Spiritualität
Zusammenarbeit wird vertieft und gestärkt
Thomas Enser mit Prädikantin Susanne Freund (links) und stellvertretender Dekanin Kerstin Kowalski (rechts) wird in seinen Dienst eingeführt.
Thomas Enser mit Prädikantin Susanne Freund (links) und stellvertretender Dekanin Kerstin Kowalski (rechts) wird in seinen Dienst eingeführt.
Foto: Günther Geiling
F-Signet von Günther Geiling Fränkischer Tag
Gleisenau – Pioniere: Die evangelischen Gemeinden Hallstadt und Gleisenau bilden eine unter-oberfränkische Kooperation

Bei einem feierlichen Gottesdienst in der Kirche von Gleisenau wurde das Ehepaar Anna-Lena Enser und Thomas Enser in den Dienst eingeführt. Mit den beiden Religionspädagogen will man zukünftig gemeinsam neue Wege gehen und vor allem die Kinder- und Jugendarbeit bereichern.

In naher Zukunft wird es auch in der bayerischen Landeskirche nur noch halb so viele Pfarrerinnen und Pfarrer geben und deswegen hat man auch schon im Dekanat Bamberg über Veränderungen nachgedacht, wie es in Zukunft mit den Gemeinden weitergehen soll.

Beide sind für die kirchliche Jugend in den evangelischen Kirchengemeinden Gleisenau und Hallstadt zuständig

„Beide sind für die kirchliche Jugend in den evangelischen Kirchengemeinden Gleisenau und Hallstadt zuständig“, betonte Pfarrerin Sarah Schimmel aus Gleisenau. Thomas Enser übernimmt die halbe Gemeindereferentenstelle in der Kirchengemeinde Gleisenau mit dem Schwerpunkt Konfirmanden- und Jugendarbeit in der Subregion Maintal (Gleisenau und Hallstadt). Und zum gleichen Zeitpunkt übernimmt seine Frau Anna-Lena Enser eine Viertelstelle in Gleisenau. Pfarrerin Sarah Schimmel möchte familiär nämlich etwas mehr Zeit haben und gibt diesen Anteil von ihrer Pfarrstelle ab.

Die stellvertretende Dekanin Kerstin Kowalski betonte, dass Anna Lena Enser mit ihrer Fachstelle die Pfarrerin bei Familiengottesdiensten, beim Gemeindebrief und auch im Bereich des Kindergartens unterstütze und damit die Kirchengemeinde bereichere. „Es bricht damit eine neue Zeit an, indem wir den religionspädagogischen Weg miteinander gehen und miteinander wachsen wollen und zwar über die Gemeindegrenzen hinweg. Erstmals schafft man damit auf einer Pfarrstelle Entlastung und sucht nach neuen Möglichkeiten, um dieser Zusammenarbeit Raum und eine Chance zu geben.“ Damit beginne etwas Neues.

Thomas Enser vergleicht seinen neuen Dienst mit einem weißen, unbeschriebenen Blatt

„Veränderung und Neuanfang“, mit diesen Worten zeigte Thomas Enser weiße Seiten und unbeschriebene Blätter in seiner Hand. Damit verglich er seinen neuen Dienst. „Meine neue Regionalstelle ist auch wie weißes Papier, aber die Seiten geben mir einen Rahmen für ein gemeinsames Projekt in den Gemeinden. Hier gibt es ja gute Pfarrer, die dafür schon den Boden bereitet haben. Der Rahmen ist gesteckt und nun kommt es darauf an, diesen Rahmen mit einem guten Programm zu füllen.“ Dem schloss sich Anna-Lena Enser an: „Ich wünsche mir, dass meine Arbeit bunt und farbig wird.“

Bei der Einführung des Ehepaares Enser als Religionspädagogen in der Kirchengemeinde Gleisenau (von links): Susanne Freund, stv. Dekanin Kerstin Kowalski, Pfarrerin Sarah Schimmel, Thomas Enser, Pfarrer Andreas Schlechtweg und Anna-Lena Enser.
Bei der Einführung des Ehepaares Enser als Religionspädagogen in der Kirchengemeinde Gleisenau (von links): Susanne Freund, stv. Dekanin Kerstin Kowalski, Pfarrerin Sarah Schimmel, Thomas Enser, Pfarrer Andreas Schlechtweg und Anna-Lena Enser.
Foto: Günther Geiling

Für die Gemeinde Ebelsbach hieß Bürgermeister Martin Horn die beiden Religionspädagogen willkommen und wies auch auf die schwierige Zeit für die Kirche durch den Mitgliederrückgang hin. Aber gerade jetzt seien Orientierung und Suche nach Antworten gefragt. Pfarrgemeinderatsvorsitzende Claudia Reinwand überbrachte Willkommensgrüße namens der katholischen Kirchengemeinde Magdalena. Mit der Neujahrsandacht, dem Weltgebetstag, beim Schulanfang und vielen anderen Veranstaltungen werde die Ökumene gepflegt, erklärte Reinwand. Aber auch die Kinder- und Jugendarbeit sei wichtig, „weil die Jugend unsere Zukunft ist. Nur wenn wir den Glauben an unsere Kinder und Jugendlichen weitergeben, haben wir Zukunft“.

Pfarrerin ist gespannt, was sich aus der Arbeit der Religionspädagogen entwickelt

Namens aller Kolleginnen und Kollegen aus dem Dekanat wünschte Pfarrerin Susanne Wittmann-Schlechtweg den beiden jungen Religionspädagogen Gottes Segen für die Arbeit. Sie sei gespannt, was sich daraus entwickle.

„Ihr seid uns Hallstadtern vertraut und nun teilen wir euch geschwisterlich mit der Kirchengemeinde Gleisenau“, meinte Susanne Freund für den Kirchenvorstand in Hallstadt. „Der Dekanatsausschuss traut euch diesen neuen gemeinsamen Weg zu. Ihr seid Vorreiter, und die Türen der Kirchengemeinde Gleisenau stehen weit offen.“ Für die Kirchengemeinde Gleisenau sprach Silka Dörr den beiden herzliche Willkommensgrüße aus.

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