Zu klein, zu laut, zu alt und zusammengefasst einfach ungenügend. Das ist das Fazit, das man heute über die A73 zwischen Bamberg und Forchheim schließen kann. Besonders der Autobahnabschnitt zwischen Forchheim-Nord und Hirschaid bedarf einer kräftigen Erneuerung.
A73: Schadstoffe können in Untergrund gelangen
Im Detail muss viel gemacht werden: Größter Fehlerpunkt des jetzigen Autobahnabschnitts ist die Entwässerung. Ohne irgendeine Behandlung werden die Flüssigkeiten, die auf welchem Weg auch immer auf die Fahrbahn gelangen, abgeleitet. Besonders bei Unfällen mit Gefahrstoffen wäre das ein großes Problem, denn diese könnten binnen kürzester Zeit so in den Untergrund gelangen, heißt es aus dem öffentlich ausgelegten Planfeststellungsverfahren.
Um dieses Problem in den Griff zu bekommen, sollen am Autobahnrand mehrere Anlagen entstehen, die das von der Fahrspur abgeleitete Oberflächenwasser entsprechend aufbereiten. „Mit dieser Grunderneuerung wird die Entwässerungssituation an der Autobahn deutlich verbessert“, erklärt auch Pressesprecherin Maria Schraml von der Autobahn GmbH Niederlassung Nordbayern.
A73 in Forchheim wird breiter
Hinzu kommt noch, dass der Autobahnabschnitt aufgrund seines entsprechenden Alters komplett unterdimensioniert ist. Um die Verkehrssituation auf der A73 zwischen Forchheim und Hirschaid zu entspannen und auch sicherer zu machen, soll die Fahrbahn deutlich verbreitert werden. Bislang misst jede Richtungsfahrbahn zehn Meter in der Breite. Angedacht sind mit der Erneuerung dann zwölf Meter auf jeder Seite.
Landkreis Forchheim: A73 bekommt endlich Lärmschutz
Der nächste Problempunkt des A73-Abschnitts ist der Lärmschutz zu den umliegenden Gemeinden. Ähnlich wie auch schon zwischen den Ausfahrten Forchheim-Süd und Forchheim-Nord sollen zehn Meter hohe Lärmschutzwände den Lärm etwa in Richtung Eggolsheim deutlich reduzieren. „Diese Maßnahme ist bereits planfestgestellt und könnte jederzeit starten“, erklärt Maria Schraml weiter.
Dennoch wird es noch eine Weile dauern, bis Eggolsheim oder Buttenheim vom Großteil des Autobahnlärms erlöst sind. „Wir beabsichtigen die Grunderneuerung gemeinsam mit den nachträglichen Lärmschutzmaßnahmen durchzuführen, um die unvermeidlichen Verkehrsbehinderungen während der Bauzeit auf ein Minimum reduzieren zu können“, berichtet Schraml weiter.
A73-Ausbau: Wann kann es losgehen?
Trotzdem werden die Pendler rund um Forchheim nicht um erhebliche Verkehrsbehinderungen vorbeikommen. Von Vollsperrungen und Teilsperrungen wird da wohl alles dabei sein.
Noch müssen sich die Autofahrer um zusätzliche Fahrzeit keine Sorgen machen. Noch läuft das Planfeststellungsverfahren bei der Regierung von Oberfranken weiter. „Da ein Baubeginn sowie der weitere Bauablauf der Projekte maßgeblich vom Verlauf dieses Planfeststellungsverfahrens abhängt, können wir hierzu noch keine Aussagen treffen“, erklärt die Pressesprecherin der Autobahn GmbH.
Auch die Regierung von Oberfranken kann noch nicht sagen, wann das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen sein wird. „Das Verfahren ist weiterhin im Gange, wann mit der Fertigstellung zu rechnen ist, lässt sich noch nicht sagen“, heißt es schriftlich von der oberfränkischen Regierung.












