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Gastro und Handel
Was sich in Forchheims City tut
Forchheim, deine Fußgängerzone: In einem Traditionslokal  steht ein historischer Wechsel an – und ein lang ersehnter Ladentraum erfüllt sich.Forchheim & Fränkische Schweiz
Forchheim, deine Fußgängerzone: In einem Traditionslokal steht ein historischer Wechsel an – und ein lang ersehnter Ladentraum erfüllt sich. // Emma Seeger
Forchheim – Ein traditionelles Lokal in Forchheims Fußgängerzone hat einen neuen Pächter – und im ehemaligen Belzer-Areal wird am 1. September endlich eine lang ersehnte Eröffnung gefeiert.

Wer dieser Tage aufmerksam durch Forchheims Innenstadt flaniert, wird allerspätestens in der Hauptstraße 52 aufhorchend stehenbleiben.

Statt klappernder Gläser und geklopfter Schnitzel dringen derzeit Baugeräusche in die Fußgängerzone. Kein Zufall: In der Traditionsgaststätte Stadtlokal wird derzeit fleißig gearbeitet.

Das Stadtlokal in Forchheim hat einen neuen Pächter.Forchheim & Fränkische Schweiz
Das Stadtlokal in Forchheim hat einen neuen Pächter. // Stephan Großmann

Ein Beitrag auf Facebook verrät, was dort los ist. „Aufgrund eines Pächterwechsels und kleinerer Umbauten“ werde erst ab September wieder geöffnet, heißt es. Wie auf FT-Nachfrage zu erfahren ist, hat der bisherige Betreiber die Schlüssel für die Traditionswirtsstube weitergegeben.

Auch der neue ist kein Unbekannter: Navsherbir Singh, vielen als Inhaber des Little India am Paradeplatz bekannt, zeichnet seit zwei Monaten für das Lokal verantwortlich.

Navsherbir Singh: Stil und Essensangebot sollen bleiben

„Der Stil des Stadtlokals wird bleiben, auch soll es weiterhin moderne deutsche Küche geben“, sagt er am Telefon.

Navsherbir SinghForchheim & Fränkische Schweiz
Navsherbir Singh // Barbara Herbst/Archiv

Derzeit schrauben seine Handwerker fleißig in den Innenräumen, auch die Küche soll mehr als nur einen neuen Anstrich bekommen. Wann er genau wieder die Türen öffnen wird, kann er auch am Donnerstag noch nicht sagen. Aber es solle wohl spätestens in der zweiten Septemberwoche geschehen.

Das zweigeschossige Giebelhaus gehört zum baudenkmalgeschützten Ensemble Altstadt. Schon seit Jahrhunderten wird das Stadtlokal als Gastwirtschaft genutzt. Seit 1930 trägt es seinen heutigen Namen: „Fränkische Bierstube“.

Es bewegt sich was im Belzer-Areal

Auch schräg gegenüber des Stadtlokals gibt es etwas Neues. Andre Jerundow eröffnet am Freitag, 1. September, sein Bekleidungsgeschäft „Andows“ in der Hauptstraße 61. Das Gebäude beherbergte ehemalig die Metzgerei Belzer.

Andre Jerundow eröffnet 1. September sein neues Geschäft.Forchheim & Fränkische Schweiz
Andre Jerundow eröffnet 1. September sein neues Geschäft. // Emma Seeger

Die Idee zu seinem eigenen Geschäft hatte Jerundow schon länger, nun kann er nach über einem Jahr Verzögerung endlich eröffnen. Vor allem durch den Denkmalschutz dauerten die Renovierungen länger an als ursprünglich gedacht, bis zuletzt mussten Regale aufgebaut und Waren weggeräumt werde.

Der Laden „extra fashion“ direkt nebenan gehört seiner Mutter und ist durch einen Durchbruch mit dem Andows verbunden. Ergänzend zu dem Sortiment des Geschäfts seiner Mutter bietet Jerundow in seinem Laden Taschen, Schuhe und Herrenkleidung an. Sein Angebot richtet sich an alle Altersklassen. Das Andows hat täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Lange haben sich die Arbeiten imm ehemaligen Belzer-Areal hingezogen.Forchheim & Fränkische Schweiz
Lange haben sich die Arbeiten imm ehemaligen Belzer-Areal hingezogen. // Stephan Großmann

„Ich habe früher schon gerne immer im Laden meiner Eltern mitgeholfen und dort meistens beim Online-Versand Pakete verpackt“, erzählt Jerundow. Nach der Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann im Laden seiner Eltern hat er sich nun selbstständig gemacht und steht stolz in seinem eigenen Laden.

„Für mich sind die beiden Geschäfte eine Art Familienbetrieb“, sagt Andows. Sein Vater hatte auch schonmal bereits ein Herrenbekleidungsgeschäft, aktuell unterhält die Familie mit dem Andows drei Geschäfte in Forchheim.

Heimforteil: froh über jede Neueröffnung

Petra Dietzel von der Händlervereinigung Heimforteil sieht aktuell wenige Veränderungen in der Situation der Innenstadt.

Trotz der Baustellen in Forchheim kämen in ihrem Laden die Stammkunden regelmäßig vorbei. Viele der leerstehenden Gebäude seien einerseits Schließungen aus persönlichen Gründen, andererseits auch Umzügen in größere Gebäude geschuldet.

Dennoch befürchtet sie, dass die Frequenz an Besuchern je nach Lage zur Baustelle durchaus zurückgehen könnte.

Des Weiteren sei es schwieriger, in einer „Stadt, die ganz eine Baustelle ist“, wie sie Forchheim nennt, neue Geschäfte anzuwerben. Aus diesem Grund freue sie sich über jede Neueröffnung besonders.

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