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25 neue Wohnungen in der City
Ebermannstadt: Baupläne am Kirchenplatz lösen Bedenken aus
So stellen sich die Planer die Anlage am Kirchenplatz in Ebermannstadt vor.Forchheim & Fränkische Schweiz
So stellen sich die Planer die Anlage am Kirchenplatz in Ebermannstadt vor. // Visualisierung: Projekt Bauart WohnInvest GmbH, Repro: Thomas Weichert
Dreistöckig ist das Gebäude nach dem Entwurf der Planer.Forchheim & Fränkische Schweiz
Dreistöckig ist das Gebäude nach dem Entwurf der Planer. // Visualisierung: Projekt Bauart WohnInvest GmbH, Repro: Thomas Weichert
Ebermannstadt – In Ebermannstadt werden die Pläne für sozialen Wohnungsbau am Kirchenplatz vorgestellt. Im Stadtrat gibt es Bedenken deswegen: Unter anderem geht es um Parkplätze und den Denkmalschutz.

„Ich bitte und hoffe, dass die Ebermannstadter dieses Projekt zum Wohle der Stadtentwicklung mittragen“, sagte Pfarrer Florian Stark während der Stadtratssitzung. Planer Thomas Siebenhaar vom Büro „Projekt Bauart“ und Jörg Bierwagen vom Heilbronner Ingenieurbüro „Christofori und Partner“ hatten dabei Pläne für einen geförderten und sozialen Wohnungsbau am Kirchenplatz vorgestellt.

Es geht um das ehemalige Feuerwehrhaus, das inzwischen der Kirche gehört und abgerissen werden soll. Dort will die Forchheimer Firma „Projekt Bauart Wohninvest GmbH“ als Bauherr 25 Wohneinheiten errichten und die Kirche soll einen neuen Gemeindesaal bekommen. Die Kirche verpachtet ihre Grundstücksanteile nach Erbbaurecht.

Pro Wohneinheit ist ein Stellplatz vorgesehen.Forchheim & Fränkische Schweiz
Pro Wohneinheit ist ein Stellplatz vorgesehen. // Visualisierung: Projekt Bauart WohnInvest GmbH, Repro: Thomas Weichert

Der Bebauungsplan soll den Namen „Peunt IV – Kirchplatz“ erhalten. Bevor die Beschlussfassung, die auch die Billigung des Planungskonzepts und die Bereitstellung von öffentlichen Grundstücksflächen enthielt, stellte Thomas Dorscht (FDP/BFE) den Antrag auf namentliche Abstimmung. „Stellen Sie jetzt den Antrag vor jedem Beschluss?“, wollte Bürgermeisterin Christiane Meyer (NLE) von ihm wissen, da Dorscht seinen Antrag nicht erläuterte. Nur sie selbst und Johannes Obenauf (CSU) waren gegen die namentliche Abstimmung. Gegen das Bauvorhaben sprachen sich am Ende vier Räte aus, 15 waren dafür.

Ein dreistöckiger Bau mit Aufzug

Zu Beginn hatte Meyer erklärt, dass man es feiern könne, mit dieser besonderen Wohnform 25 Wohnungen in die Innenstadt zu bringen. Wie Siebenhaar erklärte, soll in dem dreistöckigen Bau alles – bis auf eine Wohnung – barrierefrei sein. Ins Mittel- und Obergeschoss geht ein Aufzug. Die Zufahrt soll über die Hauptstraße erfolgen, ein Poller soll eine Durchfahrt nur für Rettungskräfte und die Müllabfuhr ermöglichen.

Für jede Wohnung ist ein Stellplatz vorgesehen, ein paar Parkplätze soll es auch vor dem Gemeindesaal der Kirche geben. Der Zugang zum Wasser soll ermöglicht werden, auf das begrünte Flachdach komme teilweise eine Dachterrasse und eine PV-Anlage. Die Gebäude werden 9,32 Meter hoch.

Noch ein Jahr bis zur Genehmigung 

„Wir haben uns wirklich Mühe gegeben“, sagte Siebenhaar, der seit einem Jahr an den Planungen arbeitet. Die Verfahrensdauer bis zur Genehmigung wird laut Bierwagen noch ein weiteres Jahr in Anspruch nehmen. Eine Änderung des Flächennutzungsplans sei dabei vorerst nicht erforderlich.

Dorscht fragte, ob man sich bewusst sei, dass man dort um lauter Denkmäler herum baue und ob dies mit dem Denkmalamt abgesprochen sei. Dazu erklärte der Planer, dass man im Vorfeld bereits mehrere Behörden kontaktiert habe.

Große Freude hingegen herrschte bei Erwin Horn (NLE): „Ich freue mich, dass das Projekt nun seinen Lauf nehmen kann.“ Unterstützung kam auch von Christian Kiehr (NLE). Hubert Herbst (FDP/BFE) ist dort Triebwerksbesitzer und hat eine Lkw-Zufahrt durch dieses Gelände, wie er anmerkte. „Im Verfahren wird jeder Belang berücksichtigt“, gab ihm die Rathauschefin zurück.

Parkplatzfrage und Wohnraum

Nachdem einige Räte befanden, dass es zu wenig Parkplätze in der Innenstadt gebe, erklärte Geschäftsstellenleiter Andreas Kirchner, dass die Parkplatzsituation schlechtgeredet werde. Denn in der Innenstadt gebe es eine ausreichende Anzahl von Parkplätzen. Aus Sicht der Verwaltung sei das Vorhaben des geförderten Wohnungsbaus eine städtebaulich geeignete und angemessene Entwicklung für Ebermannstadt. Denn es schaffe dringend benötigten Wohnraum für einkommensschwache Bevölkerungsteile vor Ort und füge sich in Ausdehnung, Flächeninanspruchnahme und Höhenentwicklung verträglich in das Ortsbild des Altstadtbereichs im Umfeld der St.-Nikolaus-Kirche ein.

Nachdem nun der Aufstellungsbeschluss erfolgte, kann das formelle Verfahren für die Aufstellung des Bebauungsplans beginnen.

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