldung

Am Donnerstag hat ein schweres Unwetter den Wallfahrtsort in der Fränkischen Schweiz getroffen. Der Starkregen hat Straßen überschwemmt. Geröll und Schotter wurde auf Wege gespült.

Der Finsterweg wurde überflutet.Forchheim & Fränkische Schweiz
Der Finsterweg wurde überflutet. // Christina Weichert

Besonders schwer getroffen ist Behringersmühle. Die Staatsstraße den Behringersmühler Berg hoch hat es komplett ausgeschwennt und in Höhe des Hotels Behringers wurde die Aspahltdecke zerstört. Der Behringersmühler Berg ist bis aus Weiteres komplett gesperrt.

Einsatzkräfte räumen direkt auf.Forchheim & Fränkische Schweiz
Einsatzkräfte räumen direkt auf. // Christina Weichert

Starkregen auch bei Unterschöllenbach

Auch die Polizeiinspektion Erlangen Land meldete am freitagmorgen mehre Einsätze in der Nacht.  Neben mehreren Mitteilungen über durch Wassermassen herausgedrückte Kanaldeckel im Fahrbahnbereich, musste auch die Kreisstraße ERH 33 zwischen dem Kreisverkehr bei Unterschöllenbach und der Einmündung zur Staatsstraße St 2243 gesperrt werden, da die Fahrbahn streckenweise unter Wasser stand.

Unwetter auch in Nürnberg 

Ein schweres Gewitter hat am Donnerstagabend weite Teile der Innenstadt von Nürnberg unter Wasser gesetzt. Polizei und Feuerwehr wurden zu Hunderten Einsätzen gerufen. Schwer verletzt hat sich bei dem Unwetter nach einer ersten Bilanz aber niemand, wie Sprecher von Polizei und Feuerwehr am Abend auf Anfrage mitteilten.

Vor allem über der Nürnberger Innenstadt hatte sich laut Feuerwehr eine Gewitterzelle gebildet. Keller und Tiefgaragen liefen voll Wasser, Ampelanlagen fielen aus. Laut Polizei waren 8 bis 9 Unterführungen überflutet worden. Autos blieben im Wasser stehen, Insassen wurden eingeschlossen, konnten sich aber selbst über die Fenster befreien, wie ein Feuerwehrsprecher sagte.

Auch eine Straßenbahn konnte in einer Unterführung wegen der Wassermassen nicht mehr weiterfahren. Der Frankenschnellweg, der innerstädtische Teil der Autobahn 73, musste teilweise gesperrt werden.

Die ersten unwetterbedingten Notrufe gingen nach Angaben des Polizeipräsidiums Mittelfranken gegen 17.20 Uhr ein. Die Einsatzzentrale musste nach eigenen Angaben fast 200 unwetterbedingte Einsätze koordinieren. Ein Feuerwehrsprecher sprach am Abend von 626 Einsatzstellen. Teilweise waren die Notrufleitungen trotz Personalverstärkung überlastet. Die Feuerwehr rief die Menschen auf der Plattform X (vormals Twitter) dazu auf, zu Hause zu bleiben und nur in „absoluten Notfällen“ den Notruf zu wählen.

 

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