Als die Bagger in der vorigen Woche in der Reuther Hutstraße anrückten, trauten manche Anwohner ihren Augen kaum.
Sollte die Stadt nun doch schon mit dem Bau der einmal geplanten und vor Ort umstrittenen Kindertagesstätte begonnen haben? Obwohl damit doch erst nach Aufstellung eines Bebauungsplans zu rechnen gewesen wäre?
Das sagt die Stadt Forchheim zu den Arbeiten in Reuth
Nachgefragt bei der Stadtverwaltung Forchheim, was es mit den Arbeiten an der Stelle kurz vor dem Sportplatz auf sich hatte.
Stadtsprecherin Britta Kurth beruhigt auf FT-Anfrage: „Derzeit wird die Grundstücksfläche für die Beprobung des Erdaushubs für das Bauvorhaben Erweiterung der Schule Reuth verwendet, da auf dem vorhandenen Schulgrundstück keine geeignete Fläche zur Verfügung steht“.
Der Erdaushub werde Ende September auf diesem Grundstück in der Hutstraße zur Beprobung zwischengelagert und danach wieder entfernt. Weiter teilt sie mit, dass diese Zwischenablagerung im Vorfeld mit dem Landratsamt Forchheim abgeklärt gewesen worden sei, Einwendungen habe es keine gegeben.
Kita-Bau in Reuth bleibt aber „klares Ziel“
Und doch weist die Stadt Forchheim in diesem Zusammenhang klar darauf hin, dass „die Schaffung von Baurecht für den Bau einer Kindertagesstätte an dieser Stelle klares Ziel des Verwaltungshandelns ist und auch vom Stadtrat befürwortet wird“. Dies gehe aus einem Aufstellungsbeschluss vom 7. Februar hervor.
Die geplante Kindertagesstätte diene dem Allgemeinwohl und der Versorgung des Stadtteils Reuth mit Kinderkrippen- und Kindergartenplätzen, argumentiert die Stadt.
Das Vorhaben am Ende der Hutstraße hat in jüngster Vergangenheit immer wieder zu teils heftigen Diskussionen geführt, vor allem weil Anwohner ein Verkehrschaos fürchten.
Prognosen für Kindergärten und Krippen: Bedarf steigt
Die derzeitigen Prognosen und die aktuellen Krippen- und Kindergartenanmeldungen zeigten demnach, dass in der Stadt Forchheim ein starker Zuwachs von Betreuungsplätzen zu verzeichnen ist. Nachdem im Stadtteil Reuth circa 260 neue Wohneinheiten geschaffen wurden, steigt der Bedarf an zusätzlichen Betreuungsplätzen weiter an.
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