Geburtshilfe
St. Josef schließt, Haßfurt bleibt
In der persönlich guten Betreuung sehen die Verantwortlichen der Geburtsstation am Haus Haßfurt der Haßberg-Kliniken den großen Vorteil gegenüber größeren Einrichtungen. Die Schließung der St-Josef-Geburtshilfestation in Schweinfurt dürfte auch au...
In der persönlich guten Betreuung sehen die Verantwortlichen der Geburtsstation am Haus Haßfurt der Haßberg-Kliniken den großen Vorteil gegenüber größeren Einrichtungen. Die Schließung der St-Josef-Geburtshilfestation in Schweinfurt dürfte auch auf Haßfurt auswirken.
Michael Wagenhäuser
F-Signet von Redaktion Fränkischer Tag
Haßfurt – In Schweinfurt schließt das St.Josef-Krankenhaus seine Geburtshilfestation zum 31. März 2023. Haßberg-Kliniken auf „Ansturm“ gut vorbereitet.

Auch wenn es im Jahresverlauf immer wieder Gerüchte gegeben hatte, kam die Nachricht von der endgültigen Einstellung der Geburtshilfe am Schweinfurter Krankenhaus St. Josef doch überraschend. Spätestens zum 31. März 2023 soll die dortige Geburtsstation schließen.

Verstärker Zustrom

Tatsächlich hatte das Geburtshilfeteam der Haßberg-Kliniken in den letzten Monaten bereits einen verstärkten Zustrom jungen Paare aus der Schweinfurter Region registriert, was sich in Zukunft verstärken kann.

Wie berichtet, hatten allein im August 53 neue Erdenbürger am Haus Haßfurt der Haßberg-Kliniken das Licht der Welt erblickt, so viele wie seit dem Jahr 2008 nicht mehr. Auch Zahl der Geburten im September und Oktober lag deutlich über den Vorjahresmonaten. Die Verantwortlichen sind überzeugt davon, dass das Konzept der „Behutsamen Geburtshilfe“ sowie die Kompetenz des Ärzteteams und die sehr persönliche Zuwendung des erfahrenen und einfühlsamen Hebammen- und Pflegeteams bedeutende Faktoren für diesen Erfolg sind.

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Personell gut aufgestellt

„Um der steigenden Geburten-Nachfrage gerecht zu werden, werden wir viele der bereits in den vergangenen Wochen in die Wege geleiteten Maßnahmen zur Erhöhung von Sicherheit, Qualität und Service weiter verstärken“, betont Oliver Zimmer.

Der Vorstand des Kommunalunternehmens Haßberg-Kliniken (Anstalt des öffentlichen Rechts des Landkreises Haßberge) ist zuversichtlich, die durch die Schließung der Schweinfurter Geburtsstation entstehenden Lücken in der Region schließen zu können, zumal das geburtshilfliche Team in Haßfurt personell sehr gut aufgestellt ist und bei Bedarf ergänzt werden kann.

Allein für das Hebammen-Team wurden kürzlich drei neue Hebammen eingestellt und auch das pflegerische Team erhielt Verstärkung durch neue examinierte Nachwuchskräfte. Ebenso wie das Ärzteteam rund um Chefarzt Muhammad Nayef sind alle Kolleginnen und Kollegen des Pflege- und Hebammenteams fest angestellt, was aufgrund langfristiger und nachhaltiger Bindungen für alle gut ist.

Um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, war die Teilnehmerzahl an den monatlich stattfindenden Infoabenden gerade erst erhöht worden. Bis zu 25 Paare können sich jetzt an jedem ersten Mittwoch im Monat um 19 Uhr bei Chefarzt Muhammad Nayef sowie einer Vertreterin der Hebammen über die Haßfurter Geburtshilfe informieren. Kreißsaalführungen sind, je nach Anzahl der Anmeldungen und gegebenenfalls in zwei Gruppen, wieder möglich.

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Das Haßfurter Geburtshilfe-Team blickt einem künftigen Ansturm gelassen und gut vorbereitet entgegen und freut sich auf viele werdende Eltern, die sich für die persönliche Atmosphäre in Haßfurt im Gegensatz zu den oftmals als unpersönlich empfundenen Großkliniken entscheiden.

Mit einem neuen Geburtshilfefilm, der einen Einblick in die Abläufe der Geburtsstation vermittelt, den großzügigen und hellen Familienzimmern, dem gemeinsamen Frühstücksbuffet, einer Gourmetplatte inklusive zweier Piccolos zur Feier der Geburt sowie dem gerade erst geschaffenen „Storchenparkplatz“ hatte die Geburtsstation am Haus Haßfurt der Haßberg-Kliniken zuletzt weiter an Attraktivität gewonnen.

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