Auf dem Gräfenberger Schulgelände entsteht ein Großprojekt. Die Bläsergruppe mit Lehrer Wolfgang Distler spielte während des Ersten Spatenstichs zur Begrüßung. Die Bautafel, auf der die Umsetzung des Erweiterungsbaus der Realschule mit Offener Ganztagsschule (OGTS) aufgezeichnet ist, gibt einen kleinen Vorgeschmack der in den nächsten zwei Jahren hier verbauten 14,8 Millionen Euro, brutto.
„Kooperatives Lernen ist das Schlagwort“, schwärmt Landrat Hermann Ulm (CSU). In dem Neubau − der Erweiterung der Realschule und der Offenen Ganztagsschule − gibt es beispielsweise zeitgemäßen Musikunterricht. Deshalb sind auch Musikräume in dem Neubau eingeplant. Hinzu kommen Klassenzimmer für die steigende Anzahl der Schüler.
Die Räume werden in dem „Langbau“ untergebracht − ein Gebäude, das dort errichtet wird, wo derzeit noch Büsche wachsen. Gut 60 Meter lang wird der Bau, mit Unter- und Obergeschoss, verrät Architekt Stefan Schröder vom Büro Paptistella aus Hirschaid. Oben sind der große Musikraum, Klassenräume, ein Werkraum, unten die vier Räume für die offene Ganztagsschule und die Mensa für die Mittel- und Realschüler. „Die Mensa hat 250 Sitzplätze, im Zwei-Schicht-Betrieb wird gegessen“, sagt Ulm.
Dächer sind künftig begrünt
Zu den neuen Räumen zählen auch die Erweiterung des Lehrerzimmers, ein Erste-Hilfe-Raum, Büros für die Sozialarbeiterin − weil es eine Inklusionsschule ist − und ein Raum für die Streitschlichter. Es gibt einen Aufzug und begrünte Dächer. Doch vor allem die hervorragende Kooperation im Ganztagsbereich hob Ulm lobend hervor. Er bedankte sich für die gute Zusammenarbeit der beiden Schulleiterinnen.
Zwischen dem aktuellen Schulgebäude und dem neuen Langbau wird ein quadratisches Gebäude errichtet. Länge und Breite messen 20 Meter. Das wird das sogenannte Mittelgeschoss, der Verbindungsbau der beiden Geschosse und neuer Haupteingang, der zugleich die Verbindung zwischen Realschule und Mittelschule wird. Unter der großen Bautafel standen bereits die Spaten bereit.
Eine große Freude empfand Rektorin Gertrud Eismann darüber, dass es endlich so weit ist. Angesichts der derzeit hohen Inflation lasse sich der Landkreis den Bau etwas kosten. Immerhin kostet der er 14,8 Millionen Euro, bei einer Fördersumme von 5,3 Millionen Euro von der oberfränkischen Regierung. Doch: „Schule ist eine gute Investition“, sagt Eismann. Sie betonte mit dem Vorhaben die Besonderheit in und für Gräfenberg.
Begonnen haben die Verhandlungen über den Umbau schon vor 10 Jahren
Von den zähen Verhandlungen im Jahr 2014 begonnen bis zum Bauphasenbeginn mit dem Spatenstich gebe es viele Leute zu danken.
Von dem Projekt wird auch die Mittelschule profitieren. Heike Schütz, die langjährige Leiterin, habe den Stein für das Projekt mit ins Rollen gebracht, da der Raum der dritten Pädagogik eine wichtige Rolle spiele.
Ihre Nachfolgerin Julia Steinlein hatte mit den Schülern eine Zeitkapsel vorbereitet. In einem Brief wurde festgehalten, was der Auslöser für den Spatenstich war, welche Jugendsprache geredet wurde, was die Worte bedeuteten.
Auch die Gegenstände, die Lehrer den Schülern im Unterricht am häufigsten weggenommen hatten, fanden Platz in der silbernen Büchse.
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