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Energiewende-Firma
Millionenbau: Anlagenbau Neundörfer zieht nach Forchheim
So stellt sich die Firma Anlagenbau Neundörfer ihr neues Headquarter im Forchheimer Süden vor.
So stellt sich die Firma Anlagenbau Neundörfer ihr neues Headquarter im Forchheimer Süden vor. // Visualisierung: Gräßel Architekten
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Forchheim – Die Firma Anlagenbau Neundörfer entwickelt und fertigt seine hochspeziellen Kühlanlagen für Firmen aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien bald in Forchheim. Was geplant ist und wann es losgehen soll.

Die Firma Anlagenbau Neundörfer verlagert ihren Stammsitz von Langensendelbach nach Forchheim. Dies teilte das Unternehmen nun mit. 

Geplant sei demnach, sowohl ein neues Headquarter als auch eine zusätzliche Produktionshalle in der Königsstadt zu errichten. Die Investitionssumme werde laut Firmeninformationen voraussichtlich einen „mittleren einstelligen Millionenbetrag" betragen. Das neue Headquarter mit einer Nutzfläche von über 3500 Quadratmetern solle 2025 in den Betrieb gehen. Im Headquarter und in der neuen Produktionsstelle in Forchheim würden anfangs über 50 Mitarbeiter starten. Diese Expansion sei die größte Investitionsentscheidung der Firma Neundörfer, heißt es.

Produktionsanlagen in Langensendelbach und Gremsdorf reichen nicht

„Die bisherigen Produktionsanlagen in Langensendelbach stoßen an ihre Kapazitätsgrenzen, auch eine frühere Erweiterung in einer gemieteten Halle in Gremsdorf konnte mit dem beschleunigten Wachstum keine nachhaltige Entlastung bei der notwendigen Produktionsfläche bringen, daher ist diese Expansion eine positive weitreichende und insbesondere eine strategische Unternehmensentscheidung mit einem klaren Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Forchheim sowie zur ganzen Region“, schreibt Geschäftsführer Martin Haensel.

Nach intensiven Suche habe man in der Benzstraße im Süden Forchheims einen idealen Standort gefunden, der sowohl für Mitarbeiter als auch Kunden optimal erreichbar sei. Das Team von Gräßel Architekten entwickelte das Büro- und Produktionsgebäude der „Cooling Company“ als einen funktionalen Industriebau, der durch seine „differenzierte Fassadengestaltung die Firmenidentität erkennbar" mache, wie es weiter heißt.

Wirtschaftsförderer Forchheim: „Noch breiter aufgestellt"

Positiv kommt der Umzug bei Forchheims Wirtschaftsförderer Viktor Naumann an. „Durch die Ansiedlung der Anlagenbau Neundörfer GmbH stellt sich der Wirtschaftsstandort Forchheim noch breiter in einer Wirtschaftsstruktur auf. Neben der bereits erfolgreichen Ansiedlung der Siemens Energy AG stärkt die Anlagenbau Neundörfer GmbH mit ihrer Expansion in Forchheim das lokale Cluster der produzieren Unternehmen im Bereich der Erneuerbaren Energien", sagt Naumann.

Viktor Naumann, Wirtschafsförderer Forchheim
Viktor Naumann, Wirtschafsförderer Forchheim // Stephan Großmann

Technik unter anderem in Offshore-Windparks verbaut

Die Firma Anlagenbau Neundörfer habe sich laut eigener Aussage bereits seit Jahren auf den Bereich der Erneuerbaren Energien fokussiert, genauer auf spezielle Kühlanlagen, die in vielen Bereichen der Energiewende Schlüsselprodukte seien. So würden diese Kühlanlagen bereits jetzt in Offshore-Windparks über die Stromverteilung und Netzstabilisation bis hin zur Wasserstoffelektrolyse weltweit betreut und mit eigenen Produkten beliefert. „Mit den Auftragszuschlägen zweier Großprojekte im Dezember 2023 sowie im Januar 2024 kommt nun die Herausforderung bei der geplanten Expansion hinzu, auch schnell für die Kunden in dieser Größenordnung einsatzbereit zu sein", schreibt das Unternehmen.

Mit dem neuen Headquarter in Forchheim wolle man künftig nicht nur weitgehend CO₂-neutral, sondern auch perspektivisch nahezu autark entwickeln und fertigen. „Dafür werden in dem Neubau einige neuartige Techniken (aus eigenem Know-how) umgesetzt, die weit über die eine übliche Solarfläche mit Batteriespeicher hinausgehen."

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