0
Nach Postbank-Rückzug
Post in Forchheim: Neue Lösung für schließende Filiale?
Post Bamberger Straße ForchheimForchheim & Fränkische Schweiz
In die Postbank-Filiale in der Bamberger Straße könnte bald ein neuer Laden einziehen und gleichzeitig den Post-Service weiterführen. // Stephan Großmann
Forchheim – Forchheims Postbank schließt, doch ein neues Unternehmen könnte den Post-Service übernehmen. Wie die neue Lösung aussieht und wie der Landkreis mit Postfilialen abgedeckt ist,

Eigentlich sollte Forchheim irgendwann im Laufe dieses Frühjahres mit einer Postfiliale weniger dastehen. Wie die Postbank bereits im November 2024 ankündigte, soll die derzeit noch bestehende Filiale in der Bamberger Straße 51 geschlossen werden. Derzeit können Kunden dort noch ihre Bank- und Postgeschäfte erledigen, mit der angekündigten Schließung in diesem Jahr müssten sie entsprechend größere Wege auf sich nehmen. 

Postfiliale Forchheim: Lösung in Sicht

Während der Postbank-Teil der Filiale definitiv aus Forchheim verschwinden wird, gibt es noch ein wenig Hoffnung, was die Zukunft des Post-Standortes in der Bamberger Straße angeht. In die derzeitigen Geschäftsräume der Postbank könnte bald schon ein anderes Geschäft einziehen, welches gleichzeitig die Funktion als Postfiliale weiter erfüllen soll.

Eigentlich, so berichtete der Fränkische Tag im Dezember, war mit der Ankündigung der Postbank-Schließung bereits eine andere Lösung in Arbeit. Der Post-Service hätte demnach innerhalb der angrenzenden Edeka-Filiale einen Platz finden können. „Diese Pläne sind inzwischen vom Tisch“, erklärt Steffen Sorge, der Geschäftsführer des E-Centers Sorge, auf Nachfrage der FT-Redaktion. Am Ende habe man sich nicht mit der Post einigen können, so der Inhaber. 

Neuer Kiosk in der Bamberger Straße

Stattdessen sei ein anderer Interessent an die Post und an den Vermieter der derzeitigen Postbank herangetreten. Dort solle laut Steffen Sorge nun ein Kiosk einziehen, der dann auch die Funktion als Postfiliale weiter erfüllen soll. „Man hatte mich dazu vorher gefragt, da dort ja teils ähnliche Produkte verkauft werden würden, wie bei uns“, erzählt Sorge. Wer den Kiosk dann schlussendlich betreiben soll, wisse Sorge nicht, er hat dem Projekt seine Zustimmung gegeben und ist nicht weiter daran beteiligt.

Dass gerade in der Tat an einer Zukunftslösung für den wegfallenden Post-Service der Postbank gearbeitet wird, bestätigt die Deutsche Post auf Nachfrage. „Unsere Kolleg:innen arbeiten bereits unter Hochdruck an einer Lösung. Wir bitten um noch ein wenig Geduld“, heißt es vonseiten der Pressestelle in München. Doch auch die Post macht noch keine Angaben über den zukünftigen Betreiber, da bisher nicht alles final abgeklärt sei.

So ist die Post-Situation im Landkreis

Mit dem bereits angekündigten Wegfall der Forchheimer Postbank-Filiale bleiben der Kreisstadt selbst noch drei weitere vollwertige Postfilialen. Sollte der erwähnte Plan des neuen Kiosks aufgehen, wären es wieder vier Postfilialen in der Stadt. 

Im gesamten Landkreis Forchheim gibt es insgesamt 24 vollwertige Postfilialen, verteilt auf das gesamte Landkreisgebiet. Dazu kommen weitere zehn DHL-Paketshops. Vollwertige Postfilialen bieten alle Services der Post in der Filiale an, vom Briefmarkenkauf bis zur Paketabgabe ist hier alles möglich. In den zusätzlichen Paketshops ist die Serviceauswahl beschränkter als in den vollwertigen Filialen. 

So sind die einzelnen Postfilialen über den Landkreis Forchheim verteilt:

Deutsche Post: Keine weiteren Schließungen in Forchheim geplant

Auch wenn die Anzahl der Postfilialen in ganz Deutschland in den vergangenen Jahren abgenommen hat, bekräftigt die Deutsche Post auf Nachfrage, dass sie nicht allgemein plant, Postfilialen im Landkreis Forchheim zu schließen. „Wir haben mehrfach darauf hingewiesen, dass die Einrichtung von Postfilialen insbesondere in ländlichen Gebieten mit wenig ausgeprägter Einzelhandels-Infrastruktur sehr herausfordernd ist und wir immer wieder mit Geschäftsaufgaben von Filialpartnern rechnen müssen“, erklärt eine Pressesprecherin. 

Eigenständig würde die Post also keine Filialen schließen wollen, stattdessen würden mögliche Schließungen vordergründig durch sich ändernde Situationen bei den Filialpartnern, also den Unternehmen, die die Post-Services in ihren Unternehmen anbieten, entstehen. „Wir ziehen uns nicht zurück und werden auch weiterhin mit Hochdruck und im engen Dialog mit den Städten und Gemeinden daran arbeiten, an allen sogenannten „Pflichtstandorten“ präsent zu sein“, erklärt eine Unternehmenssprecherin.

Inhalt teilen
  • kopiert!