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Gemeinderat Leutenbach
Weil sie den Verkehr gefährdet: Die „Mistn“ soll weg
Die „Mistn“ vor dem Krämershaus in Leutenbach stellt eine Gefahrenquelle für den Straßenverkehr dar.Forchheim & Fränkische Schweiz
Die „Mistn“ vor dem Krämershaus in Leutenbach stellt eine Gefahrenquelle für den Straßenverkehr dar. // Thomas Weichert
Leutenbach – An der Dorfstraße in Leutenbach liegt mitten in einer Kurve eine Engstelle, die zugleich eine Sichtbehinderung aufweist. Der Gemeinderat hat über das Hindernis diskutiert – und wie nach dessen Beseitigung weiter verfahren werden soll.

Reinhold und Katharina Kraft sowie weitere Unterstützer beantragten bei der Gemeinde Leutenbach die Beseitigung der Engstelle am früheren Anwesen Rumpler in der Dorfstraße 16. Gemeint ist die „Mistn“ vor dem so genannten Krämerhaus, das die Gemeinde vor Jahren erworben hat und bei dem bisher nichts mehr weitergegangen ist.

Wenn es nach den Antragstellern geht, soll auch die Treppe vor dem ehemaligen Krämerladen beseitigt werden.

Wie Bürgermeister Florian Kraft (FW) dazu während der jüngsten Gemeinderatssitzung erklärte, müsse man zunächst abklären, was einmal mit der Platzfläche gemacht werden solle. Außerdem würde nach seiner Meinung ein Abriss der Mistn und der Treppe zu einer Aufweitung der Ortsdurchgangsstraße führen. Die Folge wäre, dass dann dort schneller gefahren werde.

Autofahrer könnten „durchschauen“

Anders sah dies Zweiter Bürgermeister Roland Schmitt. Ist die Mistn weg, habe man ja immer noch die Engstelle. Ein Riesenvorteil wäre es aber, dass die Autofahrer dann „durchschauen“ könnten. Für Reinhardt Weber wäre der Abbruch der Mistn und der Treppe zum ehemaligem Laden eine schnelle und einfache Maßnahme zur Verbesserung für die Fußgänger, die mit wenig Kosten verbunden sei. Die Stelle, an der dann die Mistn stand, würde Raimund Dörfler nicht schottern, sondern pflastern.

Dann bräuchte man nach Meinung von Schmitt aber eine Fahrbahnabgrenzung. „Sonst überfahren die Verkehrsteilnehmer die Stelle und gefährden dann die Fußgänger.“ Nach seiner Meinung müsse dies vom Landkreis aufgeplant werden, da es sich bei der Dorfstraße um eine Kreisstraße handle.

„Ohne Abgrenzung sehe ich keine Verbesserung für die Sicherheit der Fußgänger“, sagte Alexander Kaul. „Ich würde es begrüßen, wenn wir das Eck aus Leutenbach draußen hätten“, so noch einmal Schmitt.

Der einstimmige Ratsbeschluss sieht vor, dass dem Landkreis die Fläche, auf der die Mistn derzeit noch steht, zum Ausbau der Straße angeboten und von der Gemeinde dann gleichzeitig ein Gehweg angelegt wird. Zum Antrag der Interessengemeinschaft (IG) „Aufbruch Leutenbach“, künftig eine Bürgerfragestunde bei den Gemeinderatssitzungen einzuführen, erklärte Kraft, dass dieser Antrag bei der nächsten Sitzung behandelt werde.

„Wir müssen erst wissen, um was es dabei geht“, so der Rathauschef.

„Ich habe das voll verstanden, um was es geht“, gab ihm Dörfler zurück.

Grundstück für Pumptrack anderweitig gebraucht

Zum Bau des angedachten Pumptracks auf dem Grundstück unterhalb des Sportheimes von Concordia Leutenbach erreichte die Gemeinde eine ablehnende Stellungnahme des Vereinsvorstands. Dieses Grundstück sei der Parkplatz für das Sportgelände und werde auch zur Kirchweih genutzt, die für den Verein aus finanzieller Sicht überlebenswichtig sei. Das zukünftige Gemeindearchiv soll laut Kraft im Rathaus untergebracht werden. Für die Nutzung des Archivs soll noch eine Satzung erlassen werden.

Die Kirchenstiftung St. Walburga Oberehrenbach erhält einen Zuschuss für die Herrichtung der Außenanlagen bis zu einer Höhe von 2800 Euro. Alexander Kaul war für eine anteilige Bezuschussung wie bei anderen Kirchprojekten auch. Laut Weber handele es sich aber um keine klassische Kirchenangelegenheit, sondern um einen Dorfplatz, auf dem sich die Leute treffen. Deshalb solle man die Restkosten, wie auch in Ortspitz geschehen, in voller Höhe übernehmen. Kaul stimmte als einziger Rat dagegen.

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