Schmuckziegel-Preis
Auszeichnung für fränkische Baukunst verliehen
Mit ihrem Fachwerkhaus in Eggolsheim gewannen Tatja und Philipp Hümmer den großen Schmuckziegel.
Mit ihrem Fachwerkhaus in Eggolsheim gewannen Tatja und Philipp Hümmer den großen Schmuckziegel.
Foto: Paul Pöhlmann
F-Signet von Paul Pöhlmann Fränkischer Tag
LKR Forchheim – Die Auszeichnung „Schmuckziegel“ soll den Erhalt und die Erneuerung alter Gebäude würdigen. Diese Gebäude im Landkreis Forchheim haben gewonnen.

Ein Wohnhaus in Pretzfeld, ein kleines Fachwerkhaus in Eggolsheim und eine Scheune in Kunreuth – sie alle sind Sieger der Aktion „Schmuckziegel“ 2021/2022 des Fränkische-Schweiz-Vereins (FSV). Zehn Objekte waren ursprünglich angemeldet worden.

Nach einer Vorauswahl blieben sieben davon in der Bewertung. Neben Tatja und Philipp Hümmer, Petra und Oliver Saam und Stefan Sebald gewannen auch die Gemeinde Heroldsbach mit einem öffentlichen Gebäude und Christian Kress mit seinem Wohnhaus in Pretzfeld einen großen Schmuckziegel.

Fränkisches Bauen belohnen

Mit dem Schmuckziegel soll fränkisches Bauen oder Restaurieren belohnt und sichtbar gemacht werden. Er hat die Form eines Biberschwanzziegels, die der Künstler Harro Frey künstlerisch gestaltet hat.

Petra und Oliver Saam bekommen für ihr Haus in Pretzfeld den großen Schmuckziegel.
Petra und Oliver Saam bekommen für ihr Haus in Pretzfeld den großen Schmuckziegel.
Foto: Paul Pöhlmann

Mit dem kleinen Schmuckziegel wurden ein Wohngebäude in Neunkirchen am Brand sowie eine Scheune in Hiltpoltstein ausgezeichnet.

FSV-Hauptvorsitzender Reinhardt Glauber ging auf die Geschichte der Schmuckziegelverleihung ein: „1973 gründete Freifrau von Pölnitz den Arbeitskreis Bauen. Sie stiftete auch den ersten Schmuckziegel, damals ’Fränkische-Schweiz-Ziegel’ genannt, bis es zu dem Kuratorium ’Schmuckziegel’ kam.“

Alte Gebäude werden oft nicht erhalten

Die erste Vergabe erfolgte 1975. Im Laufe der Jahre hat sich sehr viel auch im Bereich Bauen und Wohnen verändert, erklärt Glauber. So werden z. B. Gebäude aus der Nachkriegszeit abgebrochen, weil ein Neubau mehr Gestaltungsmöglichkeiten bietet.

Die Scheune von Stefan Sebald
Die Scheune von Stefan Sebald
Foto: Paul Pöhlmann

„Gut, dass es immer wieder Menschen gibt, die sich vorhandener Bausubstanz annehmen und nicht für sanierungsfähig gehaltenen Gebäuden mit Liebe und noch viel mehr Arbeit und Einfühlungsvermögen neues Leben geben“, sagt der FSV-Vorsitzende.

Jurymitglieder der diesjährigen Aktionen waren Kreisbaumeister Walter Neuner, Kreisheimatpfleger Edwin Dippacher, Altbürgermeister Helmut Taut, Zimmermeister Jürgen Wölfel, Hermann Bieger , Reinhardt Glauber und FSV-Geschäftsleiterin Stefanie Bezold.

 

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