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Erlangen
Acht Jahre und sechs Monate Haft für Koch wegen Drogenhandel
Bei dem 41-Jährigen Koch aus Erlangen fanden Polizisten eine Ecstasy-Tablette ähnlich diesen rosafarbenen Ecstasy-Pillen.
Bei dem 41-Jährigen Koch aus Erlangen fanden Polizisten eine Ecstasy-Tablette ähnlich diesen rosafarbenen Ecstasy-Pillen. // Oliver Berg/dpa
Erlangen – Polizei und Justiz decken die ausgeklügelten Drogenhandelswege eines Kochs aus Erlangen auf. Ein Polizeieinsatz in einem Hotel bereitet seinem Treiben ein Ende. Nun erwartet ihn eine lange Haftstrafe.

Das Landgericht Nürnberg-Fürth sprach einen 41-jährigen Koch aus Erlangen schuldig wegen des „Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge“ und des Besitzes der Betäubungsmittel. Er wurde zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von acht Jahren und sech Monaten verurteilt. Zudem wurden gegen den Angeklagten die Einziehung des Wertes von Taterträgen in Höhe von 35.080 Euro angeordnet und ihm die Kosten des Verfahrens auferlegt.

Der Verurteilte hatte zwischen August und Dezember 2022 mit insgesamt rund 3000 Gramm Methamphetamin sowie 1127 Gramm Kokain Handel betrieben. Darüber hinaus hatte der Angeklagte 1978 Gramm Methamphetamin, 68 Gramm Kokain sowie eine Ecstasy-Tablette aufbewahrt. Den Großteil seiner Ware lagerte der Angeschuldigte in einem Anwesen in Nürnberg-Eibach zum Weiterverkauf, portioniert und abgepackt in einem Tresor.

Koch verkauft Drogen am Bezirksklinikum in Erlangen

Aus dieser Menge verkaufte und übergab der Angeschuldigte an eine „Geschäftspartnerin“ zu mehreren Gelegenheiten jeweils 50 Gramm Methamphetamin auf Kommission. Zudem setzte der Mann der „Geschäftspartnerin“ im Anwesen in Eibach auf deren Wunsch hin eine Spritze mit Kokaingemisch. Ferner hatte der 41-Jährige Ende August 2022 auf dem Parkplatz des Bezirksklinikums Erlangen von einem anderweitigen Verfolgten mindestens 127 Gramm Kokain übernommen und die Betäubungsmittel während seines Aufenthalts im Bezirksklinikum gewinnbringend weiterverkauft.

Am 1. Dezember 2022 bewahrte der Angeschuldigte im Zimmer eines Erlanger Hotels neben zwei Smartphones, Schuldenlisten und aus Rauschgiftverkäufen stammendes Bargeld im Wert von 3350 Euro, 1978 Gramm Methamphetamin, 68 Gramm Kokain und eine Ecstasy-Tablette „Blue-Punisher“ auf. Von diesem Vorrat verkaufte er an diesem Tag erneut 50 Gramm Methamphetamin.

Koch aus Erlangen wird wegen Drogen ausfällig

Auch die übrigen Betäubungsmittel wollte der Angeschuldigte abzüglich eines Eigenkonsumanteils gewinnbringend verkaufen. Hierzu kam es nicht mehr, da der Koch aufgrund übermäßigen Rauschgiftkonsums in seinem Hotelzimmer ausfällig wurde und ein Polizeieinsatz im Hotel das Handeltreiben stoppte.

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