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8000 Jobs fallen weg
Stellenabbau bei der Post: Mögliche Folgen für Forchheim
Briefmarken und Briefkästen, aber keine Postboten mehr? Die Deutsche Post will deutschlandweit rund 8.000 Arbeitsplätze streichen.Forchheim & Fränkische Schweiz
Briefmarken und Briefkästen, aber keine Postboten mehr? Die Deutsche Post will deutschlandweit rund 8.000 Arbeitsplätze streichen. // Barbara Herbst
Forchheim – Die Deutsche Post sorgt für Aufsehen: 8.000 Stellen sollen wegfallen. Welche Auswirkungen hat das auf die Brief- und Paketversorgung in Forchheim?

Was die Post und ihre diversen Unternehmen angeht, kommt es zumindest in Forchheim gerade hauptsächlich zu Negativmeldungen. Zuletzt kündigten Post und Postbank das Ende ihrer Filiale in der Bamberger Straße an. Wer in Forchheim nun ein Paket abholen oder abgeben will, muss auf die externen Postfilialen, die nicht durch die Post selbst betrieben werden, in der Stadt oder im Landkreis ausweichen. Nun wird allerdings auch fraglich, ob es in Zukunft überhaupt noch genug Postboten gibt, die diese Briefe und Pakete abholen und austragen.

Denn wie das Unternehmen mit der Veröffentlichung ihrer Jahreszahlen für 2024 bekanntgab, will die DHL Group insgesamt 8.000 Arbeitsplätze streichen. Besonders der Unternehmensbereich Post und Paket – besser bekannt als die Deutsche Post – sei davon betroffen. Dass diese Stellen gekürzt werden sollen, bestätigt auch eine Sprecherin der DHL Group auf Nachfrage der FT-Redaktion. Derzeit beschäftigt die Deutsche Post in Deutschland rund 187.000 Mitarbeiter, rund vier Prozent der Beschäftigten müssen also gehen.

Stellenkürzungen kurz nach Tarifabschluss

Die Ankündigung des Jobabbaus in Deutschland erfolgt, so die Deutsche-Presse-Agentur (dpa), nur zwei Tage nach einem Tarifabschluss mit Verdi für rund 170.000 Briefträger, Paketboten und anderen Logistik-Mitarbeitern. Nach der Einigung am Dienstag hatte der DHL-Vorstand verlautbart, dass man „Kostensenkungsmaßnahmen konsequent erweitern und beschleunigen“ werde. Nun konkretisierte das Management dieses Vorhaben mit dem Jobabbau. 

Post-Betriebsratschef Thomas Held nannte den Stellenabbau „total erschreckend“. Nach seiner Einschätzung könnte damit noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht sein. „Wir befürchten, dass das nur die Spitze vom Eisberg sein wird und dass weitere Tausende von Arbeitsplätzen wegfallen werden“, sagte der Arbeitnehmervertreter gegenüber der dpa. Das könnte noch dieses Jahr passieren. 

Wie trifft der Stellenabbau Forchheim?

Da stellt sich die Frage, ob die Postversorgung, besonders in den ländlicheren Regionen Deutschlands, auch in Zukunft noch auf dem gleichen Stand erhalten bleiben kann. Eine Sorge, die die DHL ihren Kunden direkt nehmen möchte: „Es kommt zu keinen Verzögerungen bei der Postversorgung. Wir passen unseren Personalbestand im Betrieb regelmäßig an die tatsächlichen Mengen an und stellen damit sicher, dass diese auch zuverlässig bearbeitet werden können“, so eine Sprecherin der DHL auf Nachfrage.

Briefe und Pakete sollen also auch mit 8.000 Mitarbeitern weniger ganz normal an die Briefkästen und Haustüren Deutschlands geliefert werden, auch in Forchheim. Wie genau der heimische Standort von den Veränderungen bei Post und DHL betroffen ist, ist noch unklar. Wie es mit den Forchheimer Postangestellten weitergeht, dazu will sich das Unternehmen mit Sitz in Bonn derzeit noch nicht äußern: „Wir bitten um Verständnis, dass wir zu einzelnen Regionen oder Standorten sowie weiteren Details keine Auskunft geben können“, so eine Unternehmenssprecherin.

Weniger Paketshops als Sparmaßnahme?

Dennoch stellt sich in Forchheim die Frage, ob auf die Schließung der Filiale in der Bamberger Straße weitere folgen könnten. Inwiefern auch die Dienstleistungen der Paketshops unter mögliche Sparmaßnahmen fallen, ist ebenfalls noch unklar. Eine Rückfrage seitens der FT-Redaktion, ob auch die externen Filialen von Spaßmaßnahmen betroffen sein könnten, ließ das Unternehmen unbeantwortet.

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