0
Neubau in Forchheim
Neue Geflüchtetenunterkunft in der Bammersdorfer Straße
Bammersdorfer Straße ForchheimForchheim & Fränkische Schweiz
Das Haus in der Bammersdorfer Straße in Forchheim soll abgerissen werden. // Katharina Steinhäuser
Forchheim – In der Bammersdorfer Straße soll Wohnraum für 61 schutzsuchende Menschen entstehen. Die geplante Unterkunft war am Montag Thema im Forchheimer Bauausschuss – auch, wenn die Stadt hier wenig Mitspracherecht hat.

Zwischen verschiedenen Bauvorhaben – von Balkonen für Wohnungen in der Kantstraße bis zur Erweiterung des Lehrerparkplatzes in der Pestalozzistraße – fand sich die Errichtung einer Flüchtlingsunterkunft auf der Tagesordnung des städtischen Bauausschusses. Was genau geplant ist, geht aus den Unterlagen für den Ausschuss hervor.

Demnach soll in der Bammersdorfer Straße in Forchheim eine Doppelhaushälfte abgerissen werden. Auf dem Grundstück soll anschließend ein Neubau mit drei Geschossen entstehen. Darin sollen laut Bauherr acht Wohneinheiten mit jeweils zwischen 18 und 28 Quadratmetern Platz finden. Daneben ist ein weiteres Gebäude geplant. Ein länglicher Bau mit zwei Stockwerken und begrüntem Dach, in dem weitere 16 Wohneinheiten geschaffen werden sollen. Die beiden Gebäude sollen zusammen 61 Menschen ein Dach über dem Kopf bieten. 

Straßenschild Bammersdorfer Straße ForchheimForchheim & Fränkische Schweiz
In der Bammersdorfer Straße soll eine Unterkunft für Geflüchtete entstehen. // Katharina Steinhäuser

Abstimmung über baurechtlichen Aspekt

Für die Verteilung von Geflüchteten und die Verträge mit den Betreibern von Geflüchtetenunterkünften ist das Landratsamt zuständig. Daher ging es bei diesem Punkt im städtischen Bauausschuss nur um die Frage, ob seitens des Bebauungsplanes etwas gegen das Vorhaben spricht. Aus planungsrechtlicher Sicht könne zugestimmt werden, heißt es in der Beschlussvorlage. Zur Abstimmung stand lediglich eine kleine Befreiung von der Baugrenze – das geplante Gebäude würde die nördliche Grenze um rund drei Meter überschreiten. 

Der Beschluss wurde mit sechs zu acht Stimmen angenommen. „Für mich ist eine Unterbringung von weiteren 61 Flüchtlingen zu viel“, begründete Thomas Werner (CSU) seine „Nein-Stimme“, auch wenn ihm bewusst sei, dass es an dieser Stelle nicht um eine Bewertung des Vorhabens gehe. Denn, die Entscheidung, ob und wo eine Geflüchtetenunterkunft entsteht, liegt nicht im Entscheidungsbereich der Stadt. 

Lesen Sie auch:

Inhalt teilen
  • kopiert!