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Investition statt Jobabbau
Gegen die Krise: CNC Hofmann Haidhof baut eigenen Solarpark 
Solaranlage bei CNC Hofmann in HaidhofForchheim & Fränkische Schweiz
Die Mitarbeiter von CNC Hofmann in Haidhof haben die firmeneigene Solaranlage selbst aufgebaut. // Petra Malbrich
Haidhof – Eine Investition in einen Solarpark als Antwort auf Krisenzeiten: CNC Hofmann in Haidhof baut künftig noch stärker auf erneuerbare Energie – und schafft damit noch einen weiteren Vorteil.

Roland Hofmann, Firmeninhaber von CNC Hofmann, hat seinen Solarpark eröffnet. Dass neben den beteiligten Firmen und Leutenbachs Bürgermeister Florian Kraft auch Umweltminister Thorsten Glauber (FW) und Landtagsabgeordnete (MdL) Michael Hofmann (CSU) dabei waren, ist die Entstehungsgeschichte hinter dem Solarpark. Der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler), der zur Eröffnung gekommen war, gab dem Firmenchef nicht nur Schützenhilfe für das Projekt, sondern verglich Firmenchef Roland Hofmann gleich mit niemand geringerem als Apple-Gründer Steve Jobs.

CNC Hofmann im Kreis Forchheim eröffnet eigenen Solarpark 

Der Landtagsabgeordnete Michael Hofmann (CSU) lobte das Verantwortungsbewusstsein des Firmenchefs, das zur Entstehung des Parks geführt habe. „Wenn jemand sagt, bevor ich Leute ausstelle, suche ich für meine Leute eine sinnvolle Arbeit, die auch dem Unternehmen hilft“, lobt MdL Hofmann das Verhalten des CNC Firmenchefs Hofmann.

Es kriselt an vielen Stellen in der Wirtschaft, und auch bei CNC Hofmann waren Mitarbeiter frei. Zudem stiegen die Stromkosten enorm. Was tun, um den Mitarbeitern eine Arbeit zu geben und zugleich für Entlastung in der eigenen Firma zu sorgen? Einen Solarpark in Eigenregie zu bauen, war dann die Idee. Dazu angestoßen hatte die Firma Leibinger Elektro aus Dietersberg. Der Vorteil: „Kostenersparnis in der schlechten Zeit“, erzählt Roland Hofmann. „Neben den hohen Stromkosten war auch die Verantwortung der Umwelt, den Kindern und Enkeln gegenüber ausschlaggebend“, sagt Firmenchef Roland Hofmann.

Seit 2007 arbeitet CNC Hofmann ohne fossile Brennstoffe

Darauf achtet Hofmann schon lange. „Seit 2007 haben wir keine fossilen Brennstoffe verwendet, sondern mit Luft- und Wärmepumpe gearbeitet“, sagt Hofmann. Eine Solaranlage auf dem Dach der Produktionshalle generiert den Strom. Die Solarstomproduktion wird mit dem Solarpark hinter dem Firmengelände nun erweitert.

Solaranlage bei CNC Hofmann in HaidhofForchheim & Fränkische Schweiz
Die Solaranlage auf dem Firmengelände von CNC Hofmann. // Hofmann

Ernst Leibinger, für die Beschaffung zuständig, gab Hofmann Adressen, um die Solarpanelen in China bestellen zu können. „Ich hatte schon Bauchweh dabei, da wir in Vorkasse gehen mussten und eine hohe Summe investiert haben“, sagt Hofmann. Das waren immerhin 200.000 Euro. Die Firma Markus Kögel aus Lilling kam mit dem Bagger angerollt, übernahm die Aushub- und Betonarbeiten. Die Solarpanelen bauten Hofmanns Mitarbeiter auf. Für die Verkabelung, den Wechselrichter und die Anmeldung des Solarparks war Marco Knorr mit seiner Elektrofirma MKE aus Eggolsheim zuständig.

Umweltminister Thorsten Glauber setzt sich beim Bayernwerk für Solarpark ein

Doch bevor diese sichtbaren Arbeiten stattfinden konnten, brauchte Hofmann für sein Vorhaben Solarpark grünes Licht von der Gemeinde Leutenbach. Die einen Hektar große Fläche gehört zwar Hofmann, aber es ist Gemarkung Leutenbach. Zudem gehört der Weg von Hofmanns Firmengelände zum Solarparkanfang der Gemeinde Leutenbach, der Weg dahinter gehörte Hofmann. Der Weg war ein Flurbereinigungsweg und öffentlich gewidmet und wurde nun mit dem anderen Weg hinter dem Park getauscht. Den Feldweg musste Hofmann für den Tausch aufschottern.

„Es ist schön, dass die Firma Hofmann herübergewachsen ist“, sagt Kraft scherzhaft und zugleich erfreut, denn viele Menschen aus seiner Gemeinde Leutenbach haben bei Roland Hofmann einen Arbeitsplatz. Aber für die Genehmigung brauchte es auch das Bayernwerk, das einige Bedenken hatte und sich sperrig zeigte, so Umweltminister Glauber, ob die Anlage so wie geplant ans Netz konnte.

Solaranlage bei CNC Hofmann in HaidhofForchheim & Fränkische Schweiz
Prominenter Besuch: Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (Zweiter von rechts) war zur Einweihung des neuen Solarparks bei CNC Hofmann in Haidhof gekommen. // Petra Malbrich

Ein Batteriespeicher wäre zu teuer gewesen

Umweltminister Glauber hat deshalb selbst Kontakt mit dem Bayernwerk aufgenommen, um „dem Bayernwerk die Angst zu nehmen“, wie er sagt. Warum er sich dafür einsetzte? „Die Firma Hofmann ist Apple im Kleinen. Steve Jobs hat in der Garage angefangen, und Roland Hofmann hat in der Garage mit Maschinen für Präzisionsgeräte angefangen“, sagt Glauber. Und weiter: „Die Firma Hofmann hat immer bewiesen, dass sie mit der Zeit geht, wettbewerbsfähig ist, gute Produkte produziert und Arbeitsplätze schafft.“

Dass sich das Engagement aller Beteiligten ausgezahlt hat, zeigt der Solarpark, der nun in Betrieb gehen kann. Nur der Batteriespeicher bleibt ein Problem. Ein Stromspeicher für 400 Kilowattstunden kostet 200.000 Euro. „Das reicht in der Fertigung knapp eine Stunde“, sagt Hofmann. „Wir müssten über eine Million Euro investieren, um einen Tag überbrücken zu können“, erklärt Hofmann, warum der Park vorerst ohne Speicher ans Netz geht. 

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